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Konzert

28.03.2018

Gruppe Namenlos gibt sich „heiter bis lustig“

Ein Loblied auf das Küchentuch sangen (von links) Gertrud Mayr, Johanna Kristl, Adelheid Müller und Beate Felber.
Bild: Katharina Wachinger

Sieben Musiker aus Kühbach gestalten im Pfarrheim einen unterhaltsamen musikalischen Abend

„Heiter bis lustig“, wie der Name schon sagt, gestaltete sich der musikalische Abend im Pfarrheim in Kühbach. Die Gruppe Namenlos strapazierte über zwei Stunden lang die Lachmuskeln der Besucher mit humorvollen Liedern und lustigen Einlagen. Die sieben Musiker aus Kühbach zeigten sich im Laufe des Abends von ihrer vielseitigen musikalischen und schauspielerischen Seite. Da blieb kein Auge trocken.

Angefangen hat alles ganz einfach: mit einem Gitarrenkurs von Christian Koller und Andreas Müller. Bei den wöchentlichen Proben zu Hause sang Adelheid Müller bald mit. Ihrem Neffen Stefan Schneider junior gefiel das Musizieren so gut, dass er dazu trommelte. Zu ihrer ersten Weihnachtsfeier holten sie Beate Felber und Gertrud Mayr dazu. Zuletzt stieg Johanna Kristl, die Dritte der Schneidermädels, mit ein. Der Name Namenlos entstand mehr aus einer Not heraus. Denn bis dahin waren sie namenlos.

Der Abend im Pfarrheim begann schon mit einer spaßigen Ansage: „Ihr wisst scho, dass mir heit den Jugendgottesdienst singa“, so die Ansage von Gertrud Mayr.

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Doch dann legten sie richtig los. Zum Einstieg mit bayerischem Liedgut und rhythmisch schwungvollen Liedern gaben sie den musikalischen Rat: „Heit amoi ned an moign denga“. Den Gefühlszustand eines Paares – erst jung verliebt, dann zehn Jahre später – besangen Stefan und Adelheid. Aus dem „Hasi“, „Schatzi“, „Zuckerschneckerl“ wird dann die „Oide“. Dass Schwiegermütter Drachen sind, das wollte Christian Koller (Gesang und Gitarre) nicht so stehen lassen. Er sang ein Loblied auf die Schwiegermütter: „Schwiegermütter haben Rasse, sie kochen, trösten, hüten Enkel und hören Silbereisen.“ Das Problem sei die Tochter, sang er – was ihm aber niemand abnahm.

Bei Namenlos bringt sich jeder ein. Chorleiter ist mal diese, mal jener, betonen sie. Wobei Johanna Kristl die meiste Erfahrung mitbringt. Sie spielt wie ihre Schwester Adelheid Gitarre und Saxofon. Die Harmonie auf der Bühne untereinander war zu hören und zu sehen.

Als Putzfrauen verkleidet sangen die vier Frauen Adelheid, Beate, Gertrud und Johanna ein Loblied auf das Küchentuch, das bei so vielen Problemchen hilft, nur nicht zur Verhütung einer Kinderschar. Ja, wer kennt sie nicht, die längste Schlange der Welt: „Vor dem Damenklo“ klagten sie musikalisch ihr Leid. Mit dem Schunkellied „Ois bloß koa Wasser ned“ verabschiedete sich die Gruppe in die Pause.

Auch danach ging es fetzig weiter. „A Weißbier zu zwoat“, ein „Gebet für Gestresste“, oder das Gewichtsproblem der Frauen waren Themen. Für Letzteres hatten die vier musikalischen Damen eine Erklärung: „In jeder Frau steckt ein Stück Hefe – das kleine Luder tut, als wenn es schliefe“, waren sie überzeugt. Gegen negative Schwingungen empfahlen Gertrud und Stefan ein Glaserl „Eigenurin“ zum Einreiben und Inhalieren.

Der Abend war fast zu Ende, als sich Junior Stefan Schneider noch einmal richtig ins Zeug legte. Er hatte von seiner Reise durch Russland, die Türkei, Spanien und Italien Lieder mitgebracht. Köstlich, wie er die verschiedenen Sprachen parodierte.

Ornella Muti, Tutti Frutti und „O’ sole mio“ war seine italienische Version, „Locker macha“ dann das Schlusslied. Aber das waren die Besucher nach der gelungenen Premiere eh schon. Tosender Applaus belohnte die Künstler. Um eine Zugabe kamen sie nicht herum.

Die Zusatzvorstellung am Ostersonntag, 1. April, ist bereits ausverkauft.

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