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Sitzung

14.12.2018

Schulsanierung in Aindling sorgt für lange Gesichter

Die Gemeinde Affing muss an der Sanierung und Erweiterung der Aindlinger Schule mitzahlen.
Bild: Martin Golling

Die hohen Kosten für Renovierung und Erweiterung der Mittelschule lösen in Affing keine Jubelstürme aus

Die Pläne für die Aindlinger Mittelschule sind für den Affinger Bürgermeister „nicht weniger als die Sanierung unserer zweiten Schule“. Denn aktuell kommen 37 Prozent der Mittelschüler aus der Gemeinde Affing. Das betonte Markus Winklhofer am Dienstag im Gemeinderat.

Das Gremium sah sich mit steigenden Kosten konfrontiert, die für Renovierung und Erweiterung des Gebäudes in Aindling entstehen. Zunächst war der Schulverband von 6,6 Millionen Euro ausgegangen. Inzwischen wird das Projekt inclusive Vollsanierung auf knapp zwölf Millionen Euro geschätzt. Dafür gibt es 5,5 Millionen Euro Förderung. 6,4 Millionen Euro muss der Schulverband aufbringen. Auf gut 2,3 Millionen Euro beläuft sich der Affinger Anteil. Winklhofer berichtete von Zähneknirschen im Schulverband, der eine Entscheidung verschob (wir berichteten). Zuvor sollten die betroffenen Gemeindegremien informiert werden. Winklhofer macht sich dafür stark, dass das Vorhaben über 20 Jahre mittels Kredit finanziert wird. Das habe der Schulverband bereits bei der ersten, halb so hohen Kostenschätzung akzeptiert, erklärte er. Alles andere würde der Affinger Haushalt nicht verkraften.

Der Schulverband soll die langjährige Kreditfinanzierung wählen. Das beschloss der Gemeinderat gegen vier Stimmen (Carlos Waldmann, Andreas Widmann, Hubert Brucklachner und Gerhard Faltermeier). Zuvor hatte es einige Fragen gegeben. Faltermeier etwa wollte wissen, ob die Möglichkeit eines Neubaus geprüft worden sei. Für den Schulverband sei ein Neubau keine Option, berichtete Winklhofer. Faltermeier befürchtete „ein Fass ohne Boden“ und, „dass es nicht bei zwölf Millionen bleiben wird“.

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Für den Neubau der Mittagsbetreuung in Affing ist ein Sicherheits- und Gesundheitskoordinator (Sigeko) nötig. Der Gemeinderat vergab die Leistung für knapp 3000 Euro an das Ingenieurbüro UPS. Joseph Engelschalk stimmte dagegen. Er hatte kein Verständnis für die Ausgabe. Andreas Widmann erläuterte, dass ein Sigeko-Beauftragter vorgeschrieben sei. Man solle nicht immer alles hinnehmen, fand dagegen Engelschalk.

Es ist offenbar ein steiniger Weg zur Erschließung des Baugebietes „Am Steininger Weg“ in Gebenhofen. Es existiert seit Jahrzehnten, doch erst jüngst startete die Bebauung mit zwei Doppelhaushälften und einem Einfamilienhaus. Die geplante Erschließung fehlt allerdings noch. Es gibt nur ein Provisorium. Weil die Zufahrt zum Doppelhausgrundstück im Moment nicht möglich ist, kann das Gebäude derzeit nicht vermietet werden, wie die Bauherren beklagen. Jetzt soll eine separate Zufahrt geschaffen werden. Wie die aussieht, ist Aufgabe eines Planers. Fest steht: Eine Durchfahrt zum Steininger Weg soll nicht möglich sein. Notfalls wird mit einem Poller abgeriegelt. Wegen des Höhenunterschiedes im Baugebiet hatte der Bürgermeister eine Anböschung angeordnet. Diese genehmigte der Gemeinderat nachträglich. Aus Sicherheitsgründen soll die Anböschung auch auf der zweiten Straße erfolgen. Gerechnet wird mit insgesamt rund 10000 Euro Kosten.

Unter anderem stimmte der Gemeinderat der Nutzungsänderung eines Gartenhauses in der Miederinger Straße in Bergen zu. Es soll dort ein Seminarraum entstehen. In Affing wird ein Schweinestall in der Neuburger Straße zur gewerblichen Lagerhalle umfunktioniert. Auch das war unstrittig.

Einstimmig sagte der Gemeinderat Ja zur beantragten Ausdehnung des Kies- und Sandabbaus in Pfaffenzell auf 1,3 Hektar. Die Abbauhöhe beträgt zehn bis 21 Meter. Ausgleichsflächen sind vorhanden. Unter anderem werden eine Böschung und drei Teiche angelegt. Der entstehende Waldverlust wird mit einer Aufforstung ausgeglichen.

Verschoben wurde das Thema Energieversorgung für das neue Baugebiet in Mühlhausen „Am Weberanger“. Das Konzept sieht eine Versorgung ohne fossile Brennstoffe vor.

Insgesamt rund 16000 Euro Geldspenden sind auf den Konten der Gemeinde Affing in diesem Jahr eingegangen. Das geht aus einer Aufstellung der Verwaltung hervor, die der Gemeinderat absegnete.

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