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Adelzhausen

07.08.2020

Sandgrube Burgadelzhausen: Firma will mineralische Abfälle lagern

Eine Sandgrube bei Burgadelzhausen will die Firma Aves zur Lagerung von mineralischen Baustoffen und Abfällen nutzen.
Bild: Martin Golling (Symbol)

Das Entsorgungsunternehmen Aves plant eine neue Nutzung für die Sandgrube bei Burgadelzhausen. Der Gemeinderat ist nicht begeistert von den Plänen.

Die Sandgrube bei Burgadelzhausen (Gemeinde Adelzhausen) nutzt der Entsorgungsfachbetrieb Aves (Abfall, Verwertung und Entsorgung) schon seit Jahren als Verfüllungsstandort. Jetzt möchte die Firma dort außerdem mineralische Baustoffe und Abfälle lagern und aufbereiten. Am Mittwoch stellte Geschäftsführer Daniel Waibel im Gemeinderat das Konzept für die Ausweisung eines Sondergebietes vor.

Auch der Baggerbetrieb Schmaus braucht Gewerbefläche

Dort sind auch etwa 3000 bis 5000 Quadratmeter Gewerbefläche für den ortsansässigen Baggerbetrieb Schmaus vorgesehen. An seinem bisherigen Standort im Gewerbegebiet würde er dann wahrscheinlich eine Werkstatt und ein Büro bauen, sagte Inhaber Konrad Schmaus.

Bürgermeister Lorenz Braun erinnerte daran, dass schon der alte Gemeinderat nicht davon begeistert gewesen sei, die Sandgrube anders zu nutzen: „Uns ist es am liebsten, wenn sie so schnell wie möglich renaturiert und wieder Wald wird.“ Kommt das Sondergebiet, fällt die Renaturierung allerdings flach. Man würde an anderer Stelle einen Ausgleich schaffen, betonte der Geschäftsführer.

Burgadelzhausen: Lastwagenverkehr zur Sandgrube schreckt ab

Braun fand es löblich, dass der Betrieb im Zuge des Projektes eine Reifenwaschanlage plant. Aber: „Deshalb fahren die Lastwagen trotzdem.“ Auch Franz-Xaver Oswald schreckte das erhöhte Verkehrsaufkommen ab. Bisher entsorgt Aves in der Grube jährlich rund 45.000 Tonnen Material. Mit dem Sondergebiet kämen zusätzlich rund 100.000 Tonnen, sagte Waibel. Allerdings würde der Betrieb dann auch mehr als sechs Monate im Jahr aktiv sein und damit Gewerbesteuer an die Gemeinde zahlen. Bisher ist das nicht der Fall.

Simon Konrad sah das geplante Vorhaben „eher positiv“. Ebenso Benjamin Müller: „Die ganze Maschinerie läuft schon seit Jahren. Finde nicht, dass es großartig hakt.“ Bevor der Gemeinderat eine Entscheidung trifft, will er erst mal alle Informationen sacken lassen.

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