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Brunnenhofkonzert

22.06.2015

Musiker trumpfen in Obergriesbach groß auf

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Wegen des Wetters ziehen die fünf Chöre und zwei Musikvereine in die Halle um

Fünf Chöre und die Musikvereine Obergriesbach (MVO) und Altomünster schufen mit dem Brunnenhofkonzert ein konzertantes Großereignis in Obergriesbach, das sich nahtlos in die übrigen Konzerte dieses Jahres einreihte. Mit dabei waren der Chor Zeitklang und der Kirchenchor aus Obergriesbach, die „Cantabella“ unter der Leitung von Sandra Tucker, der gemischte Chor des Männergesangvereins Zahling und Sänger des ehemaligen Bayerischen Raiffeisenchores.

Aufgrund des Wetters fand das Konzert in der angrenzenden Halle statt. Vor einer Kulisse mit unzähligen Konzertbesuchern vereinigten sich geschätzt 150 Sänger und Musikanten zu einem mitreißenden Klangkörper. Nach einem Begrüßungsmarsch machten sich die Musiker des MVO mit den Griesbacher Diamanten, komponiert von Joseph Rast, ein Geburtstagsgeschenk. Der Obergriesbacher Musikverein wird 40 Jahre alt und der Männergesangsverein Zahling 90 Jahre.

Die Grundlage für einen besinnlich-heiteren Abend schufen die Musikvereine mit der Ouvertüre aus der Oper „Nabucco“ von Giuseppe Verdi in einem Arrangement von Joseph Rast, dem auch die konzertante Leitung oblag. Die Auswahl des zweiten Titels hätte nicht besser ausfallen können.

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Die Chöre und die beiden Musikkapellen intonierten gemeinsam eines der berühmtesten Werke der Operngeschichte, den „Gefangenenchor“ aus der Oper „Nabucco“. Er schildert die Befreiung des Volkes Israel nach 70 Jahren Gefangenschaft. Dabei leisteten die Musikkapellen auf der Bühne wie auch die fünf Chöre – im Hintergrund auf der Tribüne stehend – Herausragendes. So wie die Uraufführung von „Nabucco“ für Giuseppe Verdi einst zum Triumph wurde, brachte der Gefangenenchor in der Bearbeitung von Joseph Rast für Gemischten Chor und Blasorchester dem Konzertensemble heftigen Applaus.

Wer bei Tuba an ein behäbiges Instrument denkt, der war nicht bei diesem Konzert. Denn der Tubist Daniel Bakhri komponierte nach Johann Sebastian Bach ein Stück für zwei Tubisten und Schlagwerk. Mit Schwung und Tempo offerierten die Tubisten Daniel Bakhri und Michael Rast zusammen mit dem Schlagwerker Jakob Bäck diese Komposition. Das Publikum honorierte den gekonnten Vortrag mit viel Beifall und guter Stimmung. Das Konzert erlebte mit Beethovens „Ode an die Freude“, ein vertontes Gedicht Friedrich Schillers, einen bewegenden Abschluss des ersten Konzertteils. Nach der Pause erklangen Hits der traditionellen Blasmusik und Joseph Rast überließ dem Nachwuchs das Dirigat für drei Stücke: Michael Güntner bewies sein Talent. Ein Revival mit eingängigen Hits aus der Fernsehserie „Königlich bayrisches Amtsgericht“ ging ebenso in Gehör und Blut über wie der Bozener Bergsteiger Marsch oder der Bayerische Defiliermarsch. Nach langem Beifall mussten die Musiker noch Zugaben geben. Mit einer Hommage an Winnetou verabschiedeten sich die beiden Kapellen schließlich unter herzlichem Applaus.

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