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Aichach-Friedberg

29.01.2020

Freude über neuen Bischof im Wittelsbacher Land

Diözesan-Administrator Prälat Bertram Meier am Mittwoch bei der Verkündung des Namens des neuen Bischofs im Augsburger Dom.
Bild: Annette Zoepf (Archivbild)

Plus Das sagen Vertreter der katholischen Kirche zur Ernennung von Bertram Meier in Augsburg. Was sie sich von dem neuen Bischof wünschen.

„Habemus episcopum – Wir haben einen Bischof“. So hat das Bistum Augsburg Mittwochmittag die Nachricht auf seiner Homepage verkündet. Der Neue heißt Bertram Meier. Er führt die Geschäfte des Bistums, seit Konrad Zdarsa im Juli 2019 aus Altersgründen den Bischofssitz geräumt hat. Aus Freude über den neuen Bischof läuteten am Mittag im gesamten Bistum 15 Minuten lang die Kirchenglocken. Auch die katholischen Gläubigen im Wittelsbacher Land haben sich über die Entscheidung für Bertram Meier gefreut.

Hier war der Bischof noch Prälat: Bertram Meier mit Bürgermeister Lorenz Braun und Pfarrer Eberhard Weigel beim Eintrag in das Goldene Buch der Gemeinde Adelzhausen.
Bild: Peter Haug/Archiv

Maria Kaltenstadler gehört zur Mesnerfamilie der Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Leonhard in Inchenhofen. „Wir haben immer für einen guten Bischof gebetet“, sagt sie. Es müsste also der richtige Mann auf dem Bischofssitz angekommen sein. Und wenn Maria Kaltenstadler jetzt noch einen Wunsch frei hätte? Dann würde sie sich wünschen, dass die katholischen Christen wieder mehr mit ihrem Glauben beschäftigt sind. In Zeiten, in denen die Kirchenbänke leerer werden, müsse der Glaube mehr wahrgenommen werden. Die Menschen sollen aus Überzeugung in die Kirche gehen und sich nicht nur hineinsetzen, damit sie da waren, findet Maria Kaltenstadler. Inzwischen gebe es schon mehr Veranstaltungen wie Gebete oder Exerzitien, bei denen die Katholiken Zeit haben, sich mit dem Glauben auseinanderzusetzen. Maria Kaltenstadler ist das sehr wichtig für die Zukunft.

Aufgabe der katholischen Kirche

Auch Pfarrer Thomas Rein von der Pfarrgemeinschaft Pöttmes sieht das so. Es sei grundsätzlich Aufgabe der katholischen Kirche, den Glauben zu verkünden und ihn zu den Menschen zu bringen, erklärt er. Vor wenigen Tagen erst hatte Bertram Meier als Diözesanadministrator bei einem ländlichen Seminar im Aichacher Stadtteil Klingen vor 80 Leuten über den „Sanierungsfall Kirche“ diskutiert.

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Pfarrer Thomas Rein geht davon aus, dass der katholischen Kirche schwierige Zeiten bevorstehen. „Wir beten für ihn“, sagt er über den neuen Bischof. Mit Bertram Meier sei im Vatikan „eine gute Wahl“, getroffen worden, weil er die Diözese bereits gut kenne. „Wir dürfen uns freuen“, so Pfarrer Thomas Rein. Er kennt Bertram Meier noch aus seinen Zeiten als Kaplan in Neuburg und beschreibt ihn als friedlich, zugänglich und unkompliziert. Bertram Meier sei als guter Prediger bekannt. „Er führt ein klares Wort“, so Thomas Rein.

"Ich habe einen sehr positiven Eindruck von ihm"

Das bestätigt der Aindlinger Mesner und Kirchenpfleger Erwin Friedel. „Ich bin schon erfreut“, gesteht er. Vor elf Jahren trug sich Bertram Meier in Aindling ins Goldene Buch der Gemeinde ein. Den neuen Bischof kennt der Kirchenpfleger zum Beispiel von Firmungen in Aindling. „Ich habe einen sehr positiven Eindruck von ihm“, erzählt er. Bertram Meier sei ein guter Prediger und er sei sehr fleißig und fromm. In einer seiner Predigten habe der neue Bischof gesagt, dass der synodale Weg für ihn alternativlos sei. „Das finde ich richtig“, freut sich der Kirchenpfleger. Dann könne das Bistum Augsburg diesen Weg jetzt auch bei der Bischofskonferenz vertreten. Das heißt, die Diözese würde sich an Gesprächen innerhalb der Kirche beteiligen, bei denen sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche aufgearbeitet werden soll. (kabe)

Lesen Sie dazu auch: Ein Liebesbrief von Gott für Gefangene in Aichach

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