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Aindling

20.12.2010

Mit viel Musik ins Weihnachtsfest

Solisten glänzten auch in den Reihen der Liedertafel. Fotos: Martin Golling

Fast voll war die Kirche beim Weihnachtskonzert der Martin Liedertafel Aindling in der Pfarrkirche.

Fast voll war die Kirche beim Weihnachtskonzert der Liedertafel Aindling in der Pfarrkirche.
 

Hausherr Pfarrer Alfred Nawa begrüßte die Konzertbesucher hocherfreut. Er nannte auch den Zweck dieses Konzertes: "Einstimmen auf das kommende Fest und ein bisschen ruhiger werden."

In der Wirklichkeit holten die Sänger der Liedertafel ihr Publikum ab. Die erste Textzeile von "Still ist der Wald" lautet: Weiß ist das Land, es ist Winter. Immerhin am vierten Adventssonntag setzte der Kinderchor der Liedertafel in puncto Vorfreude noch eins drauf: "Morgen Kinder wird's was geben", versprachen die Jungen fröhlich-forsch. Später, im Gefüge des Oratoriums, übernahmen sie den Part der Engel - ein gelungener Regietrick.

"In the bleak Midwinter", in die raue Welt des tiefsten Winters, entführte die Liedertafel vorher ihr Publikum, um es danach mit dem flotten Spiritual "Follow That Star" mit den starken Bassläufen aufzutauen. Herzerwärmend auch der Auftritt der Nachwuchsbläser vom Musikverein Aindling. Sein Marktorchester unter Peter Weber beschallte die Kirchenbesucher von der Empore mit Hirtenliedern und einem Mariengruß.

Das nun folgende Oratorium von Heinrich Fidelis Müller reihte die Geschichte um die Geburt Jesu um bekannte Advents- und Weihnachtslieder auf. Einen Erzählstrang bildeten dabei die Rezitative des Tenors. Der Aindlinger Udo Scheuerpflug übernahm diesen Part und führte mit seiner Stimmgewalt durch die Stationen "Sehnsucht nach dem Erlöser", Ave Maria, Geburt, die Hirten, die Heiligen Drei Könige und "der Weihnachtsjubel".

Maria Knauer machte den starken Auftakt

Stark gelang Komponist Müller die Gesang-Zusammenstellung zur Erlösersehnsucht. Einmal fleht der Chor "Oh Heiland reiß die Himmel auf", dann der Tenor "Tauet ihr Himmel". Zusammen gestalten sie eindrucksvoll "Ach komm, ach komm Emanuel" und "Wo bleibst du Trost der ganzen Welt".

Gesamtleiterin Rebecca Heudorfer ermöglichte mit der Auswahl dieses Stückes einer Reihe von Solisten aus der Liedertafel einen Auftritt. Maria Knauer bildete den starken Auftakt mit der Rolle des Engels bei der Verkündigung. Imposant der Einsatz des Chores im Anschluss an die Botschaft an die Hirten: Ehre sei Gott. Die Rolle der Hirten an der Krippe übernahmen im Viergesang die Liedertafler Werner Riegl, Josef Schoder, Otti Schwab und Maria Knauer.

Wieder ein guter Griff von Komponist Müller: Die Szene ist - Hirtenmusik - geprägt von Flötenbegleitung. Ihren wohl stärksten Auftritt hatte die Liedertafel mit dem Weihnachtslied "Zu Bethlehem geboren". Hier passte alles: Einfühlsam legte das Ensemble die Lautstärke an die gut verständlichen Texte und erfüllte sie mit Emotionen. Dieses Stück zeigte auch die Handschrift von Rebecca Heudorfer: Sie fordert Musikalität von jedem Einzelnen, dirigiert groß, aber nicht zu streng.

Scheuerpflugs eindrucksvoller Tenor kündigte das Kommen der Heiligen Drei Könige an. "Wo ist der König der Juden?", fragte der Chor. Als Schriftgelehrte antworteten Christian Riegl und Bernhard Sturm von der Liedertafel Aindling. Mit der Arie "Sehet welche Liebe hat uns der Vater geschenkt" hatte auch Rebecca Heudorfer als Sopransolistin einen ihrer großen Auftritte.

Mit einem triumphalen "Ehre sei Gott in der Höhe" endete das Oratorium. Das feine Orchester und vor allem der immer zuverlässig-präsente Pianist und Organist Wolfgang Kraemer hatten sich den tosenden Beifall ebenso verdient wie die Sänger der Liedertafel, Tenor Udo Scheuerpflug und vor allem Rebecca Heudorfer, die außer beim Marktorchester überall als Dirigentin fungiert hatte.

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