Newsticker
Aktuelle Studie: Einnahme eines Asthma-Sprays bei Covid-19 vielversprechend
  1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. ÖDP in Leahad ist für ein Bürgervotum

Kommunalwahl

09.11.2019

ÖDP in Leahad ist für ein Bürgervotum

Gruppierung sieht Bürgermeister im Ehrenamt kritisch und will Spaltung der Bevölkerung verhindern

Im Marktgemeinderat Inchenhofen gibt es zwei Fraktionen: Bürgerwille ’84 und CSU/Freie Wähler. Bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr hofft eine dritte Gruppierung auf den Einzug ins Kommunalparlament.

Die „ÖDP – dritte Liste für Leahad“ stellt sich im März 2020 in Inchenhofen den Bürgern zur Wahl. Die Gruppierung hat sich laut Maria Posch, zweite ÖDP-Kreisvorsitzende, bereits Gedanken über die aktuelle Streitfrage in Inchenhofen gemacht: Soll der Bürgermeister ehrenamtlich bleiben oder hauptamtlich werden?

Laut Mitteilung hat sich die ÖDP bereits im August mit diesem Thema auseinandergesetzt. „Letztendlich entschieden wir uns mehrheitlich dagegen, als neue politische Gruppierung den Antrag auf Hauptamtlichkeit des Bürgermeisteramts zu stellen“, heißt es darin. Begründung: Weil Karl Metzger seine Kandidatur rechtzeitig bekannt gegeben habe, „wäre es unserer Auffassung nach Aufgabe des Gemeinderates, darüber zu entscheiden“. Mit dem nun beschlossenen Bürgerentscheid aber kann die ÖDP mehr als gut leben. Die Gruppierung spricht sich klar dafür aus, die Bürger mit ins Boot zu holen. Einen ehrenamtlichen Bürgermeister sieht die ÖDP angesichts eines Berges an Aufgaben kritisch, obgleich sie Amtsinhaber Metzger „große Anerkennung für seine Verdienste“ ausspricht. Allerdings sei es für berufstätige Mitbewerber, die eine Familie ernähren müssen, fast unmöglich, eine solche Leistung zu erbringen. Vergleichbare Gemeinden wie Hollenbach (2500 Einwohner), aber auch kleinere wie Petersdorf (1700) hätten sich längst für einen berufsmäßigen Bürgermeister entschieden, argumentiert die ÖDP. Aus ihrer Gruppierung könne es sich niemand leisten, ehrenamtlich als Bürgermeister zu kandidieren, so die ÖDP. Es falle anscheinend auch der CSU/FW-Fraktion schwer, einen ehrenamtlichen Bürgermeisterkandidaten zu gewinnen. Dabei aber sollte sich der Bürger in einer Demokratie unter mehreren Kandidaten entscheiden können. Vom Bürgerentscheid erhofft sich die ÖDP, dass dadurch eine Spaltung der Inchenhofener in zwei Lager verhindert wird.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren