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Konzert

14.07.2014

Lyrik beginnt zu grooven

Musique in Aspik boten einen Streifzug durch die Welt der Volkslieder. Und dabei ganz altes Liedgut in frischem, manchmal in neuem Gewand: wunderbare „Musique in Aspik“ mit Petra Küfner und Markus Wangler im Tangosaal in Schloss Blumenthal.
Bild: Manuela Rieger

Musique in Aspik öffnet in Blumenthal eine Schatzkiste des deutschen Liedguts

Einen unterhaltsamen Musikabend bereitete das Duo Musique in Aspik den Besuchern im Tangosaal von Schloss Blumenthal. Mochte mancher angesichts der angesagten Titel zunächst altbekanntes, abgegriffenes oder gar verstaubtes Volksliedgut ausgemacht haben, wurde er allerdings umgehend eines Besseren belehrt. Die Mischung von Wiedererkennung und eigener Kreation überzeugte, hinzu kam eine lockere Moderation, die das Publikum sichtlich genoss.

Am Anfang stand eine Idee: Deutsche Volkslieder, modern arrangiert, erklingen in neuem Gewand. Und das gemeinsam mit Kompositionen von Markus Wangler und seiner Lebenspartnerin Petra Küfner, die jeder für sich auch als Komponisten und Songwriter aktiv sind. Lyrik beginnt zu grooven, altes Liedgut wird entstaubt und klingt trotz und gerade durch die alte Sprache und die schlicht-schönen Melodiewendungen plötzlich frisch und aktuell.

Politische Lieder wechseln mit Wander- und Liebesliedern

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Das Repertoire reicht von politischen Liedern wie „Die Gedanken sind frei“, bis zu Liebesliedern jeglicher Art und Wanderliedern. Interpretiert werden poetische, nicht nur deutsche Volkslieder und lyrische Texte vom Mittelalter bis heute, die das Duo Küfner und Wangler zuweilen mit Klängen aus fernen Ländern und einem Hauch Sehnsucht verfeinert.

Das Einzigartige an der Musik sieht das Paar in der Kombination der Instrumente und den vielen Gegensätzen, die hier zusammenspielen. Instrumente eines Orchesters neben Megafon und Bananenrassel oder Wasser für Luftblasen sind etwas Außergewöhnliches. Musique in Aspik sind zwei Interpreten, die sich dem Ziel verschrieben haben, das deutsche Lied in neues musikalisches Gewand zu kleiden. Sie entstauben altes Liedgut, verwandeln dieses durch eingängige Arrangements in manchmal neue Stücke und nähren so die Lust am Wiederentdecken altbekannter Weisen.

Ihre Methode könnten die beiden Liedgutrecycling nennen, mit der sie die angestaubten, aber keinesfalls altmodischen Volks-, Kinder- und Kunstlieder aus dem Dornröschenschlaf wecken.

Das Ergebnis ist eine spritzige und kurzweilige Mixtur aus verschiedenen Stilen des Jazz, Elementen des Pop und den altbekannten Weisen und Texten. Wobei altbekannte Texte? Auch hier legen Küfner und Wangler stellenweise den Stift an, schreiben um, spitzen zu oder verleihen dem Text einen neuen Sinn.

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