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Inchenhofen

09.02.2020

Feuerwehr Inchenhofen feiert ihr neues Haus

Jede Menge Besucher kamen am Sonntag zum Tag der offenen Tür ins neue Inchenhofener Feuerwehrhaus.
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Jede Menge Besucher kamen am Sonntag zum Tag der offenen Tür ins neue Inchenhofener Feuerwehrhaus.
Bild: Gerlinde Drexler

Plus Feuerwehr Inchenhofen weiht ihren Neubau mit einem Tag der offenen Tür ein. Dabei hatte es um den Standort des 2,4-Millionen-Baus viel Ärger gegeben.

„Ende gut – alles gut.“ Mit diesem Sprichwort erinnerte Inchenhofens Bürgermeister Karl Metzger an die teils heftigen Diskussionen im Gemeinderat über den Standort des neuen Feuerwehrhauses. Mit einem Tag der offenen Tür feierte die Freiwillige Feuerwehr am Sonntag die Einweihung des rund 2,4 Millionen Euro teuren Neubaus. Die Feuerwehr investierte 1260 Arbeitsstunden und auch der Feuerwehrverein beteiligte sich finanziell an dem neuen Haus.

Vorbei sind die Zeiten, als in der Gemeinde wegen des Neubaus des Feuerwehrhauses dicke Luft herrschte. Metzger sagte, es gebe im Gemeinderat Themen, die unumstritten sind, und solche, die „vor der Beschlussfassung stets heftige Diskussionen über das Für und Wider auslösen“. Nachdem die Entscheidung für den Standort gefallen war, habe sehr schnell Einigkeit darüber geherrscht, was zu tun sei. Der Bürgermeister betonte: „Jeder Verantwortliche in unserem Gemeinderat erkennt die Schlagkraft der Wehr an und will seinen Beitrag dazu leisten, dass diese erhalten bleibt.“


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Wie wichtig die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren ist, betonte jeder Redner. Es sei die älteste und größte Ehrenamtlichen-Bewegung in Bayern, sagte Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko (CSU). Rein rechnerisch würden die Feuerwehrleute in Bayern alle zwei Minuten zu einem Einsatz ausrücken. Ein Engagement, das keinesfalls selbstverständlich sei, sagte Tomaschko. Kreisbrandrat Christian Happach bedankte sich für die gute Zusammenarbeit im Landkreis. Aktive der Inchenhofener Feuerwehr würden im Fachbereich Katastrophenschutz Mitglieder der Unterstützungsgruppe der örtlichen Einsatzleitung (UG-OEL) stellen, sagte er.

Im neuen Feuerwehrhaus hat auch das neue Fahrzeug Platz

Landrat Klaus Metzger beeindruckte an dem funktionellen Neubau, dass man von jeder markanten Stelle aus die Wallfahrtskirche oder Inchenhofen sieht. Metzger betonte: „Wenn sich Frauen und Männer so für die Gemeinschaft einsetzen, dann brauchen sie auch ein ordentliches Haus und Ausrüstung.“ Es sei auch wichtig, für die Jugend attraktiv zu bleiben. „Mit dem neuen Haus ist alles auf den Weg gebracht, damit das funktioniert.“

Rund 2,4 Millionen Euro kostet der Neubau, rund 200000 Euro an Zuschüssen erwartet die Gemeinde. Das Feuerwehrhaus ist ausgelegt für 50 Aktive und drei Einsatzfahrzeuge. Das neue HLF (Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug) 20, das die Feuerwehr bekommt, war der Anstoß für den Neubau. Der 16 Tonnen schwere Lastwagen, in dem neun Aktive Platz haben, hätte nicht ins alte Feuerwehrhaus in der Ortsmitte von Inchenhofen gepasst.

Das neue Feuerwehrhaus ist 28 mal 18 Meter groß. In der Fahrzeughalle sind drei Stellplätze sowie eine Schlauchwasch- und prüfanlage. Die Anlage wird auch von den Ortsfeuerwehren aus Sainbach und Oberbachern genutzt. Jürgen Tremmel, Vorsitzender der Feuerwehr Sainbach, und Thomas Baur, Vorsitzender der Feuerwehr Oberbachern, gratulierten den Inchenhofener Kollegen zum Neubau. Als Symbol für die Treffsicherheit der Wehr brachten sie Hammer, Nagel und einen Holzklotz als Geschenk mit. Die Ehrengäste könnten „eine Runde ausnageln“, schlugen die beiden Vorsitzenden vor.

Auch ein kleines Museum gibt es im Feuerwehrhaus

Die zahlreichen Besucher nutzten beim Tag der offenen Tür am Sonntag die Gelegenheit, einen Rundgang durch das neue Feuerwehrhaus zu machen.

Der Mehrzweckraum mit einem Planspiel als Übungsszenario kam besonders bei den kleinen Besuchern gut an.
Bild: Gerlinde Drexler

Im Obergeschoss ist ein knapp 80 Quadratmeter großer Schulungsraum. Sitzmöbel und Tische für die Küche haben die Feuerwehrleute selbst geschreinert. Die Jungfeuerwehrler richteten sich ihren rund 30 Quadratmeter großen Jugendraum selbst ein. Zum Haus gehören außerdem ein Kommandantenzimmer, eine Werkstatt und diverse Lagerräume. Ein Raum im Erdgeschoss, der auch von außen gut einsehbar ist, beherbergt als Museumsraum alte Spritzenwagen sowie die historische Fahne der Feuerwehr.

Auch von außen gut zu sehen ist der Museumsraum mit den alten Spritzenwagen und der historischen Fahne.
Bild: Gerlinde Drexler

Bürgermeister Metzger war stolz: „Der Neubau unseres Feuerwehrgerätehauses kann sich sehen lassen.“ Es erfülle nicht nur seine technischen Funktionen, sondern überzeuge auch durch seine architektonische Gestaltung. „Es ist mehr als ein Zweckbau.“ Und für das neue HLF 20 sei auf jeden Fall genügend Platz. Momentan läuft die Ausschreibung für das neue Fahrzeug. Metzger geht davon aus, dass es frühestens zum Jahresende kommen wird.

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