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Kommentar

29.11.2019

Ja oder Nein zu Metzger in Inchenhofen

Thomas Federlin (links) und Saskia Posch übergaben Anfang November an Bürgermeister Karl Metzger 377 Unterschriften. Damit beantragten sie einen Bürgerentscheid über die Beibehaltung des ehrenamtlichen Bürgermeisters in Inchenhofen. Am 8. Dezember entscheiden nun die Inchenhofener.
Bild: Peter Posch (Archivbild)

Beim Bürgerentscheid in Inchenhofen geht es um die Frage, ob der nächste Bürgermeister ehrenamtlich ist. Es geht aber auch um die Zukunft von Karl Metzger.

Ein Bürgerentscheid klärt eine umstrittene Sachfrage in einer Kommune. Die steht auch auf dem Papier, wenn die Bürger aus Inchenhofen in gut einer Woche abstimmen, ob im Rathaus der Marktgemeinde ab Mai 2020 weiter ein ehrenamtlicher oder ein hauptamtlicher Bürgermeister arbeitet. Das ist per se eine Sachentscheidung, in Leahad in Wahrheit aber eine Persönlichkeitswahl. Im Kern geht es am zweiten Adventssonntag nämlich um die Person Karl Metzger und weniger darum, wie dieses Amt in den nächsten sechs Jahren ausgeübt werden soll.

Jetzt schon eine Vorentscheidung für die Bürgermeisterwahl

Mittelfristig läuft es in fast allen Gemeinden in der Größenordnung von Inchenhofen auf einen hauptberuflichen Bürgermeister hinaus. Für die nächsten sechs Jahre bietet sich aber mit Metzger ein Kandidat an, der günstig im Ehrenamt bezahlt wird, aber Vollzeit arbeitet. Aber darum geht es gar nicht vorrangig. Wer eigentlich für das Hauptamt ist, aber für Metzger, der wird beim Bürgerentscheid für das Ehrenamt stimmen. Wer sich generell weiter einen ehrenamtlichen Bürgermeister wünscht, aber nicht mehr Karl Metzger in diesem Amt sehen will, der wird sich für das Hauptamt entscheiden. Ergo: Das Bürgervotum ist noch keine Entscheidung, aber eine Vorentscheidung für die Bürgermeisterwahl im März 2020.

Hier geht's zum Artikel Soll Bürgermeister im Haupt- oder Ehrenamt arbeiten?

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