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Aichach

08.07.2017

Musikalische Reise begeistert das Publikum im Deutschherren-Gymnasium

Helga Schallmayer-Fritscher mit den DHG-Schülern des Begabtenförderzentrums Schwaben (von links) Nina Peter, Sarah Yiyit und Jonas Glück.

Junge Sänger und Musiker des Aichacher Deutschherren-Gymnasiums führen durch verschiedene Epochen

„Was hier geboten wird, kann mit einem musischen Gymnasium locker mithalten.“ Mit diesen Worten tat eine Schülermutter ihre – mit den vielen Besuchern geteilte – Begeisterung über das Sommerkonzert des Aichacher Deutschherren-Gymnasiums (DHG) kund. Und Direktor Gerhard Haunschild, an den diese Worte gerichtet waren, gab das Kompliment am Ende eines kurzweiligen Konzertabends gerne an die Protagonisten weiter.

Die Aula des Aichacher Gymnasiums war beim vierten und letzten Konzert in diesem Schuljahr trotz abendlicher Temperaturen um die 30 Grad gut besucht. Direktor Haunschild versprach in seiner Begrüßung ein vielfältiges Programm, das verschiedene Stilrichtungen unterschiedlicher Epochen umfasse. Und es wurde eine musikalische Reise, die ihre Gäste um die halbe Welt führte. Die Streicherklasse der fünften und sechsten Jahrgangsstufen eröffnete den Reigen mit den amerikanischen Stücken „Simple Gifts“ und „With Spirit“.

Mit zwei Balladen aus Frankreich und Irland führte der gemischte DHG-Chor die Reise weiter und schlug mit „Come again“ von John Dowland eine Brücke zur klassischen Musik: Keinen Geringeren als Joseph Haydn und seine Sinfonie Nr. 59 ließ im Anschluss das große DHL-Orchester mit Streichern und Bläsern ertönen. Die vier vorgetragenen Sätze in A-Dur (Allegro-Andante-Menuett und Presto) verwandelten die Aula in ein Konzerthaus. Ein Potpourri aus amerikanischen Popsongs leitete über zum Sitzballett der Klasse 9A. Die vier Sitztänzer bewiesen eindrucksvoll, dass man – mit weißen Handschuhen bestückt – auch mit den Händen tanzen kann: Ein Fingerzeig auf die neue Pausenhof-Sitzgruppe, die während der anschließenden Pause eingeweiht wurde (siehe weitere Artikel). Nach der Pause kam der Jugendchor mit Chorleiterin Juliana Blank zum Zuge. Dieser reine Mädchenchor wagte sich nach dem schottischen „Hurdy Gurdy Man“ an einen Song aus dem französischen Kinohit „Die Kinder des Monsieur Matthieu“, eigentlich komponiert für einen Knabenchor. Chorleiter Arnold Fritscher als Bariton spielte bei „Ceciderunt in profundum“ den Schulmeister aus der Schulmeister-kantate von G. Ph. Telemann, in der als Schüler sowohl der Jugendchor als auch das Solistenensemble des Schulorchesters vereint waren.

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Bunte Papierflieger flogen von der Bühne ins Publikum, ehe Fritscher mit einer Programmänderung aufhorchen ließ. Drei Schüler des Gymnasiums, die im Begabungsstützpunkt Schwaben in einem Kammermusikkurs gefördert werden, sorgten für die musikalische Überraschung des Abends.

Zusammen mit Helga Schallmayer-Fritscher (Zweite Geige) zeigten Nina Peter (Erste Geige), Sarah Yiyit (Bratsche) und Jonas Glück (Cello) eine Kostprobe ihres Könnens und begeisterten das Publikum. Afrikanische und spanische Töne wurden laut beim DHG-Chor und dem Vokalensemble. Bei „Boleros sevillanas“ aus Andalusien ließ Schülertenor Paul Gramlich sein großes Talent aufhorchen. Mit afrikanischen a-capella-Tönen und dem englischen Zungenbrecher-Song „Rhythm of life“ endete ein Abend voller Begeisterung. Diese war von Anfang an sowohl bei den vielen Mitwirkenden als auch bei den Konzertbesuchern zu spüren und endete mit einem begeisterten Applaus. Mit einer kleinen Zugabe vom DHG-Chor und einem selbst geschriebenen Song wurde die scheidende Referendarin Juliana Blank musikalisch verabschiedet. Das Buchgeschenk mit dem Titel „Wannst ma fei net gehst“ der Aichacher Mundartdichterin Rosy Lutz ergänzte Fritscher passenderweise mit den Worten „…dann bleibst halt da!“.

Direktor Haunschild war begeistert von dem niveauvollen Konzert und bedankte sich bei den Schülern und den Lehrern Helga Schallmayer-Fritscher, Arnold Fritscher und Juliana Blank für deren Einstudierungen. Unter dem Beifall der Schüler verkündete er schließlich spontan: „Für alle Mitwirkenden fängt der Unterricht morgen erst ab der zweiten Stunde an!“ Ob das auch für die mitwirkenden Lehrer galt, ist ungewiss.

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