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Sportporträt

28.08.2019

So tickt der Hollenbacher Nachwuchsfußballer Patrick Högg

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Nachwuchsfußballer Patrick Högg (rechts beim Landkreispokalsieg) spielt seit dieser Saison für die Herren des TSV Hollenbach. Warum beim 19-jährigen Torjäger künftig der Sport ein wenig in den Hintergrund treten wird.
Bild: Walter Mika

Plus Mit seinen Toren bei den A-Junioren empfiehlt sich der Hollenbacher für das Bezirksligateam. Warum der 19-Jährige trotz Ausbildung auch noch die U15 coacht.

Vom Balkon aus kann er einen Blick auf die Anlage des TSV Hollenbach werfen. Da war es irgendwie naheliegend, dass sich Patrick Högg als Fußballer in seinem Heimatverein betätigen würde. Mittlerweile ist er der Jugendklasse entwachsen, schnuppert seit einigen Wochen bereits rein ins Bezirksligateam der Männer. Und daneben gehört der 19-Jährige auch zu den drei Trainern der C-Jugend. Diese enge Verbindung ist nicht allein darauf zurückzuführen, dass die Wegstrecke zum Sportplatz locker auch unmotorisiert zurückgelegt werden kann.

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Familiär geht es zu bei diesem Verein, der im Tal des Krebsbaches zuhause ist. „Mein Papa hat hier 30 Jahre gespielt“, berichtet Patrick Högg. Vater Thomas war auch Spielertrainer in Sielenbach. „Mein kleiner Bruder Robin-Tom spielt in der D-Jugend.“ Thomas Högg fungiert als Jugendleiter im Verein und als solcher fragte er bei seinem Junior nach, der als Fünfjähriger bereits bei diesem Klub hinter dem Ball herrannte, und stieß auf offene Ohren: „Ich möchte den Kleinen etwas beibringen, so wie man mir es beigebracht hat“, erzählt Patrick Högg. Was ganz offensichtlich recht gut geklappt hat. Högg hat in der Jugend mit seinen vielen Toren auf sich aufmerksam gemacht. In der Saison 2017/18 kam er auf 36 Treffer, eine Runde später waren es immerhin 25. Da hatten er und auch die Mannschaft zu Beginn gewisse Probleme. Am Ende freilich stand in der inzwischen aufgelösten Spielgemeinschaft mit dem SSV Alsmoos-Petersdorf der Sieg im Landkreispokal. Högg reckte als Kapitän den Siegerpokal in die Höhe.

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Sportporträts: Die Sportskanonen 2019 in Bildern
Bild: Sebastian Richly

Das sagt Hollenbachs Trainer Adrianowytsch über Patrick Högg

Solche Leute, die jung sind und immer wieder treffen, sind begehrt in der Fußballszene. Hat schon mal ein anderer Klub bei ihm angeklopft? Das Kopfschütteln auf diese Frage kommt so spontan und energisch, dass man dem jungen Mann durchaus glauben kann.

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So wie es derzeit aussieht, braucht sich der AN-Sportler des Monats Mai auch nicht nach Interessenten umzuschauen. Denn der Stürmer, der sich eher in der Mitte, vielleicht auch auf der rechten Seite sieht, ist gerade dabei, im Männerteam Fuß zu fassen. Was er am Samstag gegen Rain II in der Schlussphase als Einwechselspieler zeigte, konnte sich sehen lassen. In dieser Weise äußert sich auch Christian Adrianowytsch, der Trainer der Bezirksligakicker: „Er hat es ganz gut gemacht. Er hat schon ein paar Mal bei uns mittrainiert, er hat sehr gute Anlage und ist auch körperlich robust. Er muss sich aber noch an den Herrenbereich gewöhnen. Er kann eine richtig gute Rolle bei uns spielen.“ Nun will der Coach Woche für Woche das Können des Eigengewächses, das 1,78 Meter groß ist, rauskitzeln.

Der 19-Jährige ist nebenbei Jugendtrainer.
Bild: Willi Baudrexl

Sportporträt: Warum der Hollenbacher künftig weniger Zeit für Fußball hat

In nächster Zeit freilich wird es für Patrick Högg nicht gerade leichter, seine Qualitäten auszuspielen. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Realschule ist er nun als Anlagenmechaniker tätig, er befindet sich im zweiten Ausbildungsjahr. Das heißt: Immer wieder geht es mal für zwei Wochen zur Blockschule nach Traunstein. In dieser Zeit wird fußballspezifisches Training nur in eingeschränkter Form möglich sein. „Ich brauche nicht auch noch was anderes“, sagt Patrick Högg auf die Frage zu weiteren Hobbys abseits des Fußballs: „Ab und zu geh’ ich ins Fitnessstudio.“ Aber auch dort geht es wieder um Fußball, für dessen Ansprüche Högg sich in Form bringen will. Er weiß um seine Stärken: „Wenn ich vor dem Tor den Ball kriege, dann würde ich in sieben oder acht von zehn Fällen den Ball reinbringen, wenn ich auf den Torwart zulauf’. Ich bin sehr schnell, finde ich.“ Den linken Fuß will er noch verbessern, damit er auch damit abschließen kann. Taktisch gilt es auch noch dazuzulernen, so was spielte in der Jugend nur eine untergeordnete Rolle. Und dann wäre noch der Kopfball, dem er bisher nur wenige Treffer verdankte.

Derzeit läuft es gut fürs Team eins des TSV Hollenbach; darf man da in Richtung Landesliga schielen oder davon träumen? Högg zeigt sich eher skeptisch: „Ich weiß nicht, ob es gut wäre für uns, die weiten Fahrten. Ob da unsere Zuschauer auch überall hinfahren würden? Ich weiß nicht, ob wir die Klasse dafür haben.“ Hollenbach lebe vom Zusammenhalt, auch mit den Fans. Er selbst will schauen, dass er in nächster Zeit in die Startelf kommt.

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