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Finanzen

16.06.2020

Kindergartenmobil für die, die es brauchen

Pöttmeser Haupt- und Finanzausschuss schränkt noch weitere freiwillige Leistung ein

Mit seinem Kindergartenmobil holt und bringt die Marktgemeinde Pöttmes seit vielen Jahren die Kinder aus allen Ortsteilen zu den Kindergärten. Dieser freiwillige Service wird ab dem nächsten Kindergartenjahr eingeschränkt und die Gebühren erhöht, beschloss der Haupt- und Finanzausschuss des Marktgemeinderats in seiner jüngsten Sitzung, berichtet Verwaltungsleiter Stefan Hummel auf Nachfrage.

Das Kindergartenmobil befördert laut Hummel derzeit etwa 40 Kinder. Weil das Mobil die dafür nötigen fünf Touren nicht allein schafft, sind zwei Touren an Busunternehmen vergeben worden, was sich bei den Kosten bemerkbar macht. Die Eltern zahlen eine Gebühr, die aber nicht die Kosten deckt. Von September bis April kamen laut Hummel auf Einnahmen von 6500 Euro Ausgaben in Höhe von 31000 Euro – ein Defizit von knapp 25000 Euro. Im Ausschuss ging es angesichts der knappen Finanzen jetzt um die Frage, wie es weitergehen soll.

Der Ausschuss war sich laut Hummel einig, dass das Kindergartenmobil als soziale Leistung weitergeführt werden soll. Allerdings sollen die Eltern nachweisen, dass sie einen Platz im Mobil brauchen, zum Beispiel wegen ihrer Arbeitszeiten oder weil es nur ein Auto in der Familie gibt. Ziel ist, dass die Touren wieder allein vom Kindergartenmobil bewältigt werden können. Gelten soll das ab dem nächsten Kindergartenjahr, das im September beginnt. Gleichzeitig werden die Gebühren erhöht: für die einfache Fahrt von 20 auf 30 Euro im Monat, für Hin- und Rückfahrt von 40 auf 60 Euro. Das beschloss der Ausschuss mit 7:1 Stimmen. Dagegen stimmte Alwin Wagner (CWG).

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Eingeschränkt wird ab Juli auch die Rattenbekämpfung als freiwillige Leistung, so Hummel. Verpflichtet ist die Gemeinde dazu nur in der Kanalisation und an sogenannten „Hotspots“, wenn, so Hummel, die öffentliche Reinheit gefährdet ist. Die bisher freiwillig geleistete Rattenbekämpfung auf Privatgrund kostet 14000 bis 15000 Euro im Jahr. Die Bürger sollen Befall weiter melden, dann wird geprüft, ob Handlungsbedarf besteht. Außerdem soll im nächsten Amtsblatt eine Information veröffentlicht werden, wie man Rattenbefall vermeiden kann.

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Pöttmes werden die Fahrer knapp. Um zu vermeiden, dass ein Fahrzeug deshalb nicht ausrücken kann, finanziert die Gemeinde zwei Feuerwehrleuten im Jahr 2021 den nötigen Führerschein. Außerdem hat der Ausschuss Anschaffungen für die Feuerwehr für rund 2500 Euro beschlossen, zum Beispiel Kleidung für die Jugendfeuerwehr für rund 1100 Euro, Schläuche und diverse andere Dinge. (bac)

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