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Baar

13.01.2020

Kommunalwahl: Reiter als Bürgermeisterkandidat nominiert

Sie kandidieren für die Unabhängige Liste Baar (ULB): (hinten von links) Werner Wörle (Gemeinderat), Martin Weißenburger, Dr. Stefan Pfosser, Florian Beutlrock (Gemeinderat), Sebastian Götz, Florian Guckert, Franz Limmer, Florian Mertl (Gemeinderat), Manuel Krawietz, Jens Freitag, Norbert Reiter (Gemeinderat), Josef Reiter jun. (Bürgermeisterkandidat), (vorne von links) Corinna Rechner, Sabrina Schmidt, Grit Wenzel, Johanna Ruisinger (Gemeinderat), Andrea Winter, Dieter Zach (Gemeinderat). Sabine Bohr ist nicht im Bild zu sehen; sie konnte bei der Nominierungsveranstaltung nicht dabei sein.
Bild: Stefanie Brand

Plus Die Unabhängige Liste Baar (ULB) stellt 19 Bewerber für den Gemeinderat vor. Welche amtierenden Ratsmitglieder darunter sind.

Einen Bürgermeisterkandidaten und ihre Gemeinderatskandidaten für die Kommunalwahl im März hat die Unabhängige Liste Baar e. V. (ULB) am Sonntagabend im Gasthof Bartlmä in Oberbaar nominiert. Unter den etwa 70 Interessenten befanden sich 47 Wahlberechtigte. Durch die Versammlung führte die Vorsitzende der ULB, Johanna Ruisinger. Um 21 Uhr abends stand fest: Josef Reiter junior geht für die ULB als Bürgermeisterkandidat ins Rennen. Er erhielt 46 von 47 Stimmen.

Baar: 18 weitere Kandidaten stellen sich der Wahl zum Gemeinderat

18 weitere Kandidaten stellen sich der Wahl zum Gemeinderat, darunter sind sechs amtierende Gemeinderatsmitglieder. Für Johanna Ruisinger ergänzen sich ihr Beruf als Juristin und die Arbeit im Gemeinderat sehr gut. Zudem habe Baar „einiges an Entwicklungspotenzial“, erklärte die amtierende Zweite Bürgermeisterin.

Dieter Zach, der seit zwölf Jahren im Gemeinderat sitzt, erklärte, er bringe reichlich Erfahrung mit sein, sei direkt und nur wenig diplomatisch. Zudem sprach er einen Punkt an, der wohl in vielen Köpfen umhergeisterte: Er verstehe nicht, in welchen „ewiggestrigen Köpfen“ die Idee entstanden sei, in diesem Jahr die Wahl über zwei Listen zu bestreiten. Rückblick: In den vergangen zwei Amtsperioden kam die Baarer Kommunalpolitik mit einer Einheitslisteaus. Zur Kommunalwahl 2020 gibt es die ULB-Liste als auch eine Liste der Wählergemeinschaft Baar (WGB) an, die bereits im November ihre Gemeinderatskandidaten nominiert und Roman Pekis als Bürgermeisterkandidaten vorgestellt hat.

Kommunalwahl: Reiter als Bürgermeisterkandidat nominiert

Florian Mertl, der seine erste Amtszeit im Gemeinderat bald abschließt, würde gerne weitere sechs Jahre mitwirken. Obgleich es nicht immer leicht gewesen sei, habe er viel lernen können, sagte er. Baar habe auch künftig viele weitere Themen zu bieten. Für Florian Beutlrock stehen beispielsweise die Vereine sowie die Themen Bildung und Ortsgeschichte an erster Stelle. Dem Realschullehrer, der in Murnau unterrichtet, schwebt eine engere Verknüpfung des Obst- und Gartenbauvereins mit der Schule vor. Mit dem Baarer Gemeindekalender, den Beutlrock alljährlich auflegt, unterstreicht er seine Liebe zur Ortsgeschichte. Werner Wörle legt seinen Fokus auf ein liebens- und lebenswertes Baar, in dem es passende Angebote für alle Altersgruppen gibt. Auch Norbert Reiter erklärte, er wolle gerne weiter mitmischen und mit seiner Erfahrung seinen Bruder unterstützen, der der Bürgermeisterkandidat der ULB ist.

Josef Reiter selbst hielt seine Vorstellungsrunde kurz und erklärte, ihm liege ein lebenswertes Baar sehr am Herzen. Falls es mit dem Bürgermeisteramt nicht klappt, würde er gerne im Gemeinderat Themen „anschieben“, so der 56-Jährige.

Auf einem der vorderen Ränge, auf Listenplatz 4, ist Andrea Winter zu finden, deren Ehemann Andreas Winter aktuell Gemeinderat ist. Sie habe ein großes Interesse an Kommunalpolitik, sagte sie, vor allem für die Themen Haushalt und Rechnungsprüfung. Selbst wenn Baar stets als „klamme Gemeinde“ gelte, war sie überzeugt, mit einem ordentlichen Plan und einem Konzept könne man auch mit weniger Geld etwas bewegen.

Baar: Franz Limmer möchte neue Ideen einbringen

Auch die weiteren Kandidaten – teils gebürtige Baarer, teils Zugezogene – hatten jeweils ihre eigenen Themen, die sie dazu bewegten, sich für den Gemeinderat aufstellen zu lassen. Sabine Bohr, die an der Versammlung nicht teilnehmen konnte, habe sich bereits stark beim Thema Kinderbetreuung engagiert, wurde berichtet. Dieses Thema hat sich auch Sabrina Schmidt auf die Fahne geschrieben: Die Kinder müssten von klein auf im Ort bleiben, die Schule müsse erhalten werden und auch die Vereine gelte es zu stärken, sagte die junge Mutter.

Franz Limmer, der bald zum zweiten Mal Vater wird und seit kurzem am Zeintl wohnt, möchte als Außenstehender neue Ideen einbringen. Manuel Krawietz, der seit Juni 2019 in Baar lebt und bald zum dritten Mal Vater wird, möchte den „jungen Zugezogenen“ eine Stimme verleihen. Er strebt das Wachstum der Gemeinde an und dass Baar „endlich vorwärts kommt“. Auch Florian Guckert will die Zukunft der Gemeinde aktiv mitgestalten.

Martin Weißenburger lebte zwar einige Jahr fernab der Heimat, ist nun aber zurückgekehrt, um eben diese mitzugestalten. Corinna Rechner, mit 23 Jahren die Jüngste im Bunde, möchte für eine Integration der Jugend einstehen. Auch Jens Freitag, der seit 30 Jahren in Baar lebt, möchte die Ideen der jüngeren Generation einbringen.

Sebastian Götz, dessen Bruder auf der WGB-Liste für den Gemeinderat kandidiert, möchte sich mit seinem Background als Bauhof-Mitarbeiter einbringen. Auch Grit Wenzel, die vor 25 Jahren nach Baar gezogen ist, möchte ihre neue Heimat aktiv mitgestalten und sich für die Kinderbetreuung einsetzen. Dr. Stefan Pfosser will sich für die Gemeinschaft in der Vereine stark machen.

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