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Aichach

11.06.2019

Freibad: Exhibitionist befriedigt sich vor jungen Mädchen

Das Aichacher Freibad war einer der beiden Orte, an denen sich ein heute 19-Jähriger befriedigte und freie Sicht auf zwei Mädchen hatte. (Archivfoto)
Bild: Gerlinde Drexler

Plus Im Freibad und an der Paar befriedigt sich ein 19-Jähriger in Sichtweite von Mädchen. Nun stand er vor Gericht. Welche Strafe er bekam.

Zwei Mal befriedigte sich ein heute 19-Jähriger aus Aichach vor Teenagern selbst. In einem Fall konnte ihn die Polizei, die die Mädchen per Notruf gerufen hatte, sogar noch vor Ort erwischen. Am Dienstag saß der Aichacher vor der Jugendrichterin am Amtsgericht Aichach. Es ging um sexuellen Missbrauch von Kindern und exhibitionistische Handlungen. Der 19-Jährige war geständig, ist aber bereits einschlägig verwarnt worden.

13 und 14 Jahre alt waren die beiden Mädchen, in deren Sichtweite der Angeklagte im Sommer 2017 auf der Liegewiese im Aichacher Freibad saß. Über seine Hüften hatte er ein Handtuch gebreitet. Darunter war er nackt und befriedigte sich selbst. Anschließend zeigte er den beiden Mädchen sein nacktes Geschlechtsteil.

Der zweite Vorfall ereignete sich an der Paar

Im Oktober 2018 dann der nächste Vorfall. Diesmal saßen drei 15 und 16 Jahre alte Teenager am Ufer der Paar nahe der Donauwörther Straße in Aichach. Der 19-Jährige war mit dem Fahrrad unterwegs. Als er die Teenager sah, setzte er sich auf eine Bank, die nur wenige Meter entfernt von ihnen stand. Von dort aus beobachtete er die Mädchen. Eines von ihnen war ein Jahr vorher eines der beiden Mädchen im Freibad gewesen.

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Weil sich die Teenager in der Nähe des 19-Jährigen unwohl fühlten, beschlossen die drei, zu gehen. Als sie in etwa fünf Meter Entfernung an ihm vorbeikamen, bemerkten sie, dass der Angeklagte masturbierte. Die Mädchen riefen sofort bei der Polizei an und als die kurz darauf eintraf, war der 19-Jährige noch vor Ort. Die Beamten nahmen ihn mit.

Strafe: Ein Wochenende ins Gefängnis und 900 Euro Geldstrafe

Nicht zum ersten Mal. In der Akte des Angeklagten ist vermerkt, dass er im November 2017 schon einmal wegen exhibitionistischer Handlungen vom Jugendgericht verwarnt worden war. Inzwischen hat der Angeklagte eine Therapie begonnen. Diese abzuschließen, ist eine der Auflagen, zu denen ihn Jugendrichterin Eva-Maria Grosse am Dienstag verurteilte.

Wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und exhibitionistischer Handlungen muss der 19-Jährige einen Jugendfreizeitarrest verbüßen, also ein Wochenende im Gefängnis verbringen. Als Auflage muss er 900 Euro zahlen und die Therapie abschließen.

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