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Sielenbach

03.01.2017

Neujahrsschießen mit 40 Kanonen und Standböllern

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Die Tradition lebt fort: Über 20 Vereine aus unterschiedlichen Landkreisen begrüßten das neue Jahr entlang der Ecknach in Sielenbach lautstark.
Bild: Thomas Weinmüller

Beim Neujahrsschießen verfolgen 500 Besucher die Schussübungen entlang der Ecknach. Eine selbst gebaute Kanone der Gastgeber sorgt für den größten Knall.

Sielenbach Noch klangen bei dem ein oder anderen noch die Kracher und Böller des Silvesterfeuerwerks in den Ohren nach, da wurde es rund um das Ecknachtal zwischen Pfarrkirche St. Petrus und der Wallfahrtskirche Maria Birnbaum in Sielenbach schon wieder laut. Der Krieger- und Soldatenverein (KSV) hatte zum 14. Mal zum Neujahrsschießen geladen.

Dem Aufruf folgten Kameraden mit 40 Kanonen und Standböllern aus den Landkreisen Aichach-Friedberg, Augsburg, Augsburg-Land, Neu-Ulm, Landsberg am Lech, Dachau, Donau-Ries, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen an der Ilm. Bei strahlendem Sonnenschein, aber eisiger Kälte fanden sich etwa 500 Besucher am Dorfplatz und entlang der Ecknach ein, um das Spektakel zu beobachten. Martin Strassmeier, neuer Vorsitzender des KSV Sielenbach, freute sich über die vielen Besucher. Darunter waren mit Vorsitzendem Hans Härtl und Stellvertreter Ulrich Kosub auch Vertreter des Kreisverbands Wittelsbacher Land.

Wie geplant um 15 Uhr spielte die Blaskapelle Sielenbach zum Gruß an die Besucher am Dorfplatz auf. Die Gäste wurden unter anderem mit extra für diesen Tag von einem Sielenbacher Metzger gebrühten Kanonenwürsten verköstigt.

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Neujahrsschießen in Sielenbach
Bild: Thomas Weinmüller

Bürgermeister hebt Jugendarbeit in Vereinen hervor

Ebenfalls Tradition beim Neujahrsschießen hat die Ansprache von Bürgermeister Martin Echter. Er hob vor allem die Jugendarbeit in den Vereinen hervor. Diese funktioniert auch beim Kriegerverein in Sielenbach. Hier konnten in den vergangenen Jahren etwa 25 junge Burschen angeworben werden, die sich auch für die Tradition des Kanonenschießens begeistern. Echter lobte auch die Asylarbeit in der Gemeinde und dankte den Ehrenamtlichen für ihren Einsatz. Danach konnten die Schießleiter, Michael Kreutmeier und Franz Moser mit ihren Helfern, die Schießübungen beginnen lassen.

Ein Großteil der Vereine war mit zwei oder mehr Kanonen und Standböllern vertreten. Die Schützengesellschaft aus Unterelchingen hatte sogar fünf Kanonen dabei. Jeder Verein wurde von den Schießleitern zunächst begrüßt und erwiderte den Gruß mit einem Einzelfeuer. Als zweite und dritte Schussübung folgte ein schnelles Reihenfeuer, welches zunächst im Uhrzeigersinn der Aufstellung und danach gegenläufig abgefeuert wurde.

Gemeinsamer Salutschuss aller Kanonen und Böller

Nach einer kurzen Pause wurden noch einmal drei Schussübungen durchgeführt, wobei die letzte wohl den größten Knall verursachte. Dabei handelte es sich um einen Salutschuss aller Kanonen und Standböller zur gleichen Zeit nach Absenken der roten Fahne des Schießleiters. Beim KSV Sielenbach kam in diesem Jahr eine neue, dritte Kanone zum Einsatz. Wie Schießleiter Michael Kreutmeier berichtete, wurde nur das Rohr für diese Kanone gekauft und die anderen Teile angefertigt. Mit einer Zulassung von 380 Gramm Schießpulver verursachte diese neben den Kanonen aus Gerolsbach und Lindach-Hohenwart den lautesten Knall.

Dass Kanonenschießen etwas mit Tradition und Verbundenheit zu tun hat, zeigten die blau-weißen Fahnen, teilweise mit dem Kopf von König Ludwig II., die einige Vereine neben ihren Kanonen aufgestellt hatten. Nach ungefähr 45 Minuten war das Spektakel für dieses Jahr zu Ende und die Besucher konnten das herrliche Wetter noch bei einem Getränk und einer Wurst auf dem Dorfplatz genießen.

Bildergalerie: Neujahrsschießen in Sielenbach 

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