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Insektensterben: Jeder hat es in der Hand

Kommentar Von Gerlinde Drexler
31.01.2019

Auch im Wittelsbacher Land gibt es unterschiedliche Standpunkte zum Volksbegehren. Eines aber ist wichtig

Was waren das noch für Zeiten, als im Winter am Futterhäuschen Hochbetrieb herrschte. Spatzen kamen in Scharen zur Futterquelle, Meisen pickten an den Knödeln, Grün- und Buntfinken mischten sich unter das flatternde Volk und gelegentlich tauchte sogar ein Dompfaffpärchen oder ein Kleiber auf. Inzwischen ist es am Futterhäuschen deutlich ruhiger geworden. Nur noch eine Handvoll Vögel stürmt es in schöner Regelmäßigkeit.

Das ist eine Entwicklung, die schleichend gekommen ist. Weil sich die Lebensräume der Tiere verändert haben oder sogar ganz verschwunden sind und vor allem, weil die Nahrungsgrundlage der Vögel, die Insekten immer weniger geworden sind. Weniger Futter bedeutet weniger Nachwuchs und als Folge eben weniger Vögel.

Ob sich die Schraube dieser Entwicklung so leicht wieder zurückdrehen lässt? Das Volksbegehren ist auf jeden Fall ein wichtiger Schritt, um das Thema ins Bewusstsein der Menschen zu bringen. Die Bauern müssen mithelfen, die Insekten zu retten. Doch wer nur mit dem Finger auf die Landwirte als Verursacher zeigt, macht es sich zu einfach. Denn jeder hat es mit seinem Verhalten selbst in der Hand, die Schraube ein kleines bisschen in die eine oder andere Richtung zu drehen.

Hier geht's zum Artikel "Meinungen im Wittelsbacher Land gehen auseinander"

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