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Gemeinderat

12.12.2019

Schwegler fordert respektvollen Umgang in Demokratie

Josef Schwegler

Obergriesbachs Rathauschef blickt wie seine Stellvertreter dankbar auf 2019 zurück, mahnt aber zugleich

Eine Feuerschale mit Holzscheiten und heißer Punsch hießen am Dienstagabend alle jene im Bürgerhaus in Zahling willkommen, die zur Weihnachtssitzung des Gemeinderats eingeladen waren. Gemeinderäte, Mitarbeiter des Kindergartens sowie Mitarbeiter von Gemeinde und Verwaltungsgemeinschaft (VG) Dasing neben weiteren Gästen, wie etwa Motorradrennfahrer Stefan Bradl, genossen die weihnachtliche Stimmung, bevor es für kurze Zeit hochoffiziell wurde.

Zweiter Bürgermeister Daniel Schulz übernahm auch diese Gemeinderatssitzung in Vertretung für Bürgermeister Josef Schwegler, der nach Krankheit und Wiedereingliederung wieder im Amt ist, aktuell aber seinen Urlaub abfeiert und dennoch zur Sitzung kam.

Schnell waren die Punkte auf der Tagesordnung abgehandelt: Am Finkenweg in Zahling darf ein Kellerraum in einen physiotherapeutischen Raum umgebaut werden. Im Thal in Zahling darf an ein Bestandsgebäude angebaut werden, das damit zum Zweifamilienhaus wird. Am Eichenweg in Obergriesbach wird ein Zweifamilienhaus um ein Schlafzimmer und einen Balkon erweitert. Der Schützenverein Edelweiß Zahling erhält für die Jugendförderung in diesem Jahr 140 Euro Zuschuss.

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Anschließend blickte Daniel Schulz auf das zu Ende gehende Jahr zurück. 22 Gemeinderatssitzungen seien es gewesen. Eines jedoch habe die Themen geeint, die zur Diskussion standen: Es sollten „Lösungen für die Gemeinde erarbeitet und beschlossen werden“. Schulz bedankte sich bei den Mitarbeitern der Gemeinde und der VG – vor allem auch für die Unterstützung in der Zeit, in der er mit dem Dritten Bürgermeister Jürgen Hörmann die Vertretung von Schwegler übernommen hat. „Super gemacht!“, lobte Gemeinderat Gerhard Kinzel Hörmann und Schulz.

Auch Josef Schwegler ließ es sich nicht nehmen, einige Worte an die Gäste zu richten – schließlich handelte es sich nicht nur um die letzte Sitzung des Jahres, sondern auch um seine letzte Weihnachtssitzung als Bürgermeister. Wie mehrfach berichtet, tritt er bei der Kommunalwahl 2020 nicht mehr an. Schlaglichtartig blickte er auf die großen Themen des vergangenen Jahres zurück. Zum Beispiel auf die lange Baustelle am Eichen- und Tannenweg, die dem Straßenzug nun einen neuen Kanal beschert. Auch mit den Baugebieten Am Bahnhof, in Zahling und am Schlossberg sei die Gemeinde vorangekommen. Etwaige Bewerbungsfristen für die Baugrundstücke werden an den Schaukästen und im Internet veröffentlicht.

Schwegler erinnerte an den im Juli im Alter von nur 36 Jahren verstorbenen Gemeinderat Tassilo Drobek und sprach dessen Familie und Angehörigen sein tiefstes Mitgefühl aus. Auch Drobeks Nachrücker im Gemeinderat, Norbert Wuddel, fand Erwähnung.

Schwegler blickte auch auf die Kommunalwahl am 15. März 2020 voraus: Er bekundete seine Freude, dass sich Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters sowie für den Gemeinderat zur Verfügung gestellt haben.

Er nutzte die letzte Sitzung des Jahres für ein klares Plädoyer: „Anfeindungen gegen Gemeinderäte und Bürgermeister dürfen niemanden gleichgültig lassen, der auch übermorgen noch in einer funktionierenden Demokratie aufwachen will.“ Wer Fehler mache, müsse die Kritik daran ertragen – allerdings müsse der Umgang respektvoll erfolgen, denn „Respekt ist der Klebstoff, der eine Gesellschaft zusammenhält“. Ohne diesen und ohne Menschen, die Verantwortung übernehmen, hätten „Pöbler“ freie Bahn, die nichts und niemandem Respekt zollten. Josef Schwegler schloss mit einem herzlichen „Vergelt’s Gott für alles“ sowie besten Wünschen für das Weihnachtsfest und das bevorstehende neue Jahr. (Archivfoto: Stefanie Brand)

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