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Adelzhausen

01.12.2019

So war der Besuch von Bayern-Spieler Lucas Hernández in Adelzhausen

Fußball-Profi Lucas Hernández vom FC Bayern hat den Adelzhausener Bayern-Fanclub besucht. Er wurde mit Musik und Schüssen empfangen. Die Mitglieder stellten ihm Fragen und er spielte Kicker mit Kindern.
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Fußball-Profi Lucas Hernández vom FC Bayern hat den Adelzhausener Bayern-Fanclub besucht. Er wurde mit Musik und Schüssen empfangen. Die Mitglieder stellten ihm Fragen und er spielte Kicker mit Kindern.

Plus Der Fußball-Weltmeister und Bayern-Spieler Lucas Hernández findet beim Fanklub großen Anklang. Welches Angebot der 23-Jährige ablehnt.

Der erste Sonntag im Dezember 2019 wird in Adelzhausen noch lange für Gesprächsstoff sorgen. Denn ein Mitglied des amtierenden Fußballweltmeisters wird man so schnell nicht mehr begrüßen dürfen. Der Klub Fankurve Adelzhausen hatte Lucas Hernández eingeladen. Der 23-jährige Franzose brachte bei seinem Gastspiel zum Ausdruck, dass er nicht nur als Sportler zu den Großen gehört. Er hinterließ bei den über 100 Besuchern im Gasthof Dillitz einen außerordentlich guten Eindruck. Weil er beim Frage- und Antwort-Spiel stets ein Lächeln auf den Lippen hatte, mit Kindern am Kickerkasten spielte und am Ende auch noch jeden Foto- und Autogrammwunsch erfüllte.

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Adelzhausen: Innenverteidiger hat die Krücken weggelegt

Seit gut einer Woche hat der Innenverteidiger die Krücken weggelegt, jetzt kann er nach der Operation an einem lädierten Knöchel wieder ins Stadion gehen und solche Termine wahrnehmen. Es sieht gut aus, dass er in den ersten Punktspielen im neuen Jahren für den FC Bayern zur Verfügung steht.

Adelzhausen zog alle Register, um diesen Star im Wartestand gebührend zu begrüßen. Böllerschützen traten vor dem Lokal in Aktion, als Hernández pünktlich um 10 Uhr eintraf, dazu spielte die Kapelle „Jung und oid“ auf. Beim Eingang zum Gasthaus war ein Willkommensgruß zu lesen.

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Fußballspieler Lucas Hernández besucht den FC-Bayern-Fanclub in Adelzhausen.

Im Saal waren ganz vorne 30 Kinder platziert worden, die in ihren Shirts unmissverständlich zum Ausdruck brachten, für welchen Klub ihr Herz schlägt. Auch unter den Erwachsenen herrschte kein Mangel an aktuellen und weniger aktuellen Trikots des deutschen Rekordmeisters. Ehe es wieder zurück nach München ging, trug sich der Franzose, der sich richtig feiern ließ, auch ins Goldene Buch der Gemeinde Adelzhausen ein.

Lorenz Steininger erinnerte in seiner Begrüßung daran, dass er vor knapp 25 Jahren den Fanklub ins Leben gerufen hatte. „War perfekt“, stellte er später hochzufrieden fest. „Besser hätte es nicht kommen können.“ Von einer „bärigen Sach’“ sprach Jürgen Dumbs, der Fußballchef des BC Adelzhausen und ebenfalls Mitglied des Fanklubs.

Auch die Kinder waren begeistert. „Ich finde es schön, dass er kommt“, erklärte der siebenjährige Vincent Treffler. Und der neunjährige Jonas Oswald hatte einen ganz besonderen Grund, um übers ganze Gesicht zu strahlen: „Ich finde es toll, dass ich Kicker mit ihm spielen konnte.“

FC-Bayern-Fanclub: Dolmetscher übersetzen

Zu den Gästen zählte gestern auch Peter Kupferschmidt, 77, der öfter mal vorbeischaut in Adelzhausen. Zwischen 1960 und 1971 war der Abwehrmann 221 Mal für den FC Bayern am Ball. „Der ist einmalig“, schwärmte er über seinen berühmten Kollegen auf der Bühne und freute sich darüber, dass der gleich einen Vertrag bis 2024 unterzeichnet hatte. Kupferschmidt ist in München noch oft am Stammtisch der „Roten“ zu sehen, wo man sich auch über das Treffen mit ehemaligen Löwen-Stars wie Reich und Rebele freut.

Dass die Freunde des FC Bayern verstanden, was Hernández, verheiratet und Vater eines kleinen Sohnes, 45 Minuten lang berichtete, dafür sorgten die Dolmetscher Nathalie und Björn Abel, ein Ehepaar. Fragen nach dem Gehalt sind eigentlich tabu, nicht nur im Profifußball.

Dennoch wollte ein Kind Auskunft zu diesem brisanten Thema erhalten. Der Mann, auf dessen dunklem Pulli das Logo seines Arbeitgebers zu sehen war, grätschte die Anfrage souverän ab: „Genug, um dich zu einer Cola einzuladen.“

Er könne seine Deutsch-Kenntnisse doch in Adelzhausen aufbessern, meinte eine Frau. Diesem Angebot erteilte der Gast, der am Ende der Ära Kovac eine schwindende Chemie zwischen Trainer und Mannschaft sah, eine Absage: „Vielen Dank. Aber 50 Minuten mit dem Auto, das ist zu weit.“

Nachdem am Vorabend die Auslosung der EM-Gruppen bekannt geworden war, musste er sich auch zum Duell Deutschland – Frankreich äußern: „Wir werden uns am 16. Juni in München sehen zum Match.“

Noch einmal ging es ums Geld, denn dieser Weltmeister wurde mit einer Ablösesumme von 80 Millionen Euro zum teuersten Bundesligaprofi aller Zeiten: „Ich werde allen zeigen, warum die Bayern so viel Geld für mich ausgegeben haben.“ In puncto Bayerisch hatte er nur ein paar Worte zu bieten: „Servus, ich bin Lucas und mia san mia.“

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