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22.01.2020

Kläranlage ist im Sommer fertig

Inchenhofen und Kühbach zahlen heuer 1,5 Millionen Euro

Deutlich größer als im vergangenen Jahr ist der Haushalt des Kläranlagenzweckverbandes Paartal. Das liegt daran, dass die Inbetriebnahme der neuen Kläranlage, die die Gemeinden Kühbach und Inchenhofen gemeinsam betreiben, für Mitte des Jahres geplant ist. In der Sitzung des Zweckverbandes am Montag erklärte Vorsitzender Johann Lotterschmid, warum die Gemeinden eine Investitionskostenumlage zahlen müssen.

Bisher schlugen die Kosten für den Neubau der Verbandskläranlage im Haushalt der Kommunen nicht voll auf. Der Grund: Planung und Abwicklung der acht Millionen Euro teuren Anlage wurden über die Firma Bayerngrund in München abgewickelt. Der Vertrag über eine Summe von sechs Millionen Euro läuft im Juni aus. Der Vorsitzende erklärte die Diskrepanz zwischen Vertragssumme und tatsächlichen Kosten: „Die Summe war festgelegt worden, als noch nicht klar war, was bei den Ausschreibungen rauskommt.“ Eine Aufstockung war nicht möglich. Bis Ende vergangenen Jahres waren von der Vertragssumme rund 3,9 Millionen Euro ausgeschöpft worden. Baukosten von gut zwei Millionen Euro können also über die Bayerngrund finanziert werden. Von der Differenz zu den Kosten muss der Verband heuer 1,5 Millionen Euro bezahlen, 500000 Euro werden 2021 fällig.

Konkret heißt das, dass Kämmerer Stefan Mayer im Haushalt des Zweckverbandes eine Investitionskostenumlage in Höhe von 1,5 Millionen Euro vorgesehen hat. Entsprechend der Einwohnergleichwerte entfallen auf den Markt Kühbach davon rund 838000 Euro (5580 Einwohnergleichwerte), auf Inchenhofen 661000 Euro (4400 Einwohnergleichwerte), die beide Gemeinden heuer in ihrem Haushalt einplanen müssen. Das entspricht einer Umlage von 150,30 Euro pro Einwohnergleichwert. Einzige Einnahmequelle des Zweckverbandes ist die Betriebskostenumlage. In ihr sind unter anderem die Stromkosten, Kosten für die Bewirtschaftung der Anlage oder die Abwasserabgaben enthalten. Nachdem die Kläranlage heuer erst in Betrieb gehe, seien diese Kosten schwer festzulegen, so der Vorsitzende. Kämmerer Mayer orientierte sich dabei an den Kosten der alten Kläranlage. Von den Betriebskosten in Höhe von rund 211900 Euro werden rund 118000 Euro auf den Markt Kühbach und 93000 Euro auf Inchenhofen umgelegt. Pro Einwohnergleichwert sind das 21,23 Euro.

Erste Abschlagszahlungen auf das Abwicklungskonto bei Bayerngrund haben die Verbandsmitglieder schon geleistet. Im kommenden Jahr muss laut Lotterschmid das Konto ausgeglichen werden. Finanziert wird die Rückzahlung über die Ergänzungsbeiträge, die die Kommunen festgelegt haben. In Kühbach werden die Kosten von gut fünf Millionen über Ergänzungsbeiträge abgerechnet. Die Inchenhofener legen die gut drei Millionen Euro für den Neubau auf die Bürger um und verrechnen die Kosten des Umbaus der jetzigen Kläranlage mit den Gebühren. (drx)

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