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Soziales

29.12.2017

Junger Mutter fehlt Geld für Brennholz

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3 Bilder
Für den Winter ist das Brennholz ausgegangen. Eine Mutter kann sich den Kauf nicht leisten.
Bild: Symbolfoto: Wolfgang Widemann

In 13 Fällen hat die Kartei der Not im Jahr 2017 im Norden des Wittelsbacher Lands unverschuldet in Not geratenen Menschen geholfen. Möglich machen das die vielen Spender.

Die alleinerziehende Mutter von zwei kleinen Kindern ist auf sich alleingestellt. Die junge Frau sorgt liebevoll für die beiden vier und sieben Jahre alten Kinder. Ihren Teilzeitjob musste sie nach der Trennung vom Vater aufgeben, da der vierjährige Sohn krank wurde. Die körperliche Entwicklung des Jungen ist nicht altersgemäß und er braucht spezielle Förderung. Dazu sind viele Fahrten zu Ärzte und Therapeuten nötig. Das knappe monatliche Einkommen reicht gerade so. Die zusätzlichen Gesundheitskosten sind für die alleinerziehende Mutter eine schwere Belastung. Für den Winter ist das Brennholz ausgegangen und die Mutter kann sich den Kauf nicht leisten. Die Kartei der Not unterstützte die junge Frau mit einer Beihilfe für das Brennholz. Mit einer Soforthilfe von 1000 Euro erfuhr auch eine 76-jährige Aindlingerin Unterstützung, bei der es gebrannt hatte (wir berichteten). Ihre Möbel waren alle unbrauchbar geworden.

Das sind zwei der insgesamt 13 Fälle, in denen die Kartei der Not im Jahr 2017 mit über 13700 Euro im Verbreitungsgebiet der Aichacher Nachrichten geholfen hat. Sieben Anträge kamen von Menschen mit einer Schwerbehinderung oder schlimmen Erkrankung. Gerade bei ihnen oder bei Alleinerziehenden ist das Geld meist so knapp, dass sie keine Rücklagen für Notfälle bilden können. Mit der finanziellen Unterstützung durch die Kartei der Not konnten sie dringend benötigte Einrichtungsgegenstände und Elektrogeräte kaufen oder Strom und Miete bezahlen. Unverschuldet in Not geraten – das kann schnell passieren. Meist sind es Familien mit Kindern, für die durch Krankheit, Unfall oder Verlust der Arbeit in eine Abwärtsspirale kommen. Über 50 Prozent aller Beihilfen an Alleinerziehende und Familien mit Kindern.

Möglich machen diese Hilfe die vielen Unterstützer, weiß Arnd Hansen, Geschäftsführer der Kartei der Not. „Aus dem Einzugsbereich der Aichacher Nachrichten erreichen unser Hilfswerk viele große und kleine Spenden“, sagt er. „Egal, um welchen Betrag es geht, wir sind sehr dankbar für diese Unterstützung. Damit können wir auch morgen Menschen in Not vor Ort wirksam helfen.“

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Seit mehr als 30 Jahren zum Beispiel widmet die Singrunde Todtenweis ihr Weihnachtskonzert dem Hilfswerk. Heuer darf sie sich zudem über den Erlös der Todtenweiser Dorfweihnacht freuen. Und dann gibt es da die vielen Privatpersonen wie Karl Klein. Der Affinger hatte nach einem lebensbedrohlichen Schlaganfall beschlossen, seinen 79. Geburtstag so zu feiern, als wäre es der 80. „Ich war so dankbar, dass ich diesen Geburtstag feiern konnte, dass ich auch was für andere tun wollte“, sagte er. Deshalb bat er seine Gäste, ihm nichts zu schenken, sondern für die Kartei der Not zu spenden: Stolze 1800 Euro kamen dabei zusammen.

Albert Greis aus dem Aindlinger Ortsteil Hausen trennte sich von fünf seiner individuell gestalteten Holznikoläusen, die AN versteigerten sie. 727 Euro kamen zusammen. Ebenfalls aus Hausen stammt Reingard Meier. Die Keramik-Künstlerin verkaufte gut 250 ihrer Vasen, Teller und Gefäße zugunsten der Kartei der Not.

Helfen kann man dem Hilfswerk auch mit einem Besuch im Kartoffelhäuschen der Familie Grabler im Affinger Ortsteil Aulzhausen: Dort gibt es neben Erdäpfeln und anderem auch die hölzernen Friedenshäuschen von Monika und Werner Mayer aus Augsburg: neben denen mit dem Bild von Maria Knotenlöserin gibt es mittlerweile auch Motive mit den Kirchen der Affinger Ortsteile.

Zu den treuen Unterstützern zählt auch die Sparkasse Aichach-Schrobenhausen. 1500 Euro spendete sie. Die Sparkasse unterstützt auch das Aichacher Neujahrskonzert, das alljährlich Günter Schulzke organisiert und das von Anfang an im Dienst der Kartei der Not steht. Mit Stargast Gunther Emmerlich verzeichnete die 13. Auflage einen Rekordbesuch von 415 Zuhörern und einen Erlös von 4000 Euro. Insgesamt kamen so schon 44000 Euro für das gute Werk zusammen. Dieses Engagement setzt sich 2018 fort: Beim 14. Neujahrskonzert am Mittwoch, 3. Januar, um 19 Uhr im Pfarrzentrum wird neben bekannten Sängern der Stimmenimitator und Parodist Jörg Hammerschmidt die Besucher unterhalten.

Vorverkauf Karten für das Neujahrskonzert gibt es im Info-Büro der Stadt Aichach, Telefon 08251/902-0.

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