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Pöttmes

14.06.2017

Pöttmes bekämpft gefährliche Tiere in Bäumen

In Pöttmes sind rund zwei Dutzend Bäume von Eichenprozessionsspinnern befallen, darunter auch diese drei am Kinderhort. Die Bäume werden nun besprüht, Kinder dürfen den Bereich nicht mehr betreten.
Bild: Vicky Jeanty

Zwei Dutzend Eichen sind von Eichenprozessionsspinnern befallen. Deren Haare können schwere allergische Reaktionen auslösen. Was die Gemeinde unternimmt.

Ungeliebte Bewohner haben sich in der Marktgemeinde Pöttmes breit gemacht: Rund zwei Dutzend Bäume sind von Eichenprozessionsspinnern befallen. Das teilte Bürgermeister Franz Schindele am Montagabend in der Sitzung des Bauausschusses mit. Betroffen sind unter anderem drei Bäume im Pöttmeser Kinderhort sowie weitere Bäume am Spielplatz im Ortsteil Schorn und am Mandlachsee.

Nachdem mehrere Bäume befallen waren, hatte der Bauhof die Eichen im Gemeindegebiet vorsorglich kontrolliert. Wie Peter Fesenmeir vom Bauamt auf Nachfrage mitteilte, stellte sich heraus, dass 20 bis 25 Bäume betroffen sind.

Eichenprozessionsspinner haben es, wie der Name nahelegt, nur auf Eichen abgesehen. Die Tiere haben gefährliche Brennhaare, die auf der menschlichen Haut und an den Schleimhäuten toxische oder allergische Reaktionen hervorrufen können. Die Beschwerden reichen von Hautausschlägen über Asthmaanfälle bis hin zu allergischen Schocks.

Pöttmes ist in der Region kein Einzelfall. Vor einem Jahr sorgte der Eichenprozessionsspinner in mehreren Orten im Nachbarlandkreis Augsburg für Probleme. Nester und Raupen wurden unter anderem in Meitingen an Bäumen im Schlosspark entdeckt. Auch in Thierhaupten wurden die gefürchteten Tierchen gesehen. In diesem Jahr erwarten Fachleute wegen des meist trockenen Frühjahrs besonders viele Eichenprozessionsspinner. Die Neuburger Stadtgärtnerei registriert seit etwa drei Jahren ein verstärktes Auftreten der Schmetterlingsart. Diese soll nun bekämpft werden. Dazu entschloss sich auch der Landkreis Donau-Ries.

Ebenso wie das dortige Landratsamt hat der Markt Pöttmes nun eine Firma aus Asbach-Bäumenheim damit beauftragt, gegen den Eichenprozessionsspinner vorzugehen. Dazu wurden die Bäume am Freitag mit einem speziellen Mittel besprüht. Die betreffenden Bereiche am Kinderhort in Pöttmes oder am Spielplatz in Schorn sind abgesperrt, damit Kinder sie nicht betreten können. Fesenmeir sagt: „Gerade im Bereich von Spielplätzen ist Gift nicht das Mittel der ersten Wahl.“ Doch in diesem Fall müsse man die Gefahr durch das Gift abwägen gegen die Folgen, die eine weitere Ausbreitung der Tiere habe.

Der Eichenprozessionsspinner ist nicht zu verwechseln mit der Gespinstmotte, die in jüngster Zeit in der Region ebenfalls für Aufsehen sorgt. Sie hüllt Bäume und Büsche in dichte weiße Spinnweben, gilt aber für Mensch und Tier als völlig harmlos. Auch Gespinstmotten sind in diesem Jahr stark verbreitet.

Zaunsockel im Baugebiet Stützmauern und Zaunsockel dürfen im neuen Baugebiet nördlich der Unterfeldstraße in Pöttmes künftig über dem Boden 50 Zentimeter hoch sein. Das beschloss der Bauausschuss einstimmig, nachdem er sich vor Ort ein Bild von der Situation gemacht hatte. Wie mehrfach berichtet, haben einige Bauherren bereits Zaunsockel von 30 bis 150 Zentimetern Höhe errichtet, ohne bei der Gemeinde nachzufragen. Für die anderen galt es nun, eine gerechte Lösung zu finden, ohne sie zu benachteiligen. Das Architekturbüro hatte vorgeschlagen, eine Höhe von 75 Zentimetern zu erlauben. Das war dem Bauausschuss nach längerer Diskussion jedoch zu hoch. Die Mitglieder legten außerdem fest, dass die Stützmauern mindestens anderthalb Meter Abstand zu öffentlichen Verkehrsflächen haben müssen.

Wer einen Sockel bauen will oder schon gebaut hat, der über einen halben Meter hoch ist, muss einen Antrag auf Befreiung stellen. Kann er diesen plausibel begründen, kann die Gemeinde zustimmen. Liegt keine nachvollziehbare Begründung vor, kann sie den Antrag ablehnen. Wer seinen Sockel schon gebaut hat und eine Ablehnung erhält, muss ihn zurückbauen. Der jetzige Beschluss des Bauausschusses wird nun öffentlich ausgelegt, und es werden Stellungnahmen eingeholt. Fesenmeirs Einschätzung zufolge wird wohl nach der Sommerpause endgültig darüber entschieden.

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