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24.01.2015

Reifen Müller übernimmt Ihle nahtlos

Betrieb in den Filialen der Region geht weiter

Die zwölf früheren Reifen Ihle-Filialen, davon zwei in Aichach und Friedberg sowie in der Region Ulm/Donautal gehören nach der Insolvenz seit Jahresbeginn zur Reifen Müller KG (wir berichteten im Hauptteil). Der Geschäftsbetrieb werde nahtlos weitergeführt, den Kunden soll keinerlei Nachteil entstehen, so Firmenchef Klaus Müller laut einer Mitteilung.

Die Übernahme der bisherigen Mitarbeiter sei für Müller selbstverständlich. Durch die Übernahme soll das Angebot erweitert werden: Neben Reifenmontage und Auswuchtung sollen Reifen aller führenden Hersteller für Autos, Nutzfahrzeuge, Motorräder, Bagger, Baumaschinen und landwirtschaftliche Fahrzeuge und Felgen, sowie komplette Radsätze und Zubehörteile angeboten werden. Dienstleistungen wie Einlagerungen, Kfz-Service, TÜV und die Reparatur von Autoglasscheiben gehören zum Angebot. Das mittelständische Familienunternehmen mit Sitz im fränkischen Hammelburg hat mit der Übernahme sein Filialnetz auf 42 Standorte ausgebaut. Im eigenen Werk in Hammelburg werden jährlich über 70000 Reifen runderneuert. Die Firma Reifen Müller wurde 1966 von Irma und Otto Müller in Bad Brückenau gegründet. Seit 1989 befindet sich der Firmensitz in Hammelburg. Das Filialnetz erstreckt sich von dort bis Hessen, Baden-Württemberg, Mittelfranken, Thüringen und nun auch Bayerisch-Schwaben. Insgesamt werden über 500 Mitarbeiter beschäftigt.

Gerüchte über die Reifen-Ihle-Insolvenz gab es schon länger, Ende Februar wurde es zur traurigen Gewissheit: Das Unternehmen mit Sitz in Günzburg musste für seine vier Gesellschaften Insolvenzantrag stellen. Eine branchenweite Absatzschwäche und der Ausfall einiger Großkunden hatten den Reifenhersteller eigenen Angaben zufolge in die Bredouille gebracht. Hinzu kam der milde Winter, der den Reifenabsatz drosselte. Und dann fiel auch noch, wie ein Firmen-Sprecher mitteilte, die Finanzierung für den eingeleiteten Restrukturierungs-Prozess aus. Das Hoffen und Bangen für die etwa 230 Mitarbeiter begann. Im Oktober kündigte Reifen Müller an, zum 1. Januar die Filialen in den zwölf Niederlassungen mit rund 100 Mitarbeitern zu übernehmen.

Dennoch gab es nach der Insolvenz auch rund 40 Kündigungen bei den drei anderen Gesellschaften. Das Reifenwerk im Donauried bei Günzburg wurde vor Weihnachten von der Beteiligungsgesellschaft Prolimity Capital Partners (Ummendorf bei Biberach) übernommen und wird unter dem Namen Rigdon GmbH weitergeführt. (AN, bv)

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