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Aichach-Friedberg

27.05.2020

Keine Corona-Erkrankten mehr im Landkreis Aichach-Friedberg

Derzeit sind keine Corona-Erkrankten mehr im Landkreis Aichach-Friedberg.
Bild: Sebastian Gollnow, dpa (Symbolbild)

Fast drei Monate nach dem ersten Fall meldet das Landratsamt Aichach-Friedberg eine gute Nachricht: Derzeit gibt es keine Corona-Erkrankten mehr im Landkreis.

Vor fast drei Monaten am 4. März wurde der erste Corona-Infizierte im Landkreis Aichach-Friedberg gemeldet. Am gestrigen Dienstag lag die Zahl der an Covid-19 Erkrankten bei Null. Am Donnerstag berichtete das Landratsamt noch von 13 Erkrankten und am Montag nur noch von sieben Betroffenen.

Aichach-Friedberg: Keine Neuinfektionen mehr seit elf Tagen

Seit Beginn der Pandemie wurden 302 Neuinfektionen gemeldet, seit elf Tagen sind keine neuen Fälle mehr aufgetaucht. Die sogenannte „7-Tage-Inzidenz“, das heißt die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner für den Landkreis liegt damit auch bei Null.

 

Bereits gesund sind jetzt 282 Personen, verstorben sind seit Anfang April 20 (darunter 17 Bewohner des Aichacher AWO-Heims). Als enge Kontaktpersonen von Erkrankten sind derzeit noch vier Menschen aus dem Landkreis in Quarantäne. In der Klinik in Aichach werden zwei Covid-19 Patienten behandelt, beide beatmet. (cli)

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27.05.2020

Schön, zu wissen, dass wir in einem Landkreis leben, der WEGEN des Lockdowns nun offiziell Coronafrei ist.
Auf die Frage "war es das wert?" von mit ein klares "ja!".

Es zeugt nicht von großer Wissenschaft, wenn man mit den im Artikel genannten Zahlen die Frage beantworten möchte, ob der Lockdown nötig war. Für solcherlei Rechnungen empfehle ich eher die Zahlen aus Bergamo im März diesen Jahres.

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27.05.2020

Machen wir mal eine Rechnung auf:
Einwohner Aichach-Friedberg: 133.596 (2019, Eurostat)
Bestätigte Fälle: 302 (= 0,23 %)
Verstorbene: 20 (bezogen auf Fälle 6,62% Todesrate; bezogen auf Gesamtbevölkerung AIC 0,015 %)

Davon 17 alte Menschen die wahrscheinlich eh die nächsten Jahre verstorben wären (ich weiß es ist böse sowas zu sagen)

Der wirtschaftliche Schaden dieses völlig unverhältnismäßigen Lockdowns: unbezifferbar aber wohl hoch
Der gesellschaftliche Schaden (Einschränkung der Grundrechte, Traumatisierung von Schulkindern etc.): noch nicht absehbar!

Und die Frage an alle von uns: WAR ES DAS WERT?



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27.05.2020

Ja das war es wert!
Fall 1: Der Staat ergreift keinerlei Maßnahmen. -> Die Fallzahlen steigen. -> Wütende Bürger beschweren sich, wieso man nichts unternommen hat.
Fall 2: Der Staat ergreift keinerlei Maßnahmen. -> Die Fallzahlen steigen nicht weiter. -> Schönes Szenario, dass sich jeder wünscht.
Fall 3: Der Staat ergreift Maßnahmen. -> Die Fallzahlen steigen nicht weiter. -> Es entsteht der Eindruck, dass alles gar kein Problem gewesen ist. Dabei haben die Maßnahmen dazu geführt, dass die Fallzahlen nicht dramatisch gestiegen sind. -> Wütende Bürger beschweren sich, dass die Maßnahmen unverhältnismäßig waren.
Fall 4: Der Staat ergreift Maßnahmen. -> Die Fallzahlen steigen trotzdem. -> Wütende Bürger beschweren sich, dass die Maßnahmen nicht hart genug waren.

In 3 von 4 Szenarien kann der Staat machen was er will, es ist immer jemand unzufrieden. Und das Szenario 2 in dem sich alles in Wohlgefallen auflöst wäre wie gesagt schön, aber ein zu hohes Risiko darauf zu setzen.

Den wirtschaftlichen Schaden haben wir, keine Frage. Aber bitte, das mit dem gesellschaftlichen Schaden ist doch lächerlich. Es gab viele Einschränkung von Grundrechten, aber das ganze war bis jetzt problemlos zu überstehen. Wer einen psychischen Schaden davon trägt, weil man 2 Monate lang nicht zum Frisör durfte, hat vielleicht ohnehin andere Probleme. Und von einer Traumatisierung von Schulkindern zu sprechen ist maßlos übertrieben. Ich kenne auch nur eine Stichprobe von Schulkindern, für die war das zwar keine leichte Zeit, aber traumatisiert ist keines davon.

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27.05.2020

Natürlich war es das wert.

Sie wissen nicht was geschehen wäre ohne Lockdown.
Bekannt dürfte allerdings sein, dass durch die vorangegangen Starkbierfeste und wohl auch durch Wahlveranstaltungen in Bayern das Coranavirus leichtes Spiel hatte. Immerhin gibt es in Bayern mit Abstand die höchste Anzahl von Corona Infizierten je 100.000 Einwohner.
Auf negativ Beispiele braucht man nicht hinweisen, die gibt es leider mehr als genug. Aus meiner Sicht hätte der Lockdown früher beginnen müssen, denn vermutlich würden dann einige Corona-Verstorbene noch leben.

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