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Bilanz

16.05.2019

Heimatverein gibt Geschichtsblattl heraus

Ludolf Karletshofer stellte den Mitgliedern des Heimatvereins Inchenhofen das geplante Leahada Geschichtsblattl vor.
Bild: Brigitte Reißner

Damit altes Brauchtum und Wissen nicht verloren gehen, erscheint in Inchenhofen künftig mehrmals im Jahr ein Blatt für alle. Jüngere und neue Inchenhofener sollen so ihre Heimat besser kennenlernen. Jeder kann Beiträge liefern

Unter dem Motto „Bewährtes fortführen und Neues angehen“ stand die Jahreshauptversammlung des Heimatvereins St. Leonhard in Inchenhofen. Dabei stellte Ludolf Karletshofer ein neues Angebot vor: das Leahada Geschichtsblattl.

Vorsitzende Sylvia Märdauer betonte eingangs, traditionelle Angebote wie das Kräuterbüschelbinden, Johannisfeuer, Aufziehen der Zachäusfahne oder die Tracht beim Leonhardiritt sei nur durch die tatkräftige Unterstützung einer breiten Bevölkerung möglich.

Anhand von Fotos berichtete Schriftführerin Brigitte Reißner kurzweilig über die Aktivitäten des vergangenen Jahres. Höhepunkte waren das ausverkaufte Aufspuin beim Wirt, das Festwochenende mit Johannisfeuer und die erfolgreiche Premiere des Leahada Oktoberfestes. Lebhafte Eindrücke vom zweitägigen Vereinsausflug an den Bodensee und ins Allgäu gab ein kurzer Film. Heuer geht es im September in den Steigerwald, nach Würzburg und Veitshöchheim.

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Eine ausgeglichene Einnahmen-Ausgaben-Bilanz konnte Schatzmeisterin Jutta Märdauer vorweisen, vor allem dank Sachspenden der Mitglieder. Alleine durch den Verkauf von Schmalzgebäck beim Aufziehen der neu geweihten Zachäusfahne kamen über 500 Euro zusammen.

Zweiter Vorsitzender Ludolf Karletshofer stellte das Leahada Geschichtsblattl vor. In der heutigen Zeit ginge ein großes Stück Brauchtum und Wissen verloren. Kaum jemand erinnere sich noch an den Brauch der Kirchenwacht, an das erste Auto oder den ersten Traktor im Ort. Hier möchte der Heimatverein ansetzen. Er will dieses Wissen für spätere Generationen sammeln und dokumentieren.

Geplant ist, einzelne Geschichten aufzubereiten und in Form eines A4-Blatts an alle Mitbürger zu verteilen. Kurze Erläuterungen zur Herkunft von Flur- oder Hausnamen vervollständigen die Beiträge. Durch vier bis sechs Ausgaben pro Jahr sollen jüngere und neue Einwohner ihre Heimat kennenlernen und Alteingesessene ihr Wissen teilen können.

Gesammelt werden Geschichten, Sagen und Anekdoten. Aber es werden auch Fotos und Filmaufnahmen an zentraler Stelle digital archiviert. Im Laufe des Jahres soll die erste Ausgabe erscheinen, zuvor finden Gespräche mit Dekan Stefan Gast, Bürgermeister Karl Metzger und möglichen Beteiligten statt. Themenvorschläge und konkretes Material (Texte, Fotos, Filme) werden bereits jetzt gerne angenommen. Wenn Texte und Filme kopiert oder Fotos gescannt sind, erhalten die Besitzer ihre Originaldokumente zurück.

Bürgermeister Metzger würdigte das Engagement des Heimatvereins für das Wohl der Gemeinde, zum Beispiel beim Ferienprogramm mit dem Erlebniszelten.

Bereits in wenigen Wochen veranstaltet der Heimatverein ein großes Festwochenende. Beim Johannisfeuer am 21. Juni und beim Grillfest am 23. Juni wird ein Familienprogramm mit Oldtimerbulldog-Fahrten, Hüpfburg und Kinderschminken angeboten. (AN)

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