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Konzert

08.07.2014

Max und Moritz mit Musik

Der Pianist Wolfgang Krämer begleitete wie bereits bei der Aufführung vor zehn Jahren wieder die Akteure der Liedertafel, obwohl er mittlerweile anderweitig im Einsatz ist. Demnächst unterstützt er den Tölzer Knabenchor bei Auftritten in China.
Bild: Albertine Ganshorn

Wilhelm Buschs Meisterwerk begeistert in Aindling. Die Sänger zeigen dabei auch großes schauspielerisches Talent

Trotz Badewetters füllte sich die Aula der Aindlinger Mittelschule am Sonntagabend schnell: Die Aindlinger Liedertafel veranstaltete ihr jährliches Sommerkonzert. In Erinnerung an Wilhelm Buschs Meisterwerk „Max und Moritz“, das er vor 150 Jahren vollendet hat, bot der Chor unter Leitung von Rebecca Heuberger die sieben Streiche der beiden Lausbuben musikalisch dar.

Auffallend viele Familien mit Kindern füllten die Plätze. Dabei war es schon nötig, den jüngeren Besuchern die Geschichte der beiden eigenwilligen Knaben zu erklären. Dabei halfen Bilder aus Wilhelm Buschs Buch, die überall im Raum bewundert werden konnten. Für manchen der älteren Besucher war der Abend eine Erinnerung an die Geschichten, die er aus Kindertagen kennt.

Mit Elan trugen die Sängerinnen und Sänger des Chores die einzelnen Verse des Verfassers sowohl gesungen als auch gesprochen vor. Stimmgewaltig und präzise, wie man es von der Liedertafel gewöhnt ist, schmetterten sie laute Töne ebenso, wie sie mit viel Gefühl in der Stimme die leiseren meisterten.

Mit wenig Aufwand gelang es sogar, ein Singspiel mit viel schauspielerischer Leistung darzubieten. Die Maikäfer raschelten und flogen herum, die Hennen der Witwe Bolte hingen am Ast, die Explosion der Pfeife des Lehrers wurde sogar durch das ansteigende Klavierspiel angekündigt und vom ganzen Chor mit heftigem stimmlichen Einsatz in den Raum geschmettert.

Der Pianist Wolfgang Krämer spielte mit leichten Fingern das Wasserplätschern des Baches, setzte sein Können ein, um das Geräusch der Säge beim Ansägen des Steges nachempfinden zu lassen. Die resolute Witwe Bolte (Andrea Benkard), der pfeiferauchende Lehrer Lämpel (Rudi Simon), die rührigen Zuckerbäcker (Bernhard Sturm und Christian Riegl), der brave Onkel Fritze (Sepp Schoder), der gelassene Bauersmann (Ulli Benkard) und der allseits geschätzte Schneidermeister Böck (Werner Riegl) – sie alle zeigten in Gestik und Mimik viel schauspielerisches Talent.

Von Anfang bis Ende dirigierte Rebecca Heuberger die vielseitigen exzellenten Mitwirkenden, denen man anmerkte, dass sie nicht nur mit viel Können und Eifer, sondern mit ebenso viel Spaß bei der Sache waren. Vorsitzender Josef Schoder dankte Rektorin Brigitte Beck, die den Auftritt in der Schule ermöglicht hat, der Familie Gutmann (Moosbräu), die das ganze Jahr über einen kostenlosen Probensaal zur Verfügung stellt, der Gärtnerei Christoph für den Blumenschmuck und allen, die zum Gelingen beigetragen haben.

Eine weiteres Konzert findet statt am Sonntag, 20. Juli, in Pöttmes im Kultursaal. Beginn ist wieder um 18 Uhr.

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