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Gemeinderat Inchenhofen

12.09.2019

Grundstück gesucht: Kommt jetzt die Montessori-Schule?

Materialien,mit denen Kinder selbstständig arbeiten: Das ist die Montessori-Idee.

Noch gibt es im Gemeinderat in Inchenhofen keinen Beschluss für das Grundstück für die Montessori -Schule. Das sind die Hintergründe.

Mit rund 30 Zuhörern platzte der Sitzungssaal der Gemeinde Inchenhofen fast aus allen Nähten. Vor allem ein Punkt interessierte die meisten Gäste am Dienstag in der Sitzung des Gemeinderates: Ob die Montessori Natur Schule Aichach ein Grundstück überlassen bekommt. Ein Thema, über das der Gemeinderat hinter verschlossenen Türen schon länger diskutiert und dem Ganzen grundsätzlich auch positiv gegenübersteht. Einen Beschluss fasste das Gremium trotzdem nicht.

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Seit Anfang des Jahres laufen zwischen Vertretern der Montessori Schule und der Gemeinde Gespräche. Ein Grundstück im Inchenhofener Ortsteil Sainbach, das zuerst im Gespräch war, habe der Gemeinde von der Größe und der Lage mitten im Ort weniger gefallen, sagte Bürgermeister Karl Metzger. Favorit bei allen Beteiligten war schließlich ein Grundstück nördlich des jetzigen Gewerbegebietes, das im Besitz der Gemeinde ist.

Inchenhofen: Rat sucht Grundstück für Montessori-Schule

Die Verkehrsanbindung an dieser Stelle sei gut, so der Bürgermeister. Weitere Gründe, die aus seiner Sicht für die Montessori-Schule in der Gemeinde sprechen, waren das Image sowie mögliche Arbeitsplätze. Die Montessori-Schule hat langfristige Pläne. Als erstes soll eine Grundschule gebaut werden. Außerdem planen die Betreiber der Privatschule den Bau einer Küche und Mensa sowie Jurten. Ebenfalls angedacht ist der Bau einer Werkstatt und Bibliothek, einer Mittelschule mit M-Zweig, einer Mehrzweckhalle sowie Mitarbeiterwohnen. Die Schule bereichere die Gemeinde, fand Dritter Bürgermeister Robert Müller. Er sprach sich dafür aus, ein Zeichen zu setzen und den Betreibern das Grundstück zu überlassen.

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Rainer Tremmel war auch dafür, dass die Schule nach Inchenhofen kommt. „Aber ich werde nicht dafür stimmen, wenn ich nicht weiß, wie die Vertragsdetails sind.“ Als alternativen Standort brachte er ein Grundstück hinter dem Sportplatz ins Gespräch.

Auch Hans Schweizer und Michael Rigl wollten nicht zustimmen, ohne die Vertragsmodalitäten zu kennen. Andrea Schmidberger hatte „Bauchweh mit diesem Beschluss“. Sie war der Meinung, dass bei Gesprächen an einem runden Tisch geeignetere Standorte gefunden werden könnten. Auch für Heinrich Schoder war vor allem die Grundstücksfrage der „Stein des Anstoßes“. Wolfgang Mokosch sprach sich dafür aus, ein Signal zu setzen und eine grundsätzliche Entscheidung, vorbehaltlich der Vertragsbedingungen, zu treffen.

Montessori-Schule: Viele offene Fragen in Inchenhofen

Georg Heinrich bedauerte, welchen Eindruck die Diskussion bei den Vertretern der Montessori-Schule hinterlasse. Er sagte aber auch: „Für mich ist es nicht nachvollziehbar, wie viele Anstrengungen unternommen wurden, um alternative Standorte zu erwerben.“ Bei der konkreten Fläche ginge es um die potenzielle Erweiterungsfläche für das Gewerbegebiet, das dadurch zersplittert werden würde. Heinrich weiter: „Unsere Aufgabe wäre es, uns möglichst schnell Gedanken zu machen, wie wir Grundstückseigentümer und Bürgermeister an einen Tisch bekommen.“

Neben dem Grundstück nördlich des Gewerbegebietes, das der Gemeinde gehört, brachten die Gemeinderäte auch Flächen, die nördlich des Sportplatzes sowie nördlich vom Tennisplatz liegen, ins Gespräch. Beide sind in Privatbesitz. Die Verkehrsanbindung sei hier ein großes Handicap wandte Bürgermeister Metzger ein.

Die Diskussion setzte sich auch im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung noch weiter fort. Ein Beschluss wurde laut Bürgermeister Metzger nicht gefasst. Die offenen Fragen müssten noch geklärt und weitere Grundstücksoptionen mit den Eigentümern geklärt werden, gab der Gemeinderat ihm als Hausaufgabe mit. Der geplante Schulstart der Montessori-Schule im Jahr 2020 wird voraussichtlich nicht im eigenen Schulhaus erfolgen. Als Übergangslösung verhandeln die Betreiber gerade mit der Inchenhofener Grundschule wegen eines Raumes.

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