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20.11.2019

Hörmann Reisen ist „klimapositiv“

Philipp Hörmann, Geschäftsführer von Hörmann Reisen, hat ein Klimasiegel als erster klimapositiver Busreiseveranstalter in Deutschland erhalten.
Foto: Silvio Wyszengrad

Busunternehmen kompensiert jetzt mehr CO

Durch die Kompensation für ausgestoßenes Kohlendioxid können Unternehmen klimaneutral werden. Das Rehlinger Busunternehmen Hörmann Reisen ist einen Schritt weiter gegangen. Geschäftsführer Philipp Hörmann ist laut einer Mitteilung mit dem Klima-Siegel als erster klimapositiver Busreiseveranstalter Deutschlands ausgezeichnet worden. Das bedeutet konkret: Für die vom Unternehmen bei Reisefahrten und durch den Betrieb ausgestoßenen Treibhausgas-Emissionen werden Plantagen in Südamerika aufgeforstet. Diese Bäume binden jetzt mehr Kohlendioxid (CO2) als Hörmann-Reisen freisetzt.

Hörmann arbeitet dabei mit der Nachhaltigkeitsberatungsgesellschaft Fokus Zukunft zusammen. „Das Klima-Siegel, das wir Hörmann-Reisen verleihen, erfüllt international gültige und vom Umweltbundesamt anerkannte Standards für die CO2-Kompensation“, sagt Peter Frieß, Geschäftsführer von Fokus Zukunft. Laut Geschäftsführer Philipp Hörmann entstehen den Gästen in Reisebussen durch die Klimakompensation keine Mehrkosten. Zusätzlich biete das Unternehmen den Kunden an, auch Flüge, Übernachtungen oder Kreuzfahrten direkt klimaneutral zu buchen.

Nach eigenen Angaben ist das Rehlinger Familienunternehmen der erste Busreiseveranstalter in Deutschland, der seit November nicht nur die Emissionen der gesamten Geschäftstätigkeit einschließlich aller Busfahrten durch den Kauf von Klimaschutzzertifikaten kompensiert, sondern darüber hinaus zusätzliche Zertifikate erworben hat. Mit einem Kohlendioxid-Ausstoß von 32 Gramm pro Personenkilometer schneiden Reisebusse in der Klimabilanz besser ab als die Beförderung durch Bahn, Autos oder Flugzeuge. Aber auch bei Busreisen entstehen Emissionen. Die Firma fördere deshalb freiwillig mit dem Partner Klimaschutzprojekte, um diesen CO2-Ausstoß auszugleichen. Das Geld fließt laut Mitteilung in die Aufforstung von Plantagen in Südamerika mit über 23 Millionen Bäumen auf einer Fläche von mehr als 21000 Hektar. Das ist mehr als doppelt so groß wie die Fläche der Stadt Aichach (9300 Hektar). Diese Plantagen speichern insgesamt jährlich über 127000 Tonnen Kohlendioxid aus der Atmosphäre. Hörmann Reisen produziert im Jahr rund 1700 Tonnen Kohlendioxid.

Hörmann Reisen sieht sich als Vorreiter: 2011 erhielt die Firma den „Blauen Engel“ für aktiven Umweltschutz. 2013 forstete das Unternehmen einen eigenen Klima-Wald auf 1,3 Hektar in Rehling auf und heuer wurde auf 2500 Quadratmetern eine Blumenwiese angesät. Auch die ständige Erneuerung der Busflotte sei ein Beweis für ökologisches Denken und Handeln. Philipp Hörmann sieht sich und sein Unternehmen in der Pflicht: Eine intakte Umwelt sei genauso Lebensqualität, wie auch Reisen. (AN)

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