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Autofreier Stadtplatz bleibt ein Zankapfel

Kommentar Von Claudia Bammer
15.09.2021

Die SPD kämpft nach wie vor für eine probeweise Sperrung eines Teils des Aichacher Stadtplatzes. Allein mit sachlichen Gründen ist die Ablehnung nicht zu erklären.

Der Aichacher Stadtplatz ohne Autos: Wie das aussehen kann, das war während des ersten Lockdowns in der Corona-Pandemie zu sehen. Leer und verlassen wie sonst nur am frühen Sonntagmorgen lag der Stadtplatz auch wochentags da. Wie ein autofreier Stadtplatz noch aussehen kann, ist bei Veranstaltungen wie dem Stadtfest zu erleben. Bei der probeweisen Sperrung des Oberen Stadtplatzes, die die SPD im Stadtrat anstrebt, wäre die Realität wohl irgendwo dazwischen.

Klar ist, es kann nicht jedes Wochenende ein Stadtfest geben, um für Leben in der Innenstadt zu sorgen. Mit Aktionen wie dem Musiksommer oder der Kunstaktion „StadtKunst BauSteine“ lockt die Stadt allerdings immer wieder die Menschen in Aichachs gute Stube.

Arbeitsgruppe könnte die gewünschten Antworten liefern

Dass der Versuch, den Oberen Stadtplatz zeitweise zu sperren, im Stadtrat auf so großen Widerstand stößt, ist allein mit sachlichen Gründen nicht zu erklären. Warum sprechen Busse, die wochentags am Stadtplatz halten, gegen die Sperrung am Wochenende? Wie soll ein Konzept für den Probebetrieb vorliegen, wenn gegen die Arbeitsgruppe, die es erarbeiten soll, gestimmt wird? Helfen würde vermutlich eine neue Formulierung des Antrags, die nicht gleich ein Ja zu der Sperrung umfasst. Dann wäre eine Arbeitsgruppe wohl für eine Mehrheit im Stadtrat akzeptabel. Dann gäbe es auch endlich konkrete Antworten auf die offenen Fragen, die die Kritiker beanstanden.

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