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Frühling

11.04.2017

Profis geben Tipps für Hobbygärtner

Michael Kutscherauer von der Gärtnerei Brandel im Aichacher Stadtteil Untergriesbach beim Versorgen seiner Frühlingsblumen.
Bild: Erich Echter

Die Temperaturen steigen. Zeit für Blumen und Pflanzen. Warum Fachleute vor verfrühtem Tatendrang warnen.

Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen – in den vergangenen Tagen schlugen nicht nur die Herzen von Hobbygärtnern höher. So mancher von ihnen denkt schon intensiv darüber nach, was er jetzt in seinem Garten oder auf seinem Balkon anpflanzen möchte. Doch in den Nächten kann es noch immer zu Frost kommen. Deshalb mahnen Profis zur Vorsicht.

Mario Christoph von der Christoph OHG in Weichenberg (Aindling) sagt: „Gemüse kann man jetzt schon in Gewächshäusern anpflanzen.“ Andere Pflanzen wie Lavendel oder Zitronenbäumchen seien sehr frostempfindlich. Deswegen rät er dazu, sie bei niedrigeren Temperaturen immer hineinzustellen. Von allzu großem Tatendrang auf dem Balkon rät er ab: „Auf dem Balkon sollte man besser noch nichts anpflanzen.“

Falls der ein oder andere aber schon mit dem Garteln begonnen hat? Kein Problem, sagt der Gärtner. Denn es gibt immer noch ein paar Hilfsmittel, um Pflanzen vor Frost oder zu niedrigen Außentemperaturen schützen. Josef Stöckl vom Reitberger Agrarhandel in Aichach rät zu speziellen Fließen, um die Pflanzen damit zu schützen: „So halten sie Temperaturen bis minus vier Grad Celsius stand. Auf keinen Fall sollte man eine normale Folie verwenden“, warnt er. Dadurch befalle der Frost die Pflanzen noch mehr.

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Anton Mayr von der Gärtnerei Christoph Mayr in Pöttmes sagt: „Auch zu dieser Jahreszeit darf man das Gießen nicht unterschätzen. Bei niedrigen Temperaturen kann man ebenfalls einen größeren Tontopf nehmen und die entsprechende Pflanze mitsamt Kerzen dort hineinstellen.“ Das wirke dann wie eine Art Heizung. Salat und andere Kohlpflanzen würden generell niedrigeren Temperaturen standhalten können.

Margit Kutscherauer von der Gärtnerei Brandel im Aichacher Stadtteil Untergriesbach empfiehlt: „Bei Temperaturen von minus fünf Grad die Pflanzen lieber immer ins Haus stellen.“ Manche Gewächse hingegen sind robuster. Kutscherauer nennt Beispiele: „Das Stiefmütterchen sowie andere Frühlingsblumen halten kühlerem Wetter stand und können jetzt schon angepflanzt werden.“ Zumindest mit vorbereitenden Arbeiten können Hobbygärtner auf jeden Fall schon loslegen. Mario Christoph empfiehlt etwa, den Rasen mit Stickstoff zu düngen oder das Laub auf dem Rasen beziehungsweise im Teich einzusammeln. „Die Boden- und Wasserpflanzen gehören auch zugeschnitten, da die Frostschäden nicht gesund fürs Wachsen sind. Wenn Blätter einmal eingefroren waren, sind das danach tote Organe“, so Christoph. Anton Mayr sagt: „Auf jeden Fall kann man schon anfangen, das Gewächshaus vollständig herzurichten.“

Auch Menschen ohne eigenen Garten können bei sich im Grünen sitzen: zum Beispiel auf ihrem Balkon. Josef Stöckl sagt: „Für Gemüse braucht man keinen extra Garten. Allein mit kleinen Balkonkästen können schon kleine Tomatensträucher wachsen.“ Hobbygärtner könnten sich ein kleines Gewächshaus für ihren Balkon anschaffen. Auch Blumen könnten ohne Probleme dort angepflanzt werden. Margit Kutscherauer empfiehlt: „Tulpen, Primeln und Gänseblümchen kann man oben auf dem Balkon leicht pflegen.“

Anton Mayr sagt: „Kräuter wie Rosmarin, Thymian und Salbei können dort auch angepflanzt werden. Da ist jedermann auf der sicheren Seite. Aber auch bei den typischen Frühlingsblumen wie Tulpen und Narzissen kann keiner was falsch machen.“

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