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Kühbach-Unterbernbach

08.12.2020

Halsbachgruppe: Wie gut sind die Brunnen in Schuss?

Die Halsbachgruppe hat ihre beiden Brunnen 1 und 2 ertüchtigt. Beide Brunnen funktionieren jetzt wieder einwandfrei.
Bild: Marcus Merk (Symbolfoto)

Plus Bei der Verbandsversammlung geht es um den Zustand der beiden Brunnen. Auch die Folgen des Rohrleitungsbruches der Hauptleitung sind ein Thema.

Bei der Verbandsversammlung des Wasserzweckverbands Halsbachgruppe, der die Stadt Schrobenhausen und der Markt Kühbach angehören, berichtete der Verbandsvorsitzende Hans Lotterschmid von der Videobefahrung der beiden Brunnen und der anschließenden Schruppreinigung von Brunnen 2. Während der Arbeiten erfolgte die Versorgung mit Trinkwasser circa zwei Wochen lang über den Notverbund mit der Magnusgruppe.

Über die Arbeiten und den Zustand beider Brunnen berichtete Ulrich Kwasnitschka vom Ingenieurobüro InGeo bei der Verbandsversammlung Folgendes: Bei der Videobefahrung stellte sich heraus, dass Brunnen 1 (Tiefbrunnen) in einem guten Zustand sei, obwohl er schon vor mehr als 50 Jahren gebohrt worden war. Das Filterrohr sei aus Stahl mit Gummibeschichtung und noch in Ordnung. Die Gefahr bestehe, dass sich mit den Jahren die Beschichtung löse und das Rohr zu rosten beginne. Dann müsse gehandelt werden. Um nicht davon überrascht zu werden, empfahl er, den Brunnen, wie jetzt geschehen, alle fünf bis sieben Jahre mit einer Videokamera zu untersuchen.

Wahrscheinlicher Grund für nachlassende Leistung entdeckt

Bei Brunnen 2 (Flachbrunnen) wurde festgestellt, dass er sehr stark verockert sei. Das könne als Grund für die nachlassende Leistung gesehen werden. Der Brunnen sei mit einem Edelstahlrohr ausgebaut und könne nicht chemisch gereinigt werden. Deshalb wurde mit der Firma Joanni vereinbart, eine Schruppreinigung - die einzige Möglichkeit bei einem Edelstahlrohr - unmittelbar durchzuführen. Es sei davon auszugehen, dass sich die Verockerung wegen des hohen Eisen- und Mangangehalts des Wassers wiederhole und in spätestens fünf Jahren wieder eine Schruppreinigung erforderlich sei.

In Absprache mit Kwasnitschka wurden anschließend beide Brunnenpumpen erneuert. Sie wurden von der Firma APA in Augsburg geliefert. Die Pumpe von Brunnen 1 war seit mindestens 15 Jahren in Betrieb, die Pumpe von Brunnen 2 war so stark verockert, dass sie nicht mehr ihren Dienst erfüllen konnte. Durch die Maßnahmen entstanden Kosten in Höhe von circa 30.000 Euro. Beide Brunnen funktionieren jetzt wieder einwandfrei und garantieren eine gesicherte Versorgung.

Keine Gebührenerhöhungen, aber Satzungsänderungen

Außerdem berieten die Anwesenden über den Bericht der überörtlichen Rechnungsprüfung für die Jahre 2014 bis 2018 durch den Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband (BKPV) und fassten erforderliche Beschlüsse. Im Juni 2019 hatte der BKPV die Jahresabschlüsse 2014 bis 2018 und die Kassen geprüft. Zusammenfassend wurde eine geordnete Kassenwirtschaft und Haushaltslage festgestellt.

Prüfungsfeststellungen wurden in erster Linie bezüglich der Satzungen, der Anlagenachweise und der Gebührenkalkulation getroffen. Die Satzungen mussten auf einen aktuellen Stand gebracht und der aktuellen Rechtsprechung angepasst werden. Die Verbandsversammlung beschloss deshalb die Verbandssatzung, die Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabesatzung sowie die Kostensatzung mit Wirkung zum 1. Januar 2021 neu. Die Satzungsänderungen führen nicht zu Gebührenerhöhungen. Ebenso wurde auf Anregung des Prüfungsberichts eine Dienstanweisung für das Finanz- und Kassenwesen beschlossen. Die neuen und geänderten Satzungen sind ab Mitte Januar 2021 auf der Internetseite der Halsbachgruppe unter www.halsbachgruppe.de einzusehen.

Rohrbruch an Hauptversorgungsleitung sorgt für erhebliche Kosten

Lotterschmid informierte die Verbandsräte über einen Rohrbruch am 29. Oktober in der Hauptversorgungsleitung von Halsbach nach Unterbernbach, direkt am Moosgraben. Über den Notverbund der Magnusgruppe wurde Unterbernbach bis 5. November mit Wasser versorgt. Der Rohrbruch wurde von der Firma Peter Knauer und Firma Hofberger behoben.

Für die Notverbundleitung der Magnusgruppe von Radersdorf nach Unterbernbach wurde auf Höhe der Einfahrt zur Firma Pfeifer ein zusätzlicher Hydrant zum Spülen der Leitung und eine Wasseruhr zur Feststellung der Wassermenge bei Inanspruchnahme des Notverbundes eingebaut. Die Kosten belaufen sich auf circa 10.000 Euro. Es wurde eine Kostenaufteilung von zwei Dritteln für die Halsbachgruppe und einem Drittel für die Magnusgruppe vereinbart.

Zählerablesung voraussichtlich auch künftig mit Hilfe von Ablesekarten

Die bisher von den Wasserwarten vorgenommene Zählerablesung am Jahresende wurde, um unnötige Kontakte in Corona-Zeiten zu vermeiden, mittels Zählerablesekarten vorgenommen. Diese Art der Ablesung soll voraussichtlich auch in Zukunft beibehalten werden, da sie sich bewährt hat.

Im nicht öffentlichen Teil der Verbandsversammlung wurden Aufträge zur Erneuerung der Pumpe für die Drucksteigerung in Öd und den Einbau einer Frequenzregelung für die Förderpumpen vom Saug- zum Hochbehälter erteilt. Beide Aufträge wurden an die Firma APA in Augsburg vergeben.

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