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Aichach-Friedberg

14.10.2020

Großeinsätze 2020: Wie Anwohner die Feuerwehr unterstützt haben

Die Einsatzkräfte wollen sich bei den Bürgern bedanken, von denen viele den Einsatzkräften Tee, Kaffee und Knabbereien vorbei gebracht haben.
Bild: Stefan Schmid

Plus Nach einigen Großeinsätzen bekamen die Feuerwehren im Landkreis viel Anerkennung. Jetzt sind sie es, die sich bedanken – für außergewöhnliche Unterstützung.

Ob am Pöttmeser Seeanger, in Paar bei Kühbach, Ried oder in Burgadelzhausen: Über den Sommer hinweg haben Großbrände im Wittelsbacher Land Bilder der Zerstörung hinterlassen. Sie ließen erahnen, welche Anstrengung im Kampf gegen die Flammen notwendig war und welcher Belastung die beteiligten Feuerwehren ausgesetzt waren. Respekt und Anerkennung schlug den Feuerwehrleuten entgegen. Nun sind sie es, die sich bedanken – für außergewöhnliche Unterstützung im Einsatz.

Feuerwehr-Kreisbrandmeister Stefan Schmid: "Anwohner beeindruckend"

„Die Anwohner haben uns in den vergangenen Wochen beeindruckt“, sagt Stefan Schmid, Kreisbrandmeister der Kreisbrandinspektion Aichach-Friedberg, im Gespräch mit unserer Redaktion. „Das war schon extrem auffällig: Viele haben Kaffee, Tee und Knabbereien vorbeigebracht oder ihre Toiletten angeboten – alles unaufgefordert. Diese Hilfsbereitschaft ist nicht selbstverständlich.“ Wer schon einmal mehrere Stunden im Einsatz gewesen sei, wisse, was eine Tasse heißer Kaffee bewirken könne: „Das steigert die Motivation bei allen enorm – gerade in einer Zeit, in der es viele Einsätze gibt und viele Kameraden unter einer hohen Belastung stehen.“

Zahlreiche Feuerwehren waren im Einsatz, um die Maschinenhalle im Kühbacher Ortsteil Paar zu löschen.
8 Bilder
Feuerwehr löscht brennende Maschinenhalle in Kühbach
Bild: Erich Echter

In ganz Deutschland scheinen sich Berichte zu häufen, nach denen freiwillige Helfer angepöbelt, beleidigt oder gar angegriffen werden. Man nehme dies durchaus besorgt zur Kenntnis, sagt Schmid. Aus Sicht der Feuerwehren habe sich dieses Phänomen im Landkreis Aichach-Friedberg aber noch nicht durchgesetzt. „Klar sind Anwohner auch einmal genervt, wenn sie nicht ausparken können oder einen Umweg nehmen müssen, weil wir im Einsatz sind. Aber fast alle haben Verständnis für das, was wir tun. Dass ein Feuerwehrmann oder eine Feuerwehrfrau angegangen wird, habe ich bei uns im Landkreis noch nicht erlebt.“

Landkreis Aichach-Friedberg: Wertschätzung für Feuerwehren hoch

Ein wichtiger Grund für diese Hilfsbereitschaft im Landkreis liegt laut Schmid in einem außergewöhnlichen Miteinander von Bevölkerung und Feuerwehr. „Die Leute kennen ihre Freiwilligen Feuerwehren und die Leute darin. Viele sind selbst aktive Mitglieder und wissen, was damit einhergeht.“ Er gehe davon aus, dass es einen Unterschied zwischen Großstädten wie Augsburg oder München und ländlicheren Regionen gebe. „Die Feuerwehr ist – gerade hier bei uns auf dem Land – ein bisschen integrierter und näher am Bürger als in der Stadt.“ Anlass zur Vermutung, dass sich daran auf absehbare Zeit etwas ändere, habe er bislang nicht. „Und das ist auch gut so.“

Lesen Sie unseren Kommentar zu den Bränden im Sommer: Großbrand: Einsatzkräften gebührt Anerkennung

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