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Streitthema

12.03.2015

Recht auf Heimat Thema bei Sudetendeutschen

Es wird auf Kreisebene diskutiert

Für Diskussionen innerhalb der Kreisgruppe der Sudetendeutschen Landsmannschaft (SL) wird demnächst das Ergebnis der 15. Bundesversammlung der SL in München sorgen.

Dort war eine Satzungsänderung beschlossen worden, der zufolge der Rechtsanspruch auf Heimat und das Recht auf Rückgabe beziehungsweise gleichwertigen Ersatz oder Entschädigung des konfiszierten Eigentums durch den tschechischen Staat ersatzlos gestrichen werden soll. Wie SL-Kreisobmann Ernst Wollrab aus Friedberg auf Anfrage bestätigt, soll im Rahmen einer Kreisversammlung dieses Thema angesprochen und etwaige Missverständnisse ausgeräumt werden.

In einer Mitteilung des stellvertretenden Ortsobmanns der Ortsgruppe Aichach der SL Aichach, Manfred Martin, (AN vom Dienstag, 10. März, „Einige Sudetendeutsche sprechen von Verrat“) war heftige Kritik am Beschluss der Funktionsträger „ohne Einbindung der Basis“ geübt worden.

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In diesem Zusammenhang legt SL-Ortsobmann Gert-Peter Schwank gegenüber unserer Zeitung Wert auf die Feststellung, dass es sich bei diesem Beitrag „nicht um eine offizielle Stellungnahme der Ortsgruppe Aichach gehandelt hat“.

70 Jahre nach Flucht und Vertreibung, so schmerzlich diese für die Angehörigen der sogenannten Erlebnisgeneration gewesen sei, gebe es auf beiden Seiten positive Ansätze, zum Beispiel bei gemeinsamen Projekten von Jugendgruppen und Schulen aus Tschechien und Bayern. Das Motto „Lasst uns Brücken bauen“, müsse nach dem längst erfolgten Fall des Eisernen Vorhangs seiner Meinung nach im Vordergrund stehen, betonte Schwank.

Rücktrittsforderungen an die Adresse einiger Funktionsträger oder der vom Bezirksvorsitzenden der SL, Felix Vogt-Gruber aus Gundelfingen, angestrebte Klageweg seien derzeit „wenig hilfreich“.

Die SL-Ortsgruppe Aichach zählt mit knapp 60 Mitgliedern zu den stärksten im Landkreis. Bei den monatlichen Treffen stehe „nicht die große Politik im Vordergrund“. Dennoch sei die Diskussion auf Kreisebene zum Thema „Rechtsanspruch auf Heimat“ mit Spannung zu erwarten, so Schwank. (AN)

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