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Betreuung

15.05.2015

Jetzt sind die Bürger gefragt

Die Betreuung für Kinder im Vorschulalter wird in Obergriesbach doppelt Thema: Bei einer Infoveranstaltung und im Gemeinderat.

Obergriesbach präsentiert am Dienstagabend die Pläne zum Kinderhaus bei einer öffentlichen Infoveranstaltung. Heftige Diskussionen jetzt im Gemeinderat

Wie könnte das neue Haus für Kinder im Vorschulalter aussehen? Auskünfte zu dieser Frage erhalten die Bürger in der Gemeinde Obergriesbach am kommenden Dienstag, 19. Mai, ab 19.30 Uhr, bei einer Infoveranstaltung im Gemeinschaftshaus. Das Ingenieur-Büro Schrammel wird dabei die drei Varianten erläutern, die dem Gemeinderat vor zwei Wochen präsentiert wurden. Ehe dieses Gremium am Dienstag den Beschluss fällte, war es zu einer langen Debatte über das Projekt gekommen. Stefan Asam und Hans Greppmeier stimmten gegen die Veranstaltung wie vorgesehen, Johann Willer fehlte in der Sitzung.

14 Tage hatten die Mitglieder des Gemeinderats Zeit, sich intensiv Gedanken zu machen über die Vorschläge der Planer. Nun war eigentlich angedacht, die Fragen zu klären und damit einen großen Schritt weiter zu kommen. Doch in Wirklichkeit trat die Runde auf der Stelle. Echte Kritik an den drei vorgelegten Varianten wurde zwar nur vereinzelt laut. Dennoch erscheint es derzeit unwahrscheinlich, dass das Projekt entsprechend der aktuellen Pläne umgesetzt wird. Als entscheidendes Manko erwies sich in der langen Diskussion der Kostenfaktor. Insgesamt ist von rund drei Millionen Euro die Rede. Bereits zwei Wochen zuvor hatte Bürgermeister Josef Schwegler zu möglichen Zuschüssen klar gestellt: Verlässliche Aussagen sind von der Regierung von Schwaben erst dann zu erwarten, wenn ihr ein Bauplan vorliegt. Gleichwohl wurden auch am Dienstag wiederholt Fragen in diese Richtung formuliert. Eine konkrete Antwort darauf gab es nicht.

Als einer der Ersten erinnerte Gerhard Kinzel an einen Gemeinderatsbeschluss, demzufolge die Fläche für die Kinder 650 Quadratmeter nicht übersteigen dürfe. „Es sind eindeutige Beschlüsse gefasst worden“, pflichtete ihm Stefan Asam bei. Im Obergeschoss ist ein großer Raum vorgesehen, der nicht allein vom Kindergarten genutzt werden könnte. Daran gab es teils heftige Kritik. Könnte dieser Saal im Erdgeschoss eingeplant werden? Darauf war von den Planern zu hören: „Die Freiflächen sind nicht üppig bemessen. Wenn wir alles ins Erdgeschoss drücken, wird’s eng.“ Lorenz Mahl sprach die Finanzen an: „Wir haben ein Problem mit den 2,6 Millionen.“ Nimmt man alle Kosten dazu, wird dieser Betrag wohl noch ansteigen. Ähnlich äußerte sich auch Hans Greppmeier, der von einer Belastung in Höhe von 3,2 Millionen Euro sprach: „Da bin ich nicht mehr dabei.“ Seiner Ansicht nach müssen die Flächen reduziert werden, die man nicht zwingend braucht. Hans Schrammel, Seniorchef des Büros, erklärte: „Wir haben eine neue Aufgabenstellung erfahren. Wir werden eine Lösung finden, wir haben schon was im Kopf. Ich bin gar nicht überrascht, beleidigt bin ich überhaupt nicht.“ Sein Kollege Martin Geck ergänzte: „Man muss schauen, an welchen Stellschrauben man drehen kann.“ Josef Schwegler war der Hinweis wichtig, dass eine mögliche Erweiterung im Auge behalten werden soll. Für die Krippe, die 15 Kindern Platz bieten wird, liegen bereits 14 Anmeldungen vor. Vehement machte sich Tassilo Drobek dafür stark, dass vom Büro bis kommenden Dienstag nicht auf die Schnelle ein weiterer Vorschlag erarbeitet werden sollte.

Jürgen Hörmann war darauf bedacht, Ruhe in die Debatte zu bringen: „Wir geben Geld aus für die Kinder, da haben wir nicht Angst um die Kosten. Wir sind eine Gemeinde, die sich das durchaus leisten kann, einen schönen und attraktiven Kindergarten zu bauen.“ Peter Liebl fragte seine Kollegen: „Mit wie viel Geld hat jeder gerechnet, mit einer Million?“

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