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Pöttmes

01.07.2020

Krippenbau in Pöttmes: Der Aushub ist mit Arsen belastet

Der Anbau an den Kindergarten Spatzennest in Pöttmes hat im Mai offiziell begonnen. Beim symbolischen ersten Spatenstich (von links): Altbürgermeister Franz Schindele, Architektin Claudia Maria Schwalm, Bürgermeister Mirko Ketz sowie die Gemeinderäte Thomas Golling, Alwin Wagner und Christian Vetter.
Bild: Vicky Jeanty (Archiv)

Plus Beim Anbau an den Kindergarten Spatzennest in Pöttmes muss die Erde teuer entsorgt werden. Bürgermeister Mirko Ketz gibt Entwarnung.

Der Krippenanbau an den Kindergarten Spatzennest in Pöttmes wird billiger und teurer zugleich. Diese neue Kostenprognose war Thema im Bauausschuss der Marktgemeinde. Außerdem ging es im nicht öffentlichen Teil um Vergaben für das Projekt. Auch der Antrag einer Anliegerin der Augsburger Straße stand auf der Tagesordnung. Sie wünscht sich, dass der Fahrradstreifen entfernt werde.

Beim Anbau an den Kindergarten soll Platz für 36 zusätzliche Krippenkinder, die sich in drei Gruppen aufteilen, entstehen. Insgesamt können in dem Kinderhaus künftig 85 Kinder betreut werden. Das Projekt soll etwa 2,1 Millionen Euro kosten – 80 Prozent davon sollen aus staatlichen Fördermitteln kommen. Wie Bürgermeister Mirko Ketz berichtet, können beim Heizsystem Kosten eingespart werden. Zunächst sei eine Sole-Wasser-Wärmepumpe eingeplant gewesen, für die ein Brunnen mit Grundwasser erforderlich gewesen wäre. Da die Bodenstruktur aber nicht optimal sei, soll jetzt mit einer Luftwärmepumpe geheizt werden.

Arsen in Pöttmes: Für Kinder bestehe keine Gefahr

Diese Einsparungen fressen allerdings Mehrausgaben für den arsenbelasteten Aushub des Anbaus wieder auf. Zwar handle es sich dabei um Arsen, das ganz normal in der Natur vorkomme und keinen Schadstoff darstelle, aber dieses übersteige die Grenzwerte und müsse daher auf einer Deponie entsorgt werden, erklärt Ketz. Für die Kinder sei das Arsen unbedenklich. Statt der eingeplanten 33.000 Euro fallen bei diesem Posten 135.000 Euro an. Laut Ketz beinhalte diese Summe aber auch das Auffüllen des Erdreichs mit Kies, um die nötige Standsicherheit zu schaffen. Der Bauausschuss stimmte den Mehrkosten zu. Insgesamt bleibt es bei Kosten von gut zwei Millionen Euro.

 

Die Dachdeckerarbeiter für den Spatzennest-Anbau wurden an die Firma Eckstein aus Kipfenberg (Kreis Eichstätt) für knapp 39.000 Euro vergeben. Die Spenglerarbeiten führt die Firma Metallbau Buchhart aus dem Pöttmeser Ortsteil Wiesenbach für rund 8000 Euro aus. Die Fotovoltaikanlage wird erneut ausgeschrieben, da kein Angebot einging.

Der Fahrradstreifen an der Augsburger Straße in Pöttmes bleibt

Der Antrag einer Anliegerin an der Augsburger Straße, den dortigen Fahrradschutzstreifen zu entfernen, wurde abgelehnt. Die Frau stört vor allem, dass mit dem Schutzstreifen auch ein absolutes Halteverbot einhergeht. Wie Ketz sagt, befinde sich die Straße ohnehin in schlechtem Zustand und sollte „zeitnah“ saniert werden. In diesem Zuge müsse dann erneut über den Fahrradstreifen beraten werden.

Ein Gewerbetreibender im Erdweg wünscht sich in seinem Bereich eine Kurzparkzone, weil die Parkplätze dort oft sehr lange belegt seien. Laut Ketz sei der Ausschuss bereit, diesem Antrag zuzustimmen, die Parksituation solle aber noch vor Ort begutachtet werden.

Im Norden des Pöttmeser Ortsteils Reicherstein wird ein neues Haus gebaut. Die neue Straße heißt nach der Flurbezeichnung "Zum Geißberg".

Ein Speditionsunternehmen will seinen Betrieb vom Ort ins Gewerbegebiet verlagern und dafür eine neue Lagerhalle für Fahrzeuge bauen. Dazu liegt eine Freistellung vor, sodass der Bauausschuss nicht gesondert zustimmen musste.

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