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Petersdorf

17.05.2017

Petersdorfer Bürgermeister in seiner ersten Sitzung vereidigt

Mit erhobener Hand schwor der neue Petersdorfer Bürgermeister Dietrich Binder (links) den Bürgermeister-Diensteid. Peter Brandner (rechts) nahm ihm diesen als ältestes anwesendes Gemeinderatsmitglied ab.
Bild: Stefanie Brand

Gemeindeoberhaupt Dietrich Binder „wahnsinnig nervös“ bei seiner Vereidigung im Gemeinderat. Betriebskosten der Kläranlage im Edenhausener Tal waren Thema

„Ich schwöre Treue dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung des Freistaates Bayern, Gehorsam den Gesetzen und gewissenhafte Erfüllung meiner Amtspflichten, so wahr mir Gott helfe.“ Diesen Bürgermeister-Diensteid nahm Gemeinderat Peter Brandner dem neuen Petersdorfer Bürgermeister, Dietrich Binder, jetzt in dessen erster Gemeinderatssitzung ab. Binder hatte sie mit den Worten eingeleitet: „Ich bin wahnsinnig nervös.“ Und dann sollte es auch noch bei zwei Tagesordnungspunkten um seine Person gehen. Nach der Vereidigung folgte sogleich der nächste formelle Akt: Einstimmig beschloss der Gemeinderat, Binder zum Standesbeamten zu bestellen.

Die regulären Themen der Tagesordnung waren rasch abgehandelt, sodass Binders erste öffentliche Sitzung gerade einmal 30 Minuten in Anspruch nahm. Der Anbau zweier Dachgauben an ein bestehendes Wohnhaus in der Von-Schaezler-Straße in Alsmoos stand als nächster Programmpunkt an. Da der Anbau bereits umgesetzt worden war und auch rechtlich nichts dagegen sprach, erteilten die Gemeindevertreter das Einvernehmen.

Warum die Betriebskosten der Kläranlage höher sind

Der Betriebskostenabrechnung der Kläranlage Edenhausener Tal für das Jahr 2016 wurde einstimmig zugestimmt. Vorher hatte Gemeinderat Peter Brandner das Wort ergriffen und mitgeteilt, wie die hohe Differenz der Jahre 2015 und 2016 zu erklären sei: „Alle drei Jahre erfolgt die Klärschlammentleerung. Dann fällt die Rechnung höher aus.“ Die mitgelieferten Zahlen unterstrichen dies: Die Gesamtkosten beliefen sich im Jahr 2016 auf etwa 113000 Euro, wobei auf die Gemeinde Petersdorf anteilige Kosten in Höhe von 64000 Euro entfielen. Nach Abzug der Abschlagszahlungen muss die Gemeinde noch eine Restzahlung von knapp 10000 Euro leisten. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 lagen die Gesamtkosten mit fast 80000 Euro und einem Petersdorf-Anteil von etwas mehr als 51000 Euro deutlich darunter. Auch zeigte sich der Drei-Jahres-Rhythmus deutlich. 2013 lagen die Gesamtkosten mit 116000 Euro annähernd auf dem Niveau des Jahres 2016.

Dass die Gemeinde Petersdorf im Vergleich zu Aindling immer noch den Mammutteil zu stemmen hat, fiel ebenfalls auf. „Alle drei Jahre erhalten wir dieses negative Geschenk“, fasste Binder zusammen und suchte nach Lösungen in der Runde: „Was können wir dagegen tun?“ Auch hierfür hatte Peter Brandner eine passende Lösung parat: „Der Fremdwasseranteil muss minimiert werden.“ Weniger Fremdwasser würde auch bedeuten, dass der Kostenanteil der Gemeinde geringer ausfällt. Vorhaben wie die Maßnahme, die laut Haushaltsplan noch heuer in Axtbrunn ansteht, müssen regelmäßig angegangen werden. Gemeinderat Andreas Lamminger stimmte zu, relativierte aber eine etwaige Brisanz und verwies auf die Jahre 2005 und 2006, in denen die Durchlaufmenge mit 151000 Kubikmeter im Jahr 2005 und 148000 Kubikmeter im Jahr 2006 deutlich über den Werten von 2016 (118000 Kubikmeter) lagen. Fragen gab es darüber hinaus noch zu einer Änderung, die seitens der Verwaltungsgemeinschaft (VG) initiiert worden war. Jedoch handelte es sich dabei lediglich um eine Formalie. Unklar ist, warum die VG die Abstimmung über die Protokolle der Sitzungen in den nicht-öffentlichen Teil verlegt hat. Für Gemeinderat Lamminger war der Grund dafür nicht klar. Zudem fragte er, ob die bestehende Gemeindeordnung diese Änderung überhaupt hergebe. Binder versprach, diesbezüglich noch einmal nachzuhaken. Noch ein weiteres Thema landete auf seiner To-do-Liste. Gemeinderat Willi Niedermeier brachte das Problem mit einem Wasserschieber im Riedweg in Schönleiten zur Sprache. Hier werde schon seit geraumer Zeit hin- und hergeschoben, ob sich der Zweckverband oder der Bauhof kümmern muss. Auch in dieser Sache wollte Binder kurzfristig nachhaken.

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