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Aichach

06.04.2021

Kirchenschmiererei in Aichach an Ostern: Wer sind die Täter?

Die Aichacher Stadtpfarrkirche wurde in der Nacht auf Ostersonntag mit kirchenkritischen Äußerungen besprüht.
Foto: Erich Echter

Plus Die Polizei sucht nach den Tätern, die die Aichacher Stadtpfarrkirche mit Schriftzügen besprüht haben. Auch die Pfarreiengemeinschaft bittet um Hinweise.

Die Aichacher Polizei hat noch keine Hinweise auf den oder die Täter, die die Wand der Stadtpfarrkirche in Aichach am Osterwochenende besprüht haben. Sprüche wie "Heuchlerkirche = Kinderschänder" oder "Lüge + Verleugnung = Kirche" waren zum Entsetzen der Gottesdienstbesucher am Ostersonntag dort zu lesen. Die Pfarreiengemeinschaft Aichach gibt sich dennoch zuversichtlich, die Verursacher ausfindig zu machen.

Wie Peter Löffler, Sprecher der Aichacher Polizei, am Dienstag auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte, gingen bislang keine Hinweise auf den oder die Täter ein. Der Mesner hatte die roten Schriftzüge am Sonntagmorgen entdeckt. Während Stadtpfarrer Herbert Gugler am Wochenende von mehreren hundert Euro Schaden sprach, wollte sich Löffler auf keine Summe festlegen.

Pfarreiengemeinschaft Aichach bittet um Hinweise auf Täter

Die Pfarreiengemeinschaft bittet auf ihrem Facebook-Auftritt darum, der Polizei Beobachtungen zu melden. Mittlerweile gebe es "interessante Zeugenaussagen", heißt es dort. Und weiter: "Wir werden auch weiter mit unseren modernen Mitteln recherchieren." Wie berichtet, hat Gugler angekündigt, die Kamera auswerten zu lassen, die im Innenraum der Kirche angebracht ist, um kirchliche Feiern zu übertragen. Auf Facebook schreibt die Pfarreiengemeinschaft: "Wir sind optimistisch."

Im Gegensatz zu den Schmierereien an der Stadtpfarrkirche wird die Polizei laut Löffler keine Ermittlungen zu den bunten Kreidesprüchen einleiten, die am Ostersonntag auf mehreren Aichacher Straßen und Kreuzungen zu sehen waren. In fröhlichen Farben und zum Teil aufwendig gestaltet, hatten Unbekannte auf diese Weise die christliche Osterbotschaft in die Stadt getragen. "Jesus lebt" oder "Christus ist auferstanden" war beispielsweise zu lesen.

Bunte Osterbotschaften mit Kreide auf Aichachs Straßen

Schon im vergangenen Jahr hatte es an Ostern bundesweit derlei Aktionen gegeben, um im ersten Corona-Lockdown die Auferstehungsbotschaft zu verbreiten. Im Gegensatz zu heuer waren damals gar keine Besucher in den Ostergottesdiensten zugelassen. Wie im vergangenen hatten auch in diesem Jahr bundesweit zahlreiche Pfarreien und Bistümer Kinder und Erwachsene dazu aufgerufen, mit den Kreidesprüchen ein Zeichen des Glaubens und der Hoffnung zu setzen.

Löffler zu den Schriftzügen auf den Aichacher Straßen: "Es handelt sich um keine hetzerischen Texte." Ebenso wenig um Sachbeschädigung, da die Botschaften mit Kreide auf dem Asphalt aufgetragen worden waren und schnell wieder verblassten oder vom Regen weggewaschen wurden. Ähnliche Kreideschriftzüge waren am Osterwochenende auch auf den Straßen anderer Städte, wie beispielsweise München, zu sehen. (mit ull, ech)

Lesen Sie dazu den Kommentar Schmierereien in Aichach: Feiger Anschlag auf die Kirche

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