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Rehling

13.02.2020

Schutz für Schulkinder: Rehling testet Halteverbot in der Hauptstraße

Halteverbotsschilder und Verkehrswarnkegel sind derzeit während der Testphase „Sicherer Fußweg an der Hambergstraße“ in Rehling aufgestellt. Dadurch werden die bislang vor der Bank parkenden Autos auf andere Parkplätze verdrängt und die Fußgänger, vor allem die Schulkinder, können sich dort sicher bewegen.
Bild: Josef Abt

Plus Es geht um den Schutz der Schulkinder. Ein runder Tisch mit Behörden, Politikern und der neuen Bürgerinitiative „Sicherer Fußweg“ sucht nach Lösungen.

Den Fußweg an der Hauptstraße sicherer machen – darum ging es jetzt bei einem Runden Tisch im Rehlinger Rathaus. Und es gibt Ansätze. Mit Bürgermeister Alfred Rappel saßen Vertreter des Landratsamtes, der Polizeiinspektion und die Sprecher der Bürgerinitiative „Sicherer Fußweg an der Rehlinger Hauptstraße“ am Tisch. Weil Autofahrer die Verbote immer wieder ignorieren, soll jetzt eine wirksame Lösung her.

Schon vor einiger Zeit hatten Rehlinger Bürger die Diskussion angestoßen: Es geht ihnen um das unkontrollierte Parken auf dem Gehweg vor der Raiffeisenbank. Sie wollten eine schnelle Lösung, um vor allem die Schulkinder an diesem stark befahrenen Abschnitt besser zu schützen. Das Thema wird seit Monaten in Rehling diskutiert.

Vor einigen Wochen erst hatte sich die Bürgerinitiative "Sicherer Fußweg an der Rehlinger Hauptstraße"gegründet, in der sich besonders Alexander Richter, Anton Fries und Werner Lindermeir für eine schnelle und brauchbare Lösung einsetzen. Sie haben auch kurzfristig als Ortsgruppe der Freien Wähler eine Gemeinderatsliste nominiert und Richter kandidiert für das Bürgermeisteramt.In der Besprechungsrunde konnten die BI-Initiatoren jetzt noch einmal ihre Argumente vorbringen.

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Viele Autofahrer ignorieren absolutes Halteverbot

Zwischenzeitlich sind Schilder aufgestellt worden. Hier herrscht „absolutes Halteverbot“, was von Autofahrern jedoch vielfach ignoriert wird. Deshalb wurden zusätzlich vor der Bank Verkehrskegel zur besseren optischen Wahrnehmung platziert. Auch auf der gegenüberliegenden Straßenseite besteht von der Einfahrt der Bushaltestelle, weiter vor dem Rathaus und an der Gartenmauer des Pfarrhofs bis zum Kurvenbereich bei der Einmündung in die Bauernstraße absolutes Halteverbot. Der Großteil der Bankkunden hält sich inzwischen an dieses Verbot, doch gibt es immer wieder auch schwarze Schafe, die diese Schilder ignorieren.

Die Bürgerinitiative hat bei diesem Treffen einer Erprobung der ersten Maßnahme zugestimmt. Die neue Parksituation soll nach Aussage von Alexander Richter nun einige Monate beobachtet werden. Weiterhin sollen im Bereich vor der Bank zeitnah Poller zwischen Gehwegkante und Kreisstraße installiert werden.Die dafür von der Gemeinde vorgeschlagenen überfahrbaren Poller wurden laut Alfred Rappel von den Behörden nicht empfohlen.

Nun sollen feste Poller aus Eisen kommen

Deshalb soll die Lösung mit festen Pollern realisiert werden. Sie sind aus Eisen und haben eine Sollbruchstelle, die beim Aufprall eines Fahrzeugs knicken kann. Wie Rappel weiter ausführte, dürfte es gar nicht so leicht werden, die fünf Poller richtig zu setzen. Abstände wegen des Treppenaufganges zur Bank und wegen des Wendekreises der Linienbusse zum Einfahren an die Haltestelle müssten berücksichtigt werden. Zudem muss sich der Rat noch mit dem Thema auseinanderzusetzen, da diese Poller wesentlich mehr kosten dürften als die ursprünglich geplanten überfahrbaren Pfosten aus Kunststoff.

Von der Bürgerinitiative (BI) wurde unlängst gefordert, den Verkehr im Rathausbereich durch ein Tempolimit in Form einer Zone 30 zu drosseln. Diese Forderung wurde nun von der BI zurückgestellt. Jetzt soll die Entwicklung der Gefahrensituation für die Fußgänger beobachtet werden.

Rehling: Bürgermeister berichtet von Ergebnissen der Tempomessung

Wie der Bürgermeister in der Gemeinderatssitzung berichtete, wurden Geschwindigkeitsmessungen zwischen Bushaltestelle und Bauernstraße vorgenommen. Es würde keinesfalls zu schnell gefahren werden, hieß es. Bei dieser 48-stündigen Messung mit 4261 erfassten Fahrzeugen auf beiden Straßenseiten lagen über 90 Prozent der Fahrzeuge unter der zulässigen Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern. Ausnahmen bestätigten die Regel. So sei hier nachts mitunter mit mehr als 70 Stundenkilometern gefahren worden. Der Durchschnitt lag bei 38 Stundenkilometern, so Rappel.

Dass die Halteverbote von einigen Bürgern kritisch gesehen werden, ist auch Thema im Dorf. Speziell das Verbot auf der westlichen Straßenseite wirft Fragen auf: Etwa die, wo die Kirchgänger oder die Besucher von Veranstaltungen dann alle parken sollen. Oder was geschieht, wenn große landwirtschaftliche Maschinen wegen der Poller nicht mehr richtig ausweichen können. (mit cli)

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