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Politik

31.03.2015

Nach Gauweiler-Rücktritt: Iris Eberl zieht in den Bundestag

Die Aichacherin und Kreisvorsitzende der Frauen-Union, Iris Eberl, rückt für Peter Gauweiler und die CSU nach.
Bild: Csu

Die Aichacherin und Kreisvorsitzende der Frauen-Union, Iris Eberl, rückt für Peter Gauweiler und die CSU nach.

Mitten im Urlaub hat Iris Eberl die Nachricht erreicht: Die Aichacherin wird Bundestagsabgeordnete. Bei der Wahl im September 2013 hatte die Kreisvorsitzende der Frauen-Union dieses Ziel ganz knapp verpasst. 56 Christsoziale zogen in den Reichstag ein. Eberl war die Nummer 57. Jetzt hat der Rücktritt von Peter Gauweiler alles verändert. Eberl ist die erste Nachrückerin auf der Landesliste der CSU in Bayern für den Bundestag. Wir haben sie auf Mauritius erreicht.

Dort gönnt sich die Studienrätin, die am Aichacher Deutschherren-Gymnasium unterrichtet, eine Woche mit dem Jüngeren ihrer beiden erwachsenen Söhne und genießt Sonne und Strand. Bis sie gestern der CSU-Kreisvorsitzende Peter Tomaschko erreichte. „Auf allen Kanälen“ habe er es ab 9.45 Uhr versucht, erzählt der Landtagsabgeordnete. „Noch bevor die Nachricht über den Ticker lief.“ Schließlich gelang es ihm. „Sie war erst einmal sprachlos“, erzählt Tomaschko. „Ich hab sie gefragt, ob es auf ihrer Insel hoffentlich Sekt gibt. Dann haben wir uns gemeinsam gefreut.“

Tomaschko freut sich auch persönlich über diese Nachricht für Eberl. „Das ist die Krönung ihrer politischen Arbeit“, sagt er. Die 56-Jährige ist seit 1999 Kreisvorsitzende der Frauen-Union, gehört dem Landesvorstand als Schatzmeisterin an und dem Bezirksvorstand als stellvertretende Vorsitzende. Bei der Bundestagswahl trat sie auf der bayerischen Liste auf Platz 41 an. „Wir wüssten nicht, dass es schon jemals einen CSU-Bundestagsabgeordneten aus dem Landkreis gegeben hat“, so Tomaschko. „Für uns ist das eine gigantische Geschichte.“

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Bis zum Nachmittag haben Eberl auf Mauritius zahlreiche Glückwünsche von Parteifreunden per E-Mail und SMS erreicht, auch vom schwäbischen Bezirksvorsitzenden Markus Ferber. Gegenüber unserer Zeitung will sich sie sich aber nicht zu früh freuen. „Ich warte noch mit der ganz großen Freude: Noch ist es nicht amtlich.“ Sie wisse noch nichts von offizieller Seite. „Aber wenn mir das Mandat angeboten wird, werde ich es annehmen.“

Womöglich erwartet Iris Eberl schon ein Brief aus Berlin, wenn sie am Ostermontagabend aus dem Urlaub heimkehrt. Wie es weitergeht, wird sich dann zeigen. Eines ist ihr klar: „Das stellt das bisherige Leben schon ein bisschen auf den Kopf.“ Wenn es klappt mit dem Sprung nach Berlin, freut sie sich dort vor allem auf ihre Kolleginnen aus der Frauen-Union. Wenn möglich, würde Eberl, die Wirtschaftswissenschaften und Mathematik studiert hat, ihre Schwerpunkte „berufsbedingt“ gern auf Wirtschafts- und Bildungspolitik legen.

Als Nachrücker war 2008 schon ein Aichacher in den Bundestag eingezogen: der mittlerweile verstorbene Erwin Lotter (FDP). Ebenfalls Aichacherin: die Grünen-Abgeordnete Sabine Bard-Kröniger. In den 80er Jahren saß Peter Feile (SPD) aus Friedberg im Bundestag.

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