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Aichach-Friedberg

14.01.2020

Mehr Sonnenenergie für das Wittelsbacher Land

Ein Blick auf diesen Ausschnitt der Stadt Aichach im Solardach-Atlas zeigt, dass sich viele Hausdächer für Solarenergie anbieten würden. Die grünen Gebäude sind „gut geeignet“, die gelben Häuser „geeignet“ und die orangen und roten Gebäude eignen sich nicht so gut zur Gewinnung von Sonnenenergie.
Bild: www.solare-stadt.de/aichach-friedberg

Mit dem Solardach-Atlas kann jetzt jeder Bürger im Landkreis prüfen, ob sein Dach für Solarenergie geeignet ist. Zudem erfährt er, wo eine Dachbegrünung gut wäre.

Wer sich die Stadt Aichach im Solardach-Atlas des Landkreises aus der Vogelperspektive ansieht, der entdeckt viele grüne Häuser. Grün ist in diesem Fall sehr gut, denn es bedeutet „gut geeignet“ für Photovoltaik-Anlagen. So wie in Aichach sieht es auch in allen anderen Kommunen im Landkreis aus. Dieses Potenzial, auf erneuerbare Energien auf den Dächern zu setzen, soll jetzt noch stärker genutzt werden.

Deshalb hat der Landkreis jetzt den Solardach-Atlas vorgestellt und hofft, dass diesen möglichst viele Bürger nutzen. Wer die Seite im Internet aufruft, kann sein eigenes Haus im Wittelsbacher Land suchen und prüfen, ob es für eine Photovoltaik-Anlage zur Stromgewinnung oder sogar für Solarthermie zur Gewinnung von Wärme geeignet ist. Jedes Gebäude im Landkreis ist in dem Verzeichnis erfasst.

Großer Beitrag zum Klimaschutz

Die Seite ist Teil des Leader-Projektes „Klimafreundliche Dächer im Wittelsbacher Land“ und wird – auf Vermittlung des Landwirtschaftsamts Nördlingen – mit EU-Fördermitteln unterstützt. Insgesamt investiert der Landkreis knapp 50000 Euro in das Projekt, gut 18000 Euro kommen von der EU. Wie Landrat Klaus Metzger bei der Vorstellung der Seite erläuterte, soll das Angebot langfristig zum Klimaschutz und zur Anpassung an die Klimaveränderung beitragen. Stefanie Schmaus von der Fachstelle für Klimaschutz am Landratsamt betreut das Projekt federführend. Sie ist sich sicher, dass neue Solaranlagen auf den Dächern für eine erhebliche CO²-Einsparung im Landkreis sorgen könnten. Die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen liege heutzutage im Eigenverbrauch, nicht mehr in der Einspeisungsvergütung.

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Schmaus demonstrierte, dass sich der Nutzer beim Solardach-Atlas ein einfaches, unverbindliches „Angebot“ erstellen lassen kann. Dazu kann er beispielsweise angeben, ob er einen Speicher für die Solarenergie einbauen oder Solarthermie zur Heizungsunterstützung nutzen will. Zudem erfährt er, wo genau auf seinem Dach Module angebracht werden könnten. Schmaus verwies aber darauf, dass es sich bei all den Informationen nur um Ersteinschätzung handle, die nicht die konkrete Planung von Fachleuten ersetze.

Pflanzen binden Feinstaub

Dennoch kann sich jeder Bürger bereits ein erstes Bild über seine Möglichkeiten machen. Genauso sieht es beim Thema Dachbegrünung aus. Auch hier gibt die Internetseite Auskunft, welche Dächer begrünt werden können. In Frage kommen vor allem Garagen. In einer Auflistung kann jeder Bürger nachlesen, wie viel Wasser er durch die Begrünung versickern lassen kann, wie viel Feinstaub durch die Pflanzen gebunden wird und wie viel Energie er durch die zusätzliche Dämmung sparen kann.

Um das Angebot bekannter zu machen, plant das Landratsamt in diesem und im nächsten Jahr zudem mehrere Veranstaltungen. So soll es bis 2021 insgesamt zwölf Solarabende in verschiedenen Gemeinden geben, bei denen sich die Bürger austauschen und mit einem Energieberater über das Thema sprechen können. Zudem sind in den beiden Jahren acht Infoveranstaltungen zum Thema Dachbegrünung geplant. Darüber hinaus will das Landratsamt Ausstellungsstücke zum Thema Solarenergie und Gründach anschaffen und diese an Schulen und Rathäuser verleihen. "Kommentar

Der Solardach-Atlas ist hier auf der Seite des Landkreises zu finden.

Lesen Sie dazu auch unseren Kommentar: Solardach-Atlas ist eine gute Idee

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