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Kommunalwahl

23.07.2019

Hollenbacher Räte wollen an Einheitsliste festhalten

Franz Xaver Ziegler

Alle sind für eine Liste wie beim Urnengang 2014. Warum der Bürgermeister nicht für den Kreistag kandidiert

Die amtierenden Gemeinderäte in Hollenbach haben sich bei einem Treffen einstimmig dafür ausgesprochen, dass es bei der Kommunalwahl im März nächsten Jahres wieder eine Einheitsliste geben soll. Das teilte Bürgermeister Franz Xaver Ziegler gestern mit. Er kündigte gleichzeitig an, dass er selbst nur als Bürgermeister kandidiert und nicht für den Kreistag.

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Die Einheitsliste mit 28 Vorschlägen für 14 Sitze wurde bei der Kommunalwahl 2014 mit einer sehr großen Mehrheit auf einer Versammlung von Bürgern aus allen fünf Ortsteilen beschlossen. Zuvor bewarben sich Kandidaten auf zwei Listen (FWG/CSU und Bürgerwille 90) um die Mandate und eine Wahlperiode zuvor sogar noch auf insgesamt drei Listen (Aktive Bürger). Alle Gemeinderätinnen und Gemeinderäte seien der Meinung, dass die Einheitsliste die bestmögliche Entscheidung für die Entwicklung Hollenbachs sei, berichtet der Rathauschef über das Treffen. Die vergangenen Jahre seinen von sachorientierten Diskussionen geprägt gewesen und nicht von Fraktionszwängen, so Ziegler. Durch die unkomplizierte und an praktischen Lösungen orientierte Arbeitsweise hätten einige wichtige Projekte in der Gemeinde angestoßen und teilweise auch schon fertiggestellt werden können, ist der Bürgermeister überzeugt.

Ob es zusätzlich zu der Einheitsliste Bestrebungen für eine weitere Liste gebe, könne er nicht bewerten, bisher seien ihm aber keine diesbezüglichen Aktivitäten bekannt, teilt Ziegler weiter mit. Auch auf einen Gegenkandidaten bei der Bürgermeisterwahl deutet bislang nichts hin. Die CSU unterstützt Ziegler (Bürgerwille), der sich 2014 gegen den CSU-Kandidaten Thomas Mayer durchsetzte. Wie berichtet, wird das Amt in Hollenbach ab Mai 2020 nicht mehr ehrenamtlich, sondern hauptamtlich geführt.

Ziegler selbst will sich ganz auf die Aufgaben als Bürgermeister konzentrieren. Er sei von verschiedenen Seiten auf eine mögliche Kreistagskandidatur angesprochen worden und auch der CSU-Ortsverband Hollenbach würde ihn als Kandidaten unterstützen, so der Rathauschef. Er habe sich intensiv damit auseinandergesetzt und dagegen entschieden. Für Hollenbach müssten wichtige Projekte abgeschlossen werden wie Breitbandausbau, Baugebiete und Nahversorgung. Und weitere Aufgaben wie der Neubau des Bauhofes, die zukunftsfähige Ausrichtung der Kinderbetreuung, Nachverdichtung der Ortskerne und die hoffentlich bald startende Dorferneuerung in Hollenbach und Motzenhofen würden Zeit und Arbeitskraft binden. Er finde es sehr wichtig, dass möglichst viele Bürgermeister im Kreistag die Interessen der Gemeinden im Landkreis vertreten. Aber im Falle seiner Wiederwahl als Bürgermeister sei es für Hollenbach zum momentanen Zeitpunkt besser, wenn er seinen Schwerpunkt bei der Gemeinde setze, erklärt Ziegler. (cli, Foto: kabe)

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