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Marktgemeinderat

05.02.2015

Lohner muss weniger Stellplätze bauen

36 Parkplätze reichen für zwei Hallen aus, weil Spargelstecher mit dem Bus kommen

Die zahlreichen Saisonarbeiter auf den Spargelfeldern der Firma Lohner aus Inchenhofen kommen in der Regel nicht mit dem eigenen Auto zur Arbeit. Sie werden vielmehr von Bussen gebracht. Deshalb kann die Lohner-Immobilien KG von einem Teil der eigentlich vorgegebenen Stellplatzpflicht befreit werden. Das beschloss der Marktgemeinderat am Dienstag.

Die Errichtung von zwei landwirtschaftlichen Lagerhallen hatte das Gremium einschließlich nachzuweisender 36 Stellplätzen bereits abgesegnet und stimmte jetzt einem Befreiungsantrag von zusätzlichen 15 Stellplätzen zu, die Lohner nicht nachweisen muss. Weil „die Erntehelfer nicht mit dem Auto kommen, sondern mit dem Bus gebracht werden“, erklärte Bürgermeister Karl Metzger. 36 Stellplätze reichen also aus.

Wenn es um Bebauungspläne oder Teilflächen und deren öffentliche Auslegung geht, sind Stellungnahmen der sogenannten „Träger öffentlicher Belange“ (sprich Fachbehörden) unumgänglich. Im Fall des Bebauungsplanes „Am Brechstubenweg“ waren verschiedene Änderungen notwendig, weil „wir laut Landratsamt offensichtlich zu fleißig gewesen sind“, wie Landschaftsarchitektin Katrin Mohrenweis klagte. Abspecken verschiedener Festlegungen war demzufolge angesagt. „Wir können es wohl nie recht machen“, sagte die Planerin.

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Für Verwunderung sorgte allerdings in einem Fall die Forderung des Bauernverbandes (BBV): Ein Landwirt hatte ein Teilgrundstück an einen direkt benachbarten Bewerber als Bauland verkauft. Laut BBV sollte jetzt der Häuslebauer seine Grundstücksgrenze derart knapp zum benachbarten landwirtschaftlichen Grundstück einzäunen, „damit der bis direkt an das Baulandgrundstück hin ackern kann“. Dazu erklärte der Bürgermeister: „Die beiden werden sich schon einigen.“

Auf einer Kuppe im Nordosten von Inchenhofen wollte ein Antragsteller acht Doppelhäuser samt Garagen errichten. Dieses Vorhaben hatte der Gemeinderat von einem anderen Antragsteller schon vor neun Jahren aus Gründen des Landschaftsschutzes abgelehnt. Auch der erneute Vorstoß wurde einstimmig (14:0) abgeschmettert. Bürgermeister Karl Metzger: „Der Antragsteller sollte nicht mit Bauland spekulieren“ und sprach von einem Eingriff in die Landschaft. Dem schlossen sich Hans Schweizer, Lorenz Nefzger, Robert Müller oder Heinrich Schoder (auch wegen der Abwasserproblematik) an.

Dem Antrag eines Bauherren aus Unterbachern auf eine schon erfolgte Änderung der Höhenlage bei zwei Doppelhäusern, die 30 Zentimer mehr im Boden stehen, wurde ebenso stattgegeben, wie einem Antrag auf Errichtung eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage.

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