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Tradition

27.10.2017

Pferdekrankheit: Leonhardiritt nicht in Gefahr

Hans Schweizer, Vorsitzender des Leonhardikomitees, war auch 2016 hoch zu Pferd Teil des Leonhardiritts in Inchenhofen.

Inchenhofen verzeichnet bisher keine Absagen. Ehrengast ist Staatssekretär Johannes Hintersberger.

Der heilige Leonhard ist der Schutzpatron der Gefangenen und des Viehs, insbesondere der Pferde. Darauf gründet die Tradition der Leonhardiritte, die zu Ehren des Heiligen Anfang November abgehalten werden. Im Landkreis Augsburg wurden jetzt zwei dieser Traditionsveranstaltungen abgesagt: wegen zu wenigen Anmeldungen, aber im Fall von Baiershofen auch wegen der Druse, einer hochsteckenden Pferdekrankheit. Der Leonhardiritt in Inchenhofen – der größte in der Region – ist aber nicht in Gefahr, wie Hans Schweizer, Vorsitzender des Leonhardikomitees, auf Anfrage sagt.

„Bei uns findet der Leonhardiritt ganz normal statt“, sagt Schweizer. Absagen wegen der Pferdekrankheit gab es bislang nicht. Während die Atemwegserkrankung Druse im Landkreis Augsburg nach Aussage des Landratsamts Augsburg verbreitet ist, ist im Veterinäramt im Kreis Aichach-Friedberg bisher kein Fall bekannt, wie Wolfgang Müller, Pressesprecher des Landratsamts, berichtet. Die Krankheit sei allerdings nicht meldepflichtig.

180 Pferde ziehen 19 Festwagen

In Inchenhofen laufen die Vorbereitungen weiter. Die Anmeldung ist laut Hans ziemlich abgeschlossen“, erklärt Schweizer. Etwa 180 Pferde werden zum Leonhardiritt am Sonntag, 5. November, erwartet. Darunter sind auch die Gespanne mit zwei bis vier Pferden, die die 19 Festwagen mit den lebenden Bildern aus dem Leben des heiligen Leonhard und mit Vereinsgruppen sowie die Kutschen mit den Ehrengästen ziehen.

Mittlerweile steht auch fest, wer als Ehrengast die bayerische Staatsregierung vertreten wird: der Augsburger Johannes Hintersberger, Staatssekretär im bayerischen Arbeits- und Sozialministerium. Zu den angemeldeten Gespannen und Reitern von Vereinen und Pferdehöfen kämen meist am Veranstaltungstag selbst spontan noch etwa 15 bis 20 Freizeitreiter dazu, weiß Schweizer aus Erfahrung. Begleitet wird der Umzug, der dreimal rund um die Wallfahrtskirche St. Leonhard führt, wieder von drei Musikkapellen und einem Spielmannszug.

Bis dahin wird in Inchenhofen noch an der Dekoration der Festwagen gearbeitet. Heuer hofft Schweizer auf besseres Wetter als 2016, als bei nasskaltem Wetter nur etwa 1000 Zuschauer den Umzug verfolgten. Ehrengast war damals der bayerische Finanz- und Heimatminister Markus Söder, der dem Leonhardiritt wenige Monate zuvor den Heimatpreis verliehen hatte. Der Inchenhofener Leonhardiritt gilt als der älteste in Bayern.

Der Leonhardiritt mit der Pferdesegnung beginnt am Sonntag, 5. November, um 13.30 Uhr. Bereits um 7.30 Uhr findet ein Wallfahrtsgottesdienst statt. Zum feierlichen Pontifikalamt um 9.30 Uhr wird Weihbischof Anton Losinger aus Augsburg erwartet. (bac)

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