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Aichach-Friedberg

15.07.2010

Radeln von einer Grenze zur anderen

Gemeinsam schneiden Landrat Christian Knauer (Aichach-Friedberg) und Landrat Roland Weigert (Neuburg-Schrobenhausen) das symbolische Band durch und weihen so mit der Unterstützung der Viertklässer Simone und Lukas den neuen Geh- und Radweg zwischen Schiltberg und Weilach ein. Foto: Barbara Worschech
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Gemeinsam schneiden Landrat Christian Knauer (Aichach-Friedberg) und Landrat Roland Weigert (Neuburg-Schrobenhausen) das symbolische Band durch und weihen so mit der Unterstützung der Viertklässer Simone und Lukas den neuen Geh- und Radweg zwischen Schiltberg und Weilach ein. Foto: Barbara Worschech
Bild: Barbara Worschech

Der neue Weg für Fußgänger und Radfahrer verbindet nicht nur Schiltberg und Weilach, sondern auch Landkreise und Bezirke. Von Barbara Worschech

Mit dem Rad natürlich fuhren die Schiltberger Viertklässler gestern zur Einweihung des neuen Fußgänger- und Radweges von Schiltberg nach Weilach. Dabei überquerten sie nicht nur die Grenze der Landkreise Aichach-Friedberg und Neuburg-Schrobenhausen, sondern radelten auch vom Bezirk Schwaben nach Oberbayern. Dieser Brückenschlag erklärt wohl den großen Bahnhof, mit dem der zwei Kilometer lange Weg offiziell eröffnet wurde. Landräte aus beiden Kreisen und ihre Stellvertreter, Bürgermeister, Verantwortliche aus den Bauämtern und viele interessierte Radler und Fußgänger nahmen daran teil.

Mit der Strecke schließt sich eine weitere Lücke im Radwegenetz des Wittelsbacher Landes, eine Tour von der östlichen Landkreisgrenze bis nach Rehling im Westen ist fast gefahrlos möglich. Über 100 Kilometer straßenbegleitende Radwege machen das möglich. An zwei wichtigen Strecken schlängelt sich allerdings noch kein Weg seitlich der Straße entlang. Ein fehlendes "markantes Stück", wie Peter Wenhardt vom Tiefbauamt es nennt, ist die Strecke von Pöttmes nach Unterbachern. Doch da laufe gerade die Planung. Als weiteren wichtigen Abschnitt bezeichnet Wenhardt einen Fuß- und Radweg zwischen Allenberg und Aichach. Dessen Bau sei im Finanzplan für 2012 vorgesehen.

Darauf ging Landrat Christian Knauer auch bei der Feier am Weilacher Ortsrand ein. Die Verbindung Aichach-Allenbach schilderte er als nächstes Projekt. "Wir versuchen, das Radwegenetz kontinuierlich zu vergrößern jedes Jahr", betonte der Landrat. Jeder benachbarte Landkreis lasse sich nun zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen. Das Geh- und Radwegenetz entlang der Kreisstraßen, für das der Landkreis zuständig ist, umfasse mittlerweile rund 62 Kilometer.

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Sein Kollege des Kreises Neuburg-Schrobenhausen, Landrat Roland Weigert, nannte genaue Zahlen. Von den zwei Kilometern liegen rund 1200 Meter auf dessen Gebiet, etwa 800 Meter gehören zu Aichach-Friedberg. Darum sei der Kreis Neuburg-Schrobenhausen bei dem Bau federführend gewesen. Die Kosten von knapp einer halben Million werden mit rund 185 000 Euro staatlich gefördert. Die übrigen 300 000 Euro teilen die Landkreise sowie die Gemeinden Gachenbach und Schiltberg unter sich auf.

Gleich Leerrohre für das schnelle Internet verlegt

Beide Landräte lobten die gute Zusammenarbeit zwischen den Kreisen und Gemeinden. Schiltbergs Bürgermeister Josef Schreier freute sich über die neue Verbindung zum Nachbarort und prophezeite: "Es wird wenig Radwege geben, auf denen so viel los sein wird." Auch Gachenbachs Bürgermeister Alfred Lengler nannte die zwei Kilometer einen "Radweg, der wirklich Sinn macht". Noch dazu sei der Bau genutzt worden, um Leerrohre für Leitungen für das schnelle Internet zu verlegen.

Wie sinnvoll und wichtig der neue Weg ist, bewiesen die Schiltberger Schüler. Zusammen mit Lehrerin und Schulleiterin Adelheid Konrad trugen sie ein selbst gedichtetes Lied vor. "Jetzt köm'mer sicher radeln, kein Auto fährt uns zam", brachte es eine Strophe auf den Punkt. Da kommenden Montag bei den Viertklässern auch die Radfahrprüfung anstehe, sei das ein guter Testlauf gewesen, freute sich Konrad. Zurück zur Schule radelten die Mädchen und Buben sogar gerne. Das lag allerdings nicht nur an dem neuen Radweg, sondern auch am "Hitzefrei", dass ihnen die Weiterfahrt zum See ermöglichte. Von Barbara Worschech

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