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Bürgerversammlung

13.01.2020

Schiltberg will neues Bauland schaffen

Dritter Bürgermeister Fabian Streit (rechts) bedankte sich bei Bürgermeister Josef Schreier, der die letzte Bürgerversammlung seiner Amtszeit in Schiltberg abhielt.
Foto: Sabrina Rauscher

Trotz des neuen Baugebietes mit 20 Plätzen hält die Nachfrage ungebrochen an. Jetzt werden weitere Möglichkeiten geprüft. Bürgermeister Josef Schreier verabschiedet sich von „seinen“ Bürgern

Die Gemeinde Schiltberg wird weiter neues Bauland schaffen. Diese Botschaft übermittelte Bürgermeister Josef Schreier in der letzten Bürgerversammlung seiner Amtszeit rund 95 Anwesenden bei der Bürgerversammlung. Bekanntlich tritt das Gemeindeoberhaupt im März nicht mehr an.

Neben einem kleinen Baugebiet in Gundertshausen, für das der Gemeinderat noch im Dezember den Weg bereitet hat, werden laut Schreier weitere Gebiete geprüft. Die 20 Plätze im neuen Baugebiet in Schiltberg-Nord sind bereits alle verkauft. Doch die Nachfrage ist nach wie vor ungebrochen. Deshalb werden bei den neuen Baugebieten wohl wieder ähnlich strenge Vergaberegeln herrschen. Neben einem Bauzwang von vier Jahren werden Bürger aus der Gemeinde bevorzugt behandelt. „Für Spekulanten oder für eine Geldanlage soll bei einem solchen Nachfragedruck (...) erst ein Ankauf ermöglicht werden, wenn alle Gemeindebürger (...) befriedigt sind“, so Schreier.

Der Bürgermeister informierte auch über die Zukunftspläne, die der aktuelle Gemeinderat auf den Weg gebracht hat und die in der neuen Legislaturperiode anstehen:

Im Zuge der Sanierung der Kreisstraße von Höfarten nach Tandern ist ein Geh- und Radweg geplant. Die Kosten für Schiltberg werden auf 125000 Euro geschätzt. Der Baubeginn des Projekts wurde allerdings vom Landkreis Dachau zurückgestellt.

Im Anschluss soll ein Geh- und Radweg zwischen Höfarten und Wollomos umgesetzt werden.„Dass ein Geh- und Radweg von Schiltberg nach Ruppertszell genauso wichtig ist, wurde nicht vergessen“, betonte Schreier. Allerdings werden die Kosten auf 1,5 Millionen Euro geschätzt. Er werde die Maßnahme dennoch für den Finanzplan der nächsten Jahre vorschlagen, so der Bürgermeister.

In diesem Jahr steht der Neubau eines Leichenhauses am Ruppertszeller Friedhof an.

Die Erweiterung der Grundschule soll weiter geplant werden.

In Gundertshausen, Rapperzell und Ruppertszell stehen Kanalsanierungen an.

Dieser soll weiter angegangen werden.

Mit je einem neuen Einsatzfahrzeug für Allenberg und Ruppertszell soll der Brandschutz verbessert werden.

Was den unzureichenden Breitbandausbau in Allenberg und Rapperzell betrifft, können die Bürger in ein bis zwei Jahren mit Glasfaseranschlüssen der Firma Alto-Netz rechnen.

Schreier betonte: „Es handelt sich bei allen Punkten um Vorschläge. Ob und wie sie umgesetzt werden, liegt an den zukünftigen Verantwortlichen.“ Nicht fehlen durfte auch ein Rückblick auf das vergangene Jahr. Größte Baumaßnahme war die Erschließung des neuen Baugebietes.

Die meisten Bauherren haben nun bereits begonnen. Weiteres Großprojekt war der Anbau eines Gruppenraumes an den Kindergarten. Zudem wurden die ehemaligen Räume der Gemeindeverwaltung für den Kindergarten umgebaut. Deswegen war es nötig, den Spielplatz zu verlagern und zu erweitern. Die Kosten betrugen für die Gemeinde rund 420000 Euro.

Die Kosten für den Neubau des Rathauses mit Feuerwehrhaus beliefen sich laut Schreier inklusiv aller Nebenkosten auf 1,7 Millionen Euro. Zusätzlich musste für die Schiltberger Wehr ein neues Löschfahrzeug angeschafft werden (rund 400000 Euro). Weitere 100000 Euro wurden in die Grundschule investiert. Der Werkraum wurde zu einem Klassenzimmer umfunktioniert und im Keller ein neuer Werkraum geschaffen.

Am Ende bedankte sich der Bürgermeister unter anhaltendem Applaus für das Vertrauen, das ihm in den fast 20 Jahren als Bürgermeister zuteilgeworden sei. „Ich bedanke mich für ihre Zustimmung und bedanke mich auch bei ihnen allen, ihr Bürgermeister gewesen sein zu dürfen“, so Schreier. Stellvertreter Fabian Streit übermittelte ihm seinen Dank für das jahrzehntelange Engagement. Am Ende konnten sich die Besucher über eine Bilderschau mit selbst komponierter musikalischer Begleitung von Hermann Brunner aus Ruppertszell freuen.

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