1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Hightech und mehr: Das erwartet die Besucher auf der Wila

Aichach

05.04.2019

Hightech und mehr: Das erwartet die Besucher auf der Wila

WiLa Eröffnung Ausstellung Aichach Wila
2 Bilder
Für Kinder und Erwachsenen war am Stand der Sparkasse einiges geboten.
Bild: Erich Echter

Plus Aussteller zeigen Elektroautos und -fahrräder, informieren über Solarmodule und alternative Energiegewinnung. Ein Rundgang über die Aichacher Messe.

Akrobatisch sieht es aus, wie die beiden jungen Männer auf dem Metallgestell am Stand der Lechelektrizitätswerke (LEW) herumturnen. Ihr Auftritt steht symbolisch für das Überwinden von Hindernissen mit der eigenen Kraft. Im Zeichen von Energiewende und Klimawandel dreht sich auf der Wila, der Leistungsschau im Wittelsbacher Land, an diesem Wochenende vieles um die Themen Energie, Solartechnik und E-Mobilität.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Schon fest im Sattel sitzen bei der E-Mobilität Josef Lechenbauer und Heike Stürz aus Altomünster. Die beiden vertreiben in ihrem Laden bereits seit rund elf Jahren E-Bikes und haben sich in die Thematik gut eingearbeitet. Am Stand auf der Wila zeigen sie nur eine kleine Auswahl der vielen verschiedenen Modelle, die es inzwischen gibt. Längst sind es nicht mehr nur Senioren, die sich für E-Fahrräder interessieren. Das Alter der Kunden sei ab 25 Jahre aufwärts, sagt Stürz. Die einen würden sportive Modelle wählen, andere klassische City-Räder. Beratung sei wichtig, um das für sich passende Modell zu finden, betont Stürz und ergänzt:„Nur mal schnell im Hof eine Runde drehen oder die Straße rauf und runter fahren, hilft nicht.“

Das erwartet die Besucher auf der Aichacher Wila

Über Wärmepumpen können sich die Besucher am Stand der Kühbacher Firma Leitenstern informieren. „Energie aus der Natur“, ist der Slogan, mit dem die Firma für ihr Produkt wirbt. Geschäftsführer Mark Leitenstern geht es jedoch um mehr als den Verkauf der Wärmepumpen. Er möchte im Gespräch mit den Leuten den Fokus auf den Energiewandel legen und „ihnen die Augen öffnen“. Er sagt: „Wir haben nicht unendlich Zeit, wenn man sieht, was zum Beispiel an den Polkappen passiert.“ Deshalb kann er auch verstehen, dass Schulkinder freitags für eine andere Klimapolitik auf die Straße gehen. „Die Kinder machen das, weil wir es nicht hinkriegen.“

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Am Stand der Firma weiss-blau-gmbh aus Scheyern (Kreis Pfaffenhofen) unterhält sich ein Besucher mit Vertriebsleiter Hermann Thaler. „Wie viel Watt gewinnt man mit einer Fotovoltaikanlage?“, will er wissen. Das hänge von der Leistungsfähigkeit des Moduls ab, antwortet Thaler. Die Nachfrage nach Fotovoltaikanlagen sei groß, erzählt der Vertriebsleiter. Besonders nach Anlagen mit einem Speicher. Er muss Kunden sogar vertrösten, weil die Firma nicht genug Mitarbeiter hat, um alle Aufträge zeitnah ausführen zu können.

Mit erneuerbaren Energien beschäftigen sich die Mitarbeiter der Firma GP Joule aus Buttenwiesen bei Dillingen. Sie bietet regenerative Energieerzeugung aus Sonne, Wind und Biomasse an. Auch im Landkreis seien einige Projekte im Gespräch, sagt Dominik Pfeifer. Der Projektentwickler arbeitete bis vor etwa zwei Jahren bei der Fachstelle für Klimaschutz am Landratsamt. Der Eindruck, den seine Kollegin Christina George aus Gesprächen mit Besuchern zum Thema erneuerbare Energien gewonnen hat: „Die meisten sind interessiert und stehen dahinter, wissen aber nicht, wie sie den Klimawandel schaffen sollen.“

Der Aichi am Stand des Landkreises - das neue Maskottchen fühlte sich sichtlich wohl.
Bild: Erich Echter

Die Aichacher Wila überrascht mit Neuheiten

Überrascht vom großen Interesse an Elektroautos ist Michael Miller, Verkäufer im Nutzfahrzeugbereich bei Mercedes Praunsmändtl in Schrobenhausen. „Ich dachte, dass die Leute es eher kritisch sehen“, sagt er. Auf der Wila stellt die Firma einen E-Smart aus. Der werde künftig nur noch als Elektroauto gebaut, sagt Miller. Gerade für die Stadt sähen viele das als ideales Auto. Auf der Wila können sich Interessierte das Auto ansehen, Probefahrten sind nicht möglich.

Auch die LEW hat ein Elektroauto an ihrem Stand stehen. Die E-Mobilität ist ein Punkt im Angebotsspektrum des Energielieferanten. „Wir wollen uns als regenerativer Stromanbieter vorstellen“, erklärt Stefan Kindler, Energieberater bei der LEW, den Stand auf der Wila. Ein Solarpanel weist darauf hin, dass „man den Strom selber machen kann“. Hindernisse, die dem Energiewandel im Weg stehen, könne man überwinden, sagt Kindler. Das soll der Auftritt der Freerunner verdeutlichen, die aus eigener Kraft Hindernisse überwinden.

Lesen Sie den Artikel: Wila: Das Schaufenster der Region ist geöffnet und den Kommentar: Aichacher Wila: Eine Messe im Digital-Zeitalter

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren