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Bürgerversammlung Aichach

21.11.2019

Nach Großbaustelle: Jetzt soll die Untere Vorstadt folgen

Die Neugestaltung der Oberen Vorstadt ist abgeschlossen. Die Untere Vorstadt (Bild) soll gleich im Anschluss folgen, sagte Bürgermeister Klaus Habermann bei der Bürgerversammlung am Mittwochabend in der TSV-Halle.
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Die Neugestaltung der Oberen Vorstadt ist abgeschlossen. Die Untere Vorstadt (Bild) soll gleich im Anschluss folgen, sagte Bürgermeister Klaus Habermann bei der Bürgerversammlung am Mittwochabend in der TSV-Halle.

Aichachs Bürgermeister Klaus Habermann blickt auf die kommenden Projekte. Die Stadtentwicklung soll weitergehen. Auch das Rehmböck-Haus ist Thema.

Die neu gestaltete Obere Vorstadt wird am Freitag eingeweiht. Bei der Bürgerversammlung der Stadt Aichach am Mittwochabend sagte Bürgermeister Klaus Habermann: „Die Untere Vorstadt muss gleich im Anschluss unbedingt folgen.“ Die Obere Vorstadt war eines von fünf Großprojekten, die er unter anderem in seiner Bilanz in der TSV-Halle anführte. Habermann sagte, mithilfe der Städtebauförderung habe man hier eine städtebauliche Aufwertung erreicht, die die Obere Vorstadt nachhaltig positiv beeinflussen werde. Die bisherige Asphaltwüste werde durch die gepflanzten Bäume nun auch grüner.

Die Städtebauförderung spielt auch bei einem weiteren Thema, das Habermann ansprach, eine Rolle. Die Stadt hat, wie berichtet, ein Gestaltungshandbuch herausgegeben, an dem sich Immobilienbesitzer in der historischen Altstadt auf freiwilliger Basis orientieren sollen. In der nächsten Stadtratssitzung geht es um die Frage, ob die Stadt ein kommunales Förderprogramm dafür auflegt. 60 Prozent der Kosten würde die Stadt über die Städtebauförderung zurückbekommen.

Der Bürgermeister sieht darin die Möglichkeit, auch den Stadtplatz wieder in die Städtebauförderung reinzubekommen mit der Chance, eine irgendwann nötige Umpflasterung mitfinanziert zu bekommen. Das Kopfsteinpflaster aus den 80er-Jahren sei zwar optisch ansprechend, aber laut und alles andere als fahrrad-, senioren- und behindertenfreundlich, so Habermann.

Die Bauarbeiten in der Oberen Vorstadt nähern sich dem Ende.
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In Bildern: So verliefen die Bauarbeiten in der Oberen Vorstadt
Foto: Erich Echter

Aichacher Projekte: was alles in der Paarstadt passiert ist

Der Bürgermeister sprach auch auf weitere Projekte an wie den Grünzug Paar. „Auch so ein Jahrhundertprojekt, das im Zuge des Hochwasserschutzes in seine letzte Phase geht.“ Mit der Begehbarmachung der ehemaligen Bahnbrücke geht das Projekt jetzt in die Schlussphase. Die Aussegnungshalle am Neuen Friedhof ist fertig, in den Ortsteilen wurde investiert, das Parkleitsystem für die Tiefgarage soll noch heuer realisiert werden und die Radlständer am Bahnhof werden durch Doppeldecker erhöht. „Wir kämpfen aktuell noch mit dem Förderprogramm und seinen Herausforderungen“, so Habermann. Zur gewerblichen Entwicklung sagte er, mit dem interkommunalen Gewerbegebiet Acht300 zusammen mit Dasing sei ein großer Wurf gelungen. Die rund 28 Hektar sind fast komplett vermarktet, rund 1000 Arbeitsplätze entstehen dort.

Habermann ging auch auf die Finanzen ein (siehe Infokasten). Bei den Ausgaben schlagen die Personalkosten mit rund elf Millionen Euro zu Buche. Die jährlich stark steigenden Kosten für die Kinderbetreuung machten bald den größten Teil davon aus, sagte er. Bei den Krippen steige die Anmeldequote von aktuell rund 20 Prozent stark an. Derzeit entstehen zwei neue Gruppen im katholischen Kindergarten in Ecknach und eine Gruppe am Oberbernbacher Weg, sechs weitere sollen auf dem Neusa-Gelände dazukommen. Schwierig sei es aber nicht nur, die Räume zur Verfügung zu stellen, sondern auch das nötige Personal.

Das Rehmböck-Haus am Tandlmarkt steht leer. Im Bauausschuss wird eine Machbarkeitsstudie vorgestellt, welche Bebauung dort möglich wäre.

Bürgerversammlung: Das sind die weiteren Themen in Aichach

Wegen der akuten Raumnot im Rathaus hat die Stadt, wie berichtet, vorübergehend eine Etage bei der Sparkasse am Stadtplatz angemietet. „Wir sitzen in der Verwaltung buchstäblich aufeinander und können definitiv nicht noch weitere zwei bis drei Jahre so arbeiten“, sagte Habermann. Dann soll die Erweiterung des Verwaltungsgebäudes fertig sein, in dem dann auch ein Bürgerbüro als zentrale Anlaufstelle eingerichtet wird.

Nicht mehr benötigt wird dann auch das Verwaltungsgebäude II. Eventuell in Verbindung mit diesem soll das Grundstück des Rehmböck-Hauses am Tandlmarkt neu genutzt werden. Im nächsten Bauausschuss wird eine Machbarkeitsstudie vorgestellt, die aufzeigt, welche Art von Bebauung dort überhaupt denkbar ist, sagte Habermann. Die prachtvolle Pesteiche an der Ecke Martinstraße müsse natürlich unter allen Umständen erhalten werden.

Weitere Themen in Habermanns Bericht waren die Wohnungsknappheit, Bauland für junge Familien und der öffentliche Nahverkehr, der Klimaschutz und das kulturelle Leben. Danach hatten die Bürger das Wort.

Die Fahrradständer am Bahnhof sind stets voll belegt. Doppeldecker sollen dort mehr Platz bieten. Die Stadt kämpft derzeit noch mit dem Förderprogramm.
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