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Sitzung

10.01.2019

Neue Kalkulation wird teuer

Beschlüsse mit finanziellen Folgen für die Bürger wurden jetzt im Aindlinger Rathaus gefasst.

Wie hoch sind künftig die Beiträge und Gebühren für Wasser und Abwasser in der Marktgemeinde Aindling? Dafür ist eine aufwendige Aufstellung nötig. Sie ist noch dazu sehr teuer. Auch die Nachbarn sollen mitmachen

Welche Beiträge und Gebühren haben die Einwohner in der Marktgemeinde Aindling künftig zu zahlen? Ehe es eine Antwort auf diese Frage gibt, muss erst eine Neukalkulation für Wasser und Abwasser vorliegen. Wie umfangreich und wie kostspielig das wird, darüber konnten sich die Mitglieder des Gemeinderats in der Sitzung am Dienstag informieren. Nach längerer Debatte beschloss das Gremium die von der Verwaltung angestrebte Vorgehensweise.

Die Gemeinderäte Michael Balleis, Roland Stegmann, Karl-Andreas Gamperl und Josef Settele stimmten dagegen. Helmut Lindermeir und Benjamin Schröter fehlten in der ersten Sitzung des Jahres 2019 entschuldigt. Wie Bürgermeister Tomas Zinnecker andeutete, wird das Thema nicht so schnell vom Tisch sein: „Das Ganze wird gut zwei Jahre dauern.“ Und dementsprechend werden auch die voraussichtlichen Kosten ausfallen. Auf Forderung von Karl-Andreas Gamperl wurde der Grundsatzbeschluss mit dem Vorbehalt gefasst, dass auch die Nachbargemeinden Petersdorf und Todtenweis den gleichen Weg gehen.

Wiederholt wurde betont, dass im Bereich der gesamten Verwaltungsgemeinschaft (VG) Aindling das gleiche Ingenieurbüro eingeschaltet werden sollte, um die nötigen Maßnahmen in die Wege zu leiten. In einer VG-Versammlung am 29. Januar soll die Auswahl des Büros erfolgen. Schon jetzt ist weitgehend klar, mit welchen Kosten die drei Lechrain-Kommunen zu rechnen haben. Einer „groben Schätzung“ zufolge muss der Markt Aindling mit 230000 Euro planen, Petersdorf mit 105000 Euro und Todtenweis mit 95000 Euro.

Josef Settele war der Hinweis wichtig, in allen drei Gemeinden sollten die gleichen Personen die Daten und Fakten aufnehmen. Er argumentierte mit schlechten Erfahrungen, die 1996/97 in der Hardhofgruppe gemacht worden seien. Eine Zusage konnte der Bürgermeister nicht geben, doch er betonte: In Aindling, Todtenweis und Petersdorf werde man nach identischen Vorgaben die Arbeiten erledigen.

Zinnecker betonte, die Verwaltung in Aindling sei keineswegs in der Lage, ohne externe Unterstützung in großem Stil auszukommen. Es gehe im Bereich der Gemeinde Aindling um nicht weniger als 1600 Grundstücke, die nun aufgenommen werden müssen. Allein dafür sei mit einem Kostenaufwand von 120000 Euro zu rechnen.

Anfang Dezember hatten sich in Anwesenheit von Bürgermeister und VG-Vorsitzenden Tomas Zinnecker bereits vier Büros vorgestellt, die für diesen Auftrag in Betracht kommen. Eines davon, der Name war nicht zu hören, hat sich als Favorit herausgestellt, eine Zusage aber gibt es noch nicht. Das Büro, das in einigen Wochen ausgewählt wird, muss folgende Leistungen erbringen: Aufmessung und Bestandserfassung der Grund- und Geschossflächen zur Erstellung einer Globalberechnung für Herstellungsbeiträge, Vorbereitungen und Einführung der gesplitteten Abwassergebühr (ähnlich wie in Aichach) inklusive Flächenermittlung und Bewertung, Aktualisierung der Anlagennachweise sowie eine Neukalkulation von Gebühren und Beiträgen.

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