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Film

27.11.2019

Obdachlos in Aichach

Arbeiterwohlfahrt thematisiert Problem

Das Thema „Wohnen“ hat die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Aichach anlässlich des 100-jährigen Bestehens der AWO einmal mehr aufgegriffen. Diesmal mit einer Film-Matinee im Aichacher Cineplex. Gezeigt wurde „Der Glanz der Unsichtbaren“, ein Film über obdachlose Frauen. Menschen ohne Wohnung – das gibt es auch in Aichach.

In Deutschland gibt es 678000 Menschen ohne Wohnung. AWO-Vorsitzende Kristina Kolb-Djoka verdeutlichte laut Mitteilung, dass dieses Problem jeden treffen könne. Ein unzureichendes Angebot an bezahlbarem Wohnraum und weniger Sozialwohnungen seien Ursachen, die zu dieser Situation geführt hätten. Lang anhaltende Krankheit, der Verlust des Arbeitsplatzes, Trennung und Scheidung oder gewaltgeprägte Lebenssituationen könnten in soziale Notlagen führen.

Bürgermeister Klaus Habermann verdeutlichte, dass auch die Stadt Aichach dieses Problem kenne, wenn auch im überschaubaren Maße. Die Stadt sei als Obdachlosenbehörde für Menschen zuständig, die keine Unterkunft haben. In Aichach gibt es zwei Quartiere für Betroffene. Dringliche Fälle haben eine Unterbringung für ein bis zwei Nächte und Gutscheine oder einen kleinen Geldbetrag für das Notwendigste. Dann ziehen die Personen meist weiter. Quartiermanagement und soziale Betreuung seien notwendig für die Menschen, die länger Hilfe benötigen. So könnten Fachleute Struktur in das Leben von Obdachlosen bringen, erklärte Habermann.

SPD-Landratskandidat Andreas Santa erklärte: „Menschen, egal zu welcher Jahreszeit auf der Straße leben zu sehen, das darf nicht sein. Auch Städte mittlerer Größe sind davon betroffen.“ Politik müsse die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen. Der Landkreis müsse die Kommunen unterstützen, forderte er. (AN)

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