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Welt-Rheuma-Tag

12.10.2019

Rheuma möglichst früh erkennen

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Gisela Pfisterer

Arbeitsgemeinschaft im Kreis: Viele Menschen wissen nicht, dass sie von der Krankheit betroffen sind

Gisela Pfisterer leitet seit neun Jahren die Arbeitsgemeinschaft Aichach-Friedberg der Deutschen Rheuma-Liga. Am heutigen Welt-Rheuma-Tag erklärt sie, was gegen die Krankheit getan werden kann und wie eine Kampagne jetzt helfen soll.

Die Deutsche Rheuma-Liga startet zum Welt-Rheuma-Tag eine einjährige Kampagne. Worum geht es dabei?

Die Kampagne heißt „Rheuma ist jünger, als du denkst“. Dabei werden die 23-jährige Britta und der 43-jährige Christian neun Monate lang mehrmals in der Woche auf Instagram über ihr Leben mit der Krankheit berichten.

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Was verspricht sich die Rheuma-Liga von dieser Aktion?

Es geht um den Abbau von Vorurteilen. Die Menschen sollen darüber informiert werden, was es überhaupt heißt, Rheuma zu haben. Sie sollen es nicht als Alte-Leute-Krankheit verstehen, denn auch viele junge Menschen sind betroffen. Viele wissen es gar nicht. Rheuma tritt in jedem Alter auf, auch schon bei Kindern. Je früher Rheuma erkannt wird, desto besser stehen die Chancen, die Krankheit zum Stillstand zu bringen und bleibende Schäden zu verhindern.

Lässt sich Rheuma nicht heilen?

Nein, die Krankheit ist trotz Fortschritten in der Medizin noch nicht heilbar. Es ist eine Art fließender Schmerz. In Deutschland sind etwa 17 Millionen Menschen von mehr als 100 verschiedenen rheumatischen Erkrankungen betroffen.

Was tun Sie bei der Rheuma-Liga in Aichach-Friedberg gegen die Krankheit?

Wir haben derzeit 370 Mitglieder. Etwa 180 davon sind derzeit in 18 Gruppen aktiv. Es gibt Wasser- und Trockengruppen, in denen sie ein spezielles Funktionstraining absolvieren. Es geht darum, mit gezielten Bewegungen dafür zu sorgen, dass es den Erkrankten körperlich besser geht.

Wer kommt zur Rheuma-Liga nach Aichach-Friedberg?

Wer zu uns kommt, kämpft oft schon mit einem fortgeschrittenen Stadium der Rheumaerkrankung. Meist hat ihr Hausarzt sie zu einem Rheumatologen geschickt, der sie dann an uns verweist. Eltern betroffener Kinder oder junge Rheumatiker können wir an geeignete Ansprechpartner weiterleiten.

Wer bezahlt das Funktionstraining?

Meist übernimmt die Krankenkasse die Kosten für ein oder zwei Jahre. Vor allem für die älteren Erkrankten gewinnt neben dem gesundheitlichen Aspekt aber die Begegnung mit anderen Rheuma-Patienten an Bedeutung. Das sehen wir zum Beispiel bei unserem Wandertag: Wer gut zu Fuß ist, läuft die Strecke mit. Viele von denen, die das nicht mehr schaffen, treffen sich am Ende der Wanderstrecke zum Kaffeetrinken. (kabe)

Im Internet können Interessierte die Beiträge von Britta und Christian lesen unter www.instagram.com/deutsche_rheuma_liga/

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